Die tra­di­ti­ons­mar­ke

FotoBIBEL - - BERATUNG OBJEKTIVE -

Das Braun­schwei­ger Un­ter­neh­men Voigt­län­der hat in der Ent­wick­lung der Fo­to­gra­fie Ge­schich­te ge­schrie­ben. Das Un­ter­neh­men wur­de 1756 von Jo­hann Chris­toph Voigt­län­der in Wi­en ge­grün­det. Der spä­te­re Fir­men­sitz wur­de Braun­schweig. Zu­nächst stell­te das Un­ter­neh­men Mess­ge­rä­te und Opern­glä­ser her, doch schon 1839, al­so zeit­gleich mit der Er­fin­dung der Fo­to­gra­fie, folg­ten Ob­jek­ti­ve und et­was spä­ter auch Ka­me­ras. Voigt­län­der pro­spe­rier­te in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten. In Schwie­rig­kei­ten ge­riet das Un­ter­neh­men je­doch in den 1960er-jah­ren, als die Nach­fra­ge nach Fo­to-pro­duk­ten ra­sant zu­rück­ging. Das führ­te da­zu, dass das Pro­duk­ti­ons­werk mit über 2000 Mit­ar­bei­tern 1971 schlie­ßen muss­te. 1982 war dann für das kom­plet­te Un­ter­neh­men Schluss. Über Rol­l­ei und Plus­fo­to gin­gen die Mar­ken­rech­te schließ­lich an die Ring­fo­to-grup­pe über. Die Ob­jek­ti­ve, die man ak­tu­ell un­ter dem Na­men Voigt­län­der fin­det, wer­den von Co­si­na her­ge­stellt, die sich ent­spre­chen­de Su­bli­zen­zen ge­si­chert ha­ben. Kein ruhm­rei­ches En­de al­so für solch ein Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men. Zu­min­dest ist es tröst­lich, dass die Qua­li­tät der ak­tu­el­len Ob­jek­ti­ve der Mar­ke ge­recht wird!

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