Hom­mage an Gioa­chi­no Ros­si­ni

Kon­zert mit sie­ben in­ter­na­tio­na­len Sän­gern und dem Göt­tin­ger Sym­pho­nie Orches­ter un­ter der Lei­tung von Her­mann Breu­er

Göttinger Tageblatt - - KULTUR - Von Chris­tia­ne Böhm

Göt­tin­gen. Ein Kon­zert an­läss­lich des 150. To­des­ta­ges von Gioa­chi­no Ros­si­ni ge­ben am Frei­tag, 1. Ju­ni, das Göt­tin­ger Sym­pho­nie Orches­ter und sie­ben in­ter­na­tio­nal be­kann­te Sän­ger. Ari­en und Du­et­te aus den Opern Ros­si­nis ste­hen auf dem Pro­gramm der „Ita­lie­ni­schen Opernacht“.

Ros­si­ni ist ei­ner der be­kann­tes­ten Opern­kom­po­nis­ten Ita­li­ens. Er wur­de 1792 in Pesa­ro an der Adria ge­bo­ren. Ex­per­ten be­schei­ni­gen ihm, dass er ei­ne neue Ära der ita­lie­ni­schen Oper ein­läu­te­te, bahn­te dem „Bel­can­to“, dem „schö­nen Ge­sang“, den Weg in die ro­man­ti­sche Oper und schuf Wer­ke vol­ler Le­bens­freu­de und Dra­ma­tik. Als er 1822, im Al­ter von ge­ra­de ein­mal drei­ßig Jah­ren, nach Wien kam, war er be­reits auf dem Hö­he­punkt sei­nes Ruhms und lös­te ei­nen wah­ren „Ros­si­ni-tau­mel“aus.

„Schwan von Pesa­ro“

Im 38. Le­bens­jahr gab der „Schwan von Pesa­ro“das Kom­po­nie­ren von Opern auf. Er wid­me­te sich fort­an ei­nem ge­nuss­rei­chen Le­bens­stil. Erst spät und spo­ra­disch schrieb Ros­si­ni noch­mals Mu­sik, zu­meist klei­ne­re In­stru­men­tal­stü­cke und Mi­nia­tu­ren.

Die Haupt­wer­ke sei­ner rund 40 Opern sind aber auch heu­te noch aus kei­nem Opern­spiel­plan weg­zu­den­ken. Gioa­chi­no Ros­si­ni starb vor 150 Jah­ren, am 13. No­vem­ber 1868, in Pa­ris.

Auf dem Kon­zert­pro­gramm in Göt­tin­gen un­ter der Lei­tung des Di­ri­gen­ten Her­mann Breu­er ste­hen Ari­en aus dem „Bar­bier, aus Tan­credi“, „der Ita­lie­ne­rin in Al­gier“, „Wil­helm Tell“, „La Ce­ne­ren­to­la“, „Se­mi­ra­mis“so­wie aus der „Rei­se nach Reims“. Für die Pro­duk­ti­on wur­den sie­ben in­ter­na­tio­na­le Sän­ger un­ter­schied­li­cher Fä­cher ver­pflich­tet.

In­ter­na­tio­na­le Be­set­zung

Die Ko­lo­ra­turso­pra­nis­tin Ma­na­mi Okaz­aki stammt aus To­kio, hat in Wien stu­diert und dort an der Kam­mer­oper ers­te Büh­nen­er­fah­rung ge­sam­melt. Tat­ja­na Cha­r­al­gi­na (ly­ri­scher So­pran) wur­de in Je­ka­te­r­in­burg ge­bo­ren und hat in Ham­burg stu­diert. Sie war lan­ge En­sem­ble­mit­glied am Staats­thea­ter Mainz, gas­tier­te an zahl­rei­chen deut­schen Büh­nen und war un­ter an­de­rem bei den Lud­wigs­bur­ger Schloss­fest­spie­len und dem Ros­si­ni-fes­ti­val in Bad Wild­bad zu hö­ren. Die bul­ga­ri­sche Mez­zo­so­pra­nis­tin Kre­me­na Dil­che­va hat sich mit Auf­trit­ten in Deutsch­land, Ös­ter­reich, Ita­li­en, Spa­ni­en, Chi­na und Ka­na­da ei­nen Na­men ge­macht und mit ih­rem Ko­lo­ra­tu­r­alt un­ter an­de­rem an der Bay­ri­schen Staats­oper, dem Tea­tro Com­mu­na­le in Flo­renz und auf dem Ra­ven­na Fes­ti­val ge­sun­gen.

Der spa­nisch-ar­gen­ti­ni­sche Te­nor Pa­blo Ca­me­sel­le sei seit Jah­ren ein in­ter­na­tio­nal ge­fei­er­ter Spe­zia­list für Ros­si­nis Bel­can­to-par­ti­en wie Graf Al­ma­vi­va, Don Ra­mi­ro oder Lin­do­ro, so die Ver­an­stal­ter. Tae­joong Yang, Ba­ri­ton aus Süd­ko­rea, ge­wann den ers­ten Preis bei Pla­ci­do Do­m­in­gos „Ope­ra­lia“-wett­be­werb so­wie den Son­der­preis der New York Ci­ty Ope­ra und er­hielt dar­auf­hin ei­nen Ver­trag an der Wie­ner Staats­oper. Er de­bü­tier­te dort mit gro­ßem Er­folg als Fi­ga­ro im „Bar­bier von Se­vil­la“.

Viel­ver­spre­chen­des Ta­lent

Der ja­pa­ni­sche Bass-ba­ri­ton Yo­shia­ki Ki­mu­ra hat in Ja­pan, Frank­reich, Bel­gi­en und Deutsch­land ei­ne in­ten­si­ve Ge­s­angs­aus­bil­dung er­hal­ten und ist seit 2014 En­sem­ble­mit­glied am Thea­ter Bie­le­feld. Der Bass Hayk Ti­granyan schließ­lich stammt aus der ar­me­ni­schen Haupt­stadt Eri­wan und ist laut Ver­an­stal­ter in sei­ner Hei­mat be­reits ein Star. Nach Auf­trit­ten in Süd­ame­ri­ka, Ost­eu­ro­pa, dem Na­hen Os­ten und zu­letzt in Deutsch­land zäh­le er je­doch auch in­ter­na­tio­nal zu den viel­ver­spre­chends­ten Ta­len­ten sei­nes Fachs.

In­fo

Das Kon­zert be­ginnt um 20 Uhr.

FO­TO: R

Die Sän­ger des Ros­si­ni-kon­zer­tes.

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