SAINT LU­CIA

Ge­pö­kel­ter Stock­fisch, reich­hal­ti­ge Ein­töp­fe und Fei­gen-Ku­chen

Food and Travel (Germany) - - Küche Der Karibik -

Der Blick auf Saint Lu­cia mit den be­rühm­ten Pi­tons ist ein­fach atem­be­rau­bend. Die zwei vul­ka­ni­schen Gip­fel sind das Wahr­zei­chen des In­sel­pa­ra­die­ses. Ein­hei­mi­sche Vö­gel flie­gen durch die er­fri­schen­de Luft in den Re­gen­wäl­dern, die ei­nen gro­ßen Teil der In­sel be­de­cken. Und im­mer wie­der ent­deckt man ei­nen Man­go- oder Pa­pa­ya­g­ar­ten.

Von 1814 bis 1979 re­gier­ten hier die En­g­län­der. Aber auch der fran­zö­si­sche Ein­fluss ist im­mer noch deut­lich ver­nehm­bar: et­wa im kreo­li­schen Dia­lekt der Lo­cals, bei Ge­rich­ten wie ei­ner Mak­ka­ro­ni-Tor­te oder ei­ner ge­rös­te­ten Kür­bis­sup­pe. Das wohl ty­pischs­te Ge­richt der In­sel ist aber Stock­fisch. Er ver­steckt sich in ei­nem knusp­ri­gen, pi­kan­ten Teig und wird mit Scot­chBon­net-Chi­lis, Pa­pri­ka­sa­lat und Gur­ken­stü­cken ver­fei­nert. Den Bes­ten gibt es je­den Sams­tag­mor­gen auf dem Cas­tries Mar­ket. Er liegt ober­halb der Peynier Street, ist mit sei­nen 300 Stän­den ei­ne ku­li­na­ri­sche Fund­gru­be und der bes­te Be­weis da­für, dass Es­sen glück­lich macht. Pro­bie­ren Sie den Pep­per pot (ein Eintopf mit reich­lich Knob­lauch, Fisch, Früh­lings­zwie­beln, schar­fem Pfef­fer und Süß­kar­tof­feln), Black pud­ding (ei­ne Art Blut­wurst) oder die tra­di­tio­nel­len Koh­lein­töp­fe.

Sehr au­then­ti­sches Es­sen gibt es auch im Fla­vours of the Grill, ein Strand­re­stau­rant, das in Bon­bon­far­ben an­ge­stri­chen wur­de. Kü­chen­chef und Be­sit­zer O’Nell Da­ly ser­viert sein Steak mit Kno­chen­mark, und auch sein Ku­chen mit Fei­gen ist wirk­lich le­gen­där. Bei den Fei­gen han­delt es sich al­ler­dings tat­säch­lich um grü­ne Ba­na­nen – dem Ex­port­schla­ger der In­sel. Sie wer­den auch oft mit Stock­fisch ge­ges­sen.

Im Jam­be de Bois sitzt man auf Mö­beln aus Treib­holz und ge­nießt La­sa­gne mit Mee­res­früch­ten und Ma­kre­len. Am Wo­che­n­en­de re­la­xen die Gäs­te hier län­ger, denn dann wird Li­veJazz ge­spielt. Im Or­lan­do kom­men nur ein­hei­mi­sche Pro­duk­te auf den Tisch. Es gibt zwei Fünf-Gän­ge-Me­nüs, dar­un­ter ei­ne ge­kühl­te Erb­sen-Min­ze-Sup­pe, mit Ka­kao ge­würz­tes Rind­fleisch und Mahi-Mahi auf kna­cki­gem Sa­lat.

ES­SEN

Fla­vours of the Grill Pro­bie­ren Sie das Cur­ry mit Zie­gen­fleisch oder das oh­ne Kno­chen ge­grill­te Hähn­chen. Es kann nur bar be­zahlt wer­den.

Ma­rie Te­re­se Street, +1-758-4509722, grill­fla­vours.com

Jam­be de Bois Das künst­le­ri­sche Ca­fé ist toll für ein Früh­stück am Was­ser oder am Wo­che­n­en­de zum Din­ner. Pi­ge­on Is­land, +1-758-4520321

Or­lan­do’s Re­stau­rant Man sitzt im schö­nen Hof­gar­ten, ver­ar­bei­tet wer­den nur Pro­duk­te von re­gio­na­len Hö­fen und fri­schen Fisch von Saint Lu­cia.

Bridge Street, Souf­riè­re, +1-758-572-6613, or­lan­dos­re­stau­rantstl.com

„Das ty­pischs­te Ge­richt ist Stock­fisch. Er ver­steckt sich in ei­nem knusp­ri­gen

Teig, wird mit Chi­lis, Pa­pri­ka­sa­lat und Gur­ken­stü­cken ver­fei­nert “

Von links: Ka­kao-Sa­men; Strand mit Pal­men; ein Fi­scher mit sei­nem Boot; fri­sche Va­nil­le­scho­ten

Von links: Fi­scher­boo­te war­ten auf ih­re nächs­te Fahrt in der Rod­ney Bay; fri­scher Fang auf ei­nem der Märk­te; Schil­der wer­ben für den Ta­ges­fang

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