Friedberger Allgemeine

Mit dem Ei ins Ziel

Die Spieler auf dem Feld holen sich gegenseiti­g von den Beinen und ringen um den Ball. Das ist beim Rugby normal. Die besten Teams treten nun bei der Weltmeiste­rschaft an

- VON PHILIPP BRANDSTÄDT­ER

Der Stürmer bekommt den Ball zugespielt. Er sprintet sofort los, macht einen Haken links und einen Haken rechts. Fast schafft er es über das ganze Spielfeld. Doch dann erwischt ihn ein Gegenspiel­er. Der Gegner umklammert die Beine des Stürmers und reißt ihn zu Boden. Ist das erlaubt? Klar! Beim Rugby gehört das zum Spiel.

Beim Rugby versuchen zwei Mannschaft­en, Punkte zu machen. Dafür tragen sie den Ball, passen, kicken ihn und legen ihn hinter einer Ziellinie ab. Der Ball beim Rugby ist allerdings nicht rund. Er sieht eher aus wie ein großes Ei. Der Spieler, der den Ball trägt, darf angegriffe­n werden. Die Gegenspiel­er dürfen versuchen, ihn zu umklammern, zu halten – oder von den Beinen zu holen. Bei dieser Sportart geht es also ganz schön zur Sache. So ähnlich läuft das auch bei einer anderen bekannten Sportart: American Football. Hier tragen die Spieler Helme und dicke Schutzklei­dung. Die Spieler beim Rugby brauchen das nicht. Aber ist das nicht gefährlich?

„Nein, weil man beim Rugby respektvol­l miteinande­r umgeht und es strenge Regeln gibt“, antwortet Gerald Gräfe von einem Rugby-Verein in der deutschen Hauptstadt Berlin. „Außerdem lernen die Spieler früh die richtigen Techniken, die man bei dem Spiel braucht.“ Dazu gehört etwa, wie man den Gegner richtig attackiert. Und auch, wie man fällt, ohne sich dabei wehzutun.

Wenn Kinder Rugby lernen, wird umso mehr auf die Sicherheit geachtet. „Bei den Junioren darf man sich nur von der Hüfte abwärts angreifen“, erklärt Gerald Gräfe. Die Erwachsene­n hingegen attackiere­n sich von der Schulter abwärts. Es gibt auch eine Spielart, bei der man den Gegenspiel­er nur durch Antippen stoppt – fast wie beim Fangen.

Seit dem 20. September treten die besten Rugby-Teams der Welt bei der Weltmeiste­rschaft an. In dem großen Turnier im Land Japan in Asien stehen 15 Spieler pro Mannschaft auf dem Feld. Die deutsche Mannschaft hat es nicht geschafft, sich für das Turnier zu qualifizie­ren. In anderen Ländern gibt es viel mehr und auch bessere Spieler als bei uns. Denn hier ist Rugby nicht sehr verbreitet.

Die Spieler einer Mannschaft werden grob in Stürmer und Verteidige­r unterteilt. Aber eigentlich hat jeder seine eigene Aufgabe. Manche Spieler müssen möglichst schnell, andere möglichst stark sein. Manche müssen hoch springen, andere besonders gut kicken können. Aber alle sollten sicher mit dem Ball umgehen können. „Dadurch ist Rugby für jeden etwas“, sagt Gerald Gräfe. „Egal, ob man groß oder klein, schmal oder kräftiger ist.“

Glaubt man den Geschichte­n, dann konnte man sein Leuchtfeue­r schon aus 55 Kilometer Entfernung sehen. Es sollte den Seefahrern den Weg weisen, hinein in den Hafen von Alexandria. Vor mehr als 2000 Jahren war das noch die Hauptstadt des Landes Ägypten und damit sehr wichtig. Und dort vor dem Hafen auf der Insel Pharos stand der gigantisch­e weiße Leuchtturm: 120 Meter soll er hoch gewesen sein. Damit gehörte er damals zu den höchsten Gebäuden. Nur zwei Pyramiden waren höher!

Nach ihm sind auch heute noch Türme benannt

Ob der Turm wirklich ein Leuchtfeue­r hatte, ist nicht ganz klar. In manchen alten Schriften steht, er sei nicht beleuchtet gewesen. Andere berichten dagegen von einem Feuer. Und wieder andere schreiben von einem großen Spiegel, der tagsüber das Sonnenlich­t reflektier­te und nachts das Licht einer Flamme.

Wie auch immer, der Leuchtturm wurde so berühmt, dass man im Laufe der Zeit zu vielen anderen Leuchttürm­en auch nur noch Pharos sagte. Auf Spanisch heißt Leuchtturm heute noch faro. In Frankreich: phare. Der Leuchtturm bestand vermutlich aus drei Stockwerke­n: Das unterste war ein Rechteck. Das mittlere achteckig. Und das oberste rund. Mehr als 1000 Jahre stand der Turm vor dem Hafen, dann zerstörte ihn ein Erdbeben. An seiner Stelle steht heute eine Festung.

Info Nächsten Samstag erfährst du in Teil 3 dieser Serie mehr über eine große Statue in Griechenla­nd.

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