Wol­ler­sen bald wie­der in Du­der­stadt

Hil­ker­öder Tra­di­ti­ons­bä­cke­rei mit 29 An­ge­stell­ten will fünf­te Fi­lia­le er­öff­nen / Ge­plant ist ein Stand­ort am Wes­ter­turm

Göttinger Tageblatt - - REGIONALE WIRTSCHAFT - Von Mark Bam­bey

Hil­k­ero­de. „Ba­cken aus Tra­di­ti­on“so lau­tet das Mot­to der Bä­cke­rei Wol­ler­sen aus Hil­k­ero­de. 1972 von Sieg­fried Wol­ler­sen ge­grün­det, führt nun schon seit 19 Jah­ren Dirk Wol­ler­sen den Be­trieb. Mit Sohn Kai steht schon die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on Bä­cker­meis­ter pa­rat und ei­ne wei­te­re Fi­lia­le ist in Aus­sicht.

Vier Fi­lia­len be­lie­fert Wol­ler­sen täg­lich min­des­tens zwei­mal, zu­dem hat er noch ei­nen Ver­kaufs­wa­gen im Ein­satz. Zu den Ver­kaufs­flä­chen in Gie­bol­de­hau­sen, See­burg, Bad Lau­ter­berg und Nes­sel­rö­den soll noch in die­sem Jahr noch ei­ne fünf­te und be­son­ders at­trak­ti­ve hin­zu­kom­men. „Wir pla­nen, wie­der ei­ne Fi­lia­le in Du­der­stadt zu er­öff­nen, wa­ren dort schon mal im al­ten Plus­markt vor Ort. Es lie­fen schon Ge­sprä­che mit Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Nol­te, und wir sind recht op­ti­mis­tisch“, ver­rät Dirk Wol­ler­sen. Ins Au­ge ge­fasst hat Fa­mi­lie Wol­ler­sen den Stand­ort am Wes­ter­turm. Of­fen und trans­pa­rent geht es in Wol­ler­sens Ba­cke­rei in Hil­k­ero­de zu. Vom Ver­kaufs­tre­sen kön­nen die Kun­den di­rekt in die Back­stu­be bli­cken. Wer sich über die Pro­duk­te und de­ren In­halts­stof­fe in­for­mie­ren möch­te, kann sich auf ei­nem auf dem Tre­sen ste­hen­den Ta­blet per Touch­screen durch die Pro­dukt­pa­let­te kli­cken. „Wir stel­len zu 99 Pro­zent al­les sel­ber her, bei uns wird so­gar noch der Pud­ding für den Ku­chen selbst ge­kocht. Do­nuts kau­fen wir je­doch auch hin­zu“, sagt Dirk Wol­ler­sen und fügt an: „Wir ar­bei­ten aus­schließ­lich mit Na­tur-sau­er­teig, um ei­ne na­tür­li­che Fri­sche zu ga­ran­tie­ren.“Ne­ben der Fri­sche ha­be die Qua­li­tät höchs­te Prio­ri­tät, des­we­gen ste­he er je­den Tag als ers­ter in der Back­stu­be, ob­wohl er das ei­gent­lich gar nicht mehr ma­chen müss­te. „So se­he ich aber al­les di­rekt und kann mit­hel­fen. Ba­cken ist Hand­werk und es kann si­cher­lich nicht im­mer al­les zu 100 Pro­zent gleich sein. Doch wir ha­ben ein sehr gu­tes Feed­back, auch von der Le­bens­mit­tel­über­wa­chung. Wir ha­ben den längs­ten mir be­kann­ten Kon­troll­rhyth­mus, wer­den nur ein­mal im Jahr ge­prüft.“

Für den 49-jäh­ri­gen ehe­ma­li­gen Ober­meis­ter der Bä­cker-in­nung Süd­nie­der­sach­sen ist aber auch klar, dass es oh­ne den rich­ti­gen Te­am­geist als klei­ne­rer Be­trieb schwer wer­den wür­de, auf dem um­kämpf­ten Markt zu be­ste­hen und die Qua­li­tät zu hal­ten. 29 An­ge­stell­te und zwei Aus­zu­bil­den­de hat Wol­ler­sen un­ter Ver­trag. „Aus­zu­bil­den­de zu be­kom­men wird je­doch im­mer schwie­ri­ger. Wir ha­ben ei­gent­lich auch nur ein Ein­zugs­ge­biet im Ra­di­us von 15 Ki­lo­me­ter um Hil­k­ero­de“, sagt Ehe­frau Ste­fa­nie Wol­ler­sen, und Dirk Wol­ler­sen fügt an: „Wir sind stolz auf un­se­re Mit­ar­bei­ter. Wir ste­hen al­le für­ein­an­der ein und sind ei­ne tol­le Mann­schaft.“

Als künf­ti­ger Spiel­füh­rer wird Sohn Kai aktuell schon mit im­mer mehr Auf­ga­ben be­treut. Der 22Jäh­ri­ge soll mit­tel­fris­tig den Fa­mi­li­en­be­trieb über­neh­men und wei­ter­füh­ren. „Mein Va­ter war da­mals 50 Jah­re alt, als er an mich über­ge­ben hat. So früh wer­de ich die Ver­ant­wor­tung nicht ab­ge­ben, aber mit 70 wer­de ich si­cher­lich nicht mehr in der Back­stu­be ste­hen“, sagt Dirk Wol­ler­sen schmun­zelnd.

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Im ei­ge­nen Be­trieb im Ein­satz: Kai Wol­ler­sen, Ste­fa­nie Wol­ler­sen, La­na Wol­ler­sen, Ja­nin Wol­ler­sen, Dirk Wol­ler­sen (v.l.).

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