Ko­ali­ti­on ringt um Ent­las­tun­gen

Spahn kün­digt Kas­sen­sturz an

Göttinger Tageblatt - - ERSTE SEITE - Grö­ße­res De­fi­zit

Ber­lin. Zwi­schen Uni­on und SPD zeich­net sich ein zä­hes Rin­gen um die ge­plan­ten Ent­las­tun­gen bei den So­zi­al­bei­trä­gen ab. In der Pfle­ge­ver­si­che­rung wird im lau­fen­den Jahr nach ei­ner Pro­gno­se des Gkv-spit­zen­ver­ban­des mit ei­nem De­fi­zit von 3 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­rech­net – ei­ne Mil­li­ar­de mehr als bis­her er­war­tet. „Das wä­re ei­ne Bei­trags­an­he­bung min­des­tens von 0,2 Bei­trags­satz­punk­ten, die not­wen­dig ist“, sag­te Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn ges­tern in Ber­lin.

Der Cdu-po­li­ti­ker kün­dig­te ei­nen Kas­sen­sturz an. In­ner­halb der nächs­ten Wo­chen wol­le man ein ge­naue­res Bild zur La­ge der Pfle­ge­kas­sen ha­ben. Ein An­stieg des Bei­trags wür­de das ei­gent­lich ge­plan­te star­ke Ent­las­tungs­si­gnal, das die Gro­ße Ko­ali­ti­on zu Jah­res­be­ginn 2019 set­zen woll­te, kon­ter­ka­rie­ren.

Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag hat­ten Uni­on und SPD ei­ne Bei­trags­sen­kung in der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung um 0,3 Pro­zent­punk­te ver­ein­bart. rb

Ber­lin. Zwi­schen Uni­on und SPD zeich­net sich ein zä­hes Rin­gen um die ge­plan­te Ent­las­tun­gen bei den So­zi­al­bei­trä­gen ab. In der Pfle­ge­ver­si­che­rung wird im lau­fen­den Jahr nach ei­ner Pro­gno­se des Gkvspit­zen­ver­ban­des mit ei­nem De­fi­zit von 3 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­rech­net – ei­ne Mil­li­ar­de mehr als bis­her er­war­tet. „Das wä­re ei­ne Bei­trags­an­he­bung min­des­tens von 0,2 Bei­trags­satz­punk­ten, die not­wen­dig ist“, sag­te Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn ges­tern in Ber­lin. Der Cdu-po­li­ti­ker kün­dig­te ei­nen Kas­sen­sturz an. In­ner­halb der nächs­ten Wo­chen wol­le man ein ge­naue­res Bild zur La­ge der Pfle­ge­kas­sen ha­ben. Ein An­stieg des Bei­trags wür­de das ei­gent­lich ge­plan­te star­ke Ent­las­tungs­si­gnal, das die Gro­ße Ko­ali­ti­on zu Jah­res­be­ginn 2019 set­zen woll­te, kon­ter­ka­rie­ren.

Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag hat­ten Uni­on und SPD ei­ne Bei­trags­sen­kung in der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung um min­des­tens 0,3 Pro­zent­punk­te ver­ein­bart. Ar­beit­ge­ber und Uni­ons­po­li­ti­ker for­dern an­ge­sichts ei­ner gu­ten Ein­nah­men­ent­wick­lung bei der Bun­des­agen­tur in­zwi­schen ei­ne stär­ke­re Ab­sen­kung – um 0,5 Pro­zent­punk­te.

SPD und Ge­werk­schaf­ten stel­len sich je­doch da­ge­gen. „Den Bei­trags­satz zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung um mehr als 0,3 Pro­zent­punk­te zu sen­ken wä­re falsch und vor­ei­lig“, sag­te Dgb-vor­stands­mit­glied An­ne­lie Bun­ten­bach, die der­zeit den Ver­wal­tungs­rat der Bun­des­agen­tur für Ar­beit lei­tet, dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND). Er­for­der­lich sei­en ei­ne Min­dest­re­ser­ve von 20 Mil­li­ar­den Eu­ro bei der Bun­des­agen­tur für Ar­beit für kon­junk­tu­rell schlech­te­re Zei­ten so­wie Leis­tungs­ver­bes­se­run­gen in der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung mit ei­nem „stär­ke­ren Schwer­punkt auf Wei­ter­bil­dung“.

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn peilt Ver­bes­se­run­gen auch in der Pfle­ge an. Mit ei­nem So­fort­pro­gramm will er in der Al­ten­pfle­ge min­des­tens 13 000 Stel­len zu­sätz­lich schaf­fen. Fi­nan­ziert wer­den sol­len sie nach Rnd-in­for­ma­tio­nen aus Mit­teln aus den Mil­li­ar­den­rück­la­gen der Ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen. rb

FO­TO: DPA

Will Kas­sen­sturz ma­chen: Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn.

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