Sempervivu­m sind pfle­ge­leicht

Garden Style - - GARTEN TREND -

wur­de dort von ei­nem Pflan­zen­ken­ner auf­ge­sam­melt. Die Toch­ter­ro­set­ten sit­zen an sehr kräf­ti­gen, et­wa vier Zen­ti­me­ter lan­gen Sto­lo­nen. Un­se­re Pflan­ze wur­de mitt­ler­wei­le vom Bio­lo­gen Jo­han­nes Klein vom In­sti­tut für Spe­zi­el­le Bo­ta­nik und Bo­ta­ni­scher Garten in Mainz als rei­ne Art iden­ti­fi­ziert.

Auf wel­che ei­ge­ne Züch­tung sind Sie be­son­ders stolz?

Auf Sempervivu­m ‘Gold­ma­rie’: Sie hat den ers­ten Platz bei der Wahl zur „Sempervivu­m des Jah­res 2014“er­run­gen. Die Blat­t­ro­set­ten von die­sem Gold­schatz mes­sen ca. 10 bis 12 cm. Die re­la­tiv spit­zen Blät­ter ma­chen von Mo­nat zu Mo­nat durch ei­ne wech­seln­de Far­ben­pa­let­te auf sich auf­merk­sam. Im Früh­jahr über­wie­gen Oran­ge- und Ter­ra­cot­ta­tö­ne, die sich im Som­mer gol­den ver­wan­deln. Zum Herbst mi­schen sich ro­sa Nuan­cen ein, wo­durch sie teil­wei­se ei­nen bläu­li­chen Schim­mer er­hal­ten. In den Win­ter­mon­ta­ten oliv­grün. Die Knos­pen öff­nen sich im Som­mer. Das un­te­re Drit­tel der hell­ro­sa Pe­ta­len ist röt­lich und ocker ge­streift – der kräf­ti­ge Blü­ten­stand wird bis zu 30 cm hoch. Wir hat­ten uns schon über­legt ob wir sie nicht um­tau­fen und ihr den Na­men „Sil­ber­ma­rie“ge­ben, denn sie war be­reits zwei Jah­re nach un­se­rer Ein­füh­rung in 2012 und auch im Jahr 2013 auf dem zwei­ten Platz.

Wie sieht der idea­le Stand­ort für Hau­sund Dachwurz aus?

Sempervivu­m sind Son­nen­kin­der und lie- ben es mög­lichst voll­son­nig in durch­läs­si­gem Sub­strat. Stau­näs­se ist un­be­dingt zu ver­mei­den. Bei ei­nem schat­ti­gen und zu feuch­tem Stand­ort ver­lie­ren sie ih­re ty­pi­sche Form und Far­be, sie „ver­gei­len“und sind dann auch an­fäl­li­ger für Schäd­lin­ge und ge­ra­de im Win­ter nicht sehr ro­bust. Vie­le Fak­to­ren sind aus­schlag­ge­bend für die Ent­wick­lung der Pflan­ze. Am ein­fluss­reichs­ten ist die Hö­hen­la­ge des Kul­tur­or­tes. Um­so hö­her, des­to in­ten­si­ver und leuch­ten­der sind die Farben der Ro­set­ten. Wit­te­rungs­be­dingt kann es durch­aus vor­kom­men, dass Ro­set­ten in auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren in ih­rer Fär­bung deut­li­che Un­ter­schie­de zei­gen.

Haus­wurz-Horst Auch in den Ni­schen von St­ein­mau­ern füh­len sich die Pflan­zen wohl.

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