Haydn, frisch wie am ers­ten Tag

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Bis 2032, wenn sich der Ge­burts­tag Jo­seph Haydns zum 300. Mal jäh­ren wird, will der Ba­rock­spe­zia­list Gio­van­ni An­to­ni­ni sämt­li­che 107 Sin­fo­ni­en des Meis­ters ein­spie­len. Ein Mam­mut­vor­ha­ben, das es ver­dient, dass man im­mer mal wie­der hin­ein­hört, so wie jetzt in Fol­ge 6, wo vier Sin­fo­ni­en ver­schie­de­ner Ent­ste­hungs­zeit ver­sam­melt sind (die Num­mern 3, 26, 30 und 79). Wie­der­um fas­zi­niert an die­sem Groß­pro­jekt, mit wel­cher künst­le­ri­schen In­te­gri­tät sich die In­ter­pre­ten ge­ra­de auch den nied­ri­ge­ren Werk­num­mern wid­men. Zu Recht, wie sich her­aus­stellt, denn auch hier spru­delt der Haydn’sche Wun­der­quell der mu­si­ka­li­schen Er­fin­dung oh­ne Un­ter­lass. Und um­so mehr, als es An­to­ni­ni und dem auf Ori­gi­nal­in­stru­men­ten spie­len­den Bas­ler Kam­mer­or­ches­ter ge­lingt, die­se Sin­fo­ni­en so frisch wir­ken zu las­sen, als sei die No­tent­in­te ge­ra­de erst ge­trock­net. ★★★★✩

(Al­pha/No­te1)

Haydn: La­men­ta­tio ne – G. An­to­ni­ni

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