Als Gast­ge­schen­ke gibt es bei uns Blu­men­ge­bin­de aus dem Gar­ten.“”

Garden Style - - GARTEN REPORTAGE -

Be­reits der Weg ent­lang des schmie­de­ei­ser­nen Gar­ten­zauns von Sieg­lin­de und Al­bert Kists An­we­sen regt die Neu­gier von Be­su­chern an. Was ver­birgt sich wohl hin­ter dem Zaun? Ein 5300 Qua­drat­me­ter gro­ßes Grund­stück ist si­cher für mehr als nur ei­ne Über­ra­schung gut. Und weil be­reits der ers­te Ein­druck zählt, hat das in Gros­sel­fin­gen, Ba­den-Würt­tem­berg le­ben­de Paar ex­tra den Ein­gang ver­legt. Wer heu­te durch das Tor kommt, be­tritt so­gleich ei­nen 40 Me­ter lan­gen Weg, auf dem Ahorn­bäu­me und Blut­bu­chen Spa­lier ste­hen. Der Pfad lei­tet di­rekt zum son­nen­gelb ver­putz­ten Wohn­haus des Leh­rer­ehe­paa­res.

Beim Kauf des An­we­sens im Jahr 1983 sah es hier noch ganz an­ders aus. „Bei un­se­rem Ein­zug be­stand der Gar­ten aus ei­ner rie­si­gen Blu­men­wie­se und rund 300 Fich­ten“, er­in­nert sich Al­bert

Kist. „Heu­te wirkt un­ser Ein­gangs­be­reich wie ein klei­ner Park oder ein ei­ge­ner Kos­mos.“Der Ein­gang ist - wie so oft - nur der An­fang von et­was Grö­ße­rem. Der Gar­ten ist durch­zo­gen von ei­nem Netz aus We­gen. Ei­ner der Kies­pfa­de ist da­bei die Haupt­schlag­ader. Er schlän­gelt sich quer durch das üp­pig mit Stau­den- und Ro­sen­ge­wäch­sen be­pflanz­te le­ben­di­ge Are­al, in dem das Au­ge im­mer wie­der an der gro­ßen Oran­ge­rie haf­ten bleibt. Von ihr geht et­was Herr­schaft­li­ches aus. Très chic! Es hat et­was ge­dau­ert, bis die bei­den ei­nen Her­stel­ler fan­den, der Gar­ten­häu­ser im Stil der Bel­le Epo­que fer­tigt. „Et­was Mo­der­ne­res oder gar ein Ge­wächs­haus kam für uns nie in Fra­ge“, er­klärt die Re­al­schul­leh­re­rin. Hier sitzt sie mit ih­rem Mann, mit Freun­den, trinkt Kaf­fee oder kor­ri­giert die Klas­sen­ar­bei­ten ih­rer Eng­lisch- und Geo­gra­fie­schü­ler. Und es gibt noch wei­te­re Lieb­lings­plät­ze.

Den Holz­steg am Teich zum Bei­spiel. Und den gibt es noch gar nicht so lan­ge. Kon­ti­nu­ier­lich wird das Gar­ten­pa­ra­dies mit Neue­run­gen er­wei­tert. „In die­sem Teich hat un­se­re Toch­ter La­ris­sa das Schwim­men ge­lernt“, er­in­nert sich La­ris­sas Mut­ter. „Er wird im­mer noch zum Ba­den ge­nutzt. Das Was­ser teilt man sich al­ler­dings mit drei Ar­ten an Wild­fi­schen und manch­mal kommt ein Rei­her zum Fi­schen vor­bei.“Das Paar ge­nießt vor al­lem in den Som­mer­mo­na­ten die Abend­son­ne am Steg mit Blick auf das Haus. Im Gar­ten fin­den sich et­wa zwan­zig Sitz­mög­lich­kei­ten wie die­se. Die Aus­sicht ist im­mer atem­be­rau­bend schön, denn hin­ter je­der Bie­gung gibt es et­was zu ent­de­cken. Im Früh­ling und Som­mer wett­ei­fert das saf­ti­ge Grün mit der Blü­ten­pracht der Ro­sen und Stau­den, die hier vor al­lem in zar­tem Gelb, hel­len Pa­s­tell­tö­nen und Weiß er­strah­len. Inspirationen für die Art der

Bel­le Épo­que Nach ei­ner Oran­ge­rie wie die­ser ha­ben die Kists lan­ge ge­sucht. Heu­te zi­tiert sie die Zeit um 1900.

Treue Der Stil des Paa­res spie­gelt sich auch in der De­ko­ra­ti­on wi­der.

Am We­ges­rand Die­ser Kies­pfad ist die Haupt­stra­ße des Gar­tens. Es lohnt sich aber vom Weg ab­zu­kom­men.

Haus am See In die­sem Teich hat die heu­te 22-jäh­ri­ge Toch­ter La­ris­sa das Schwim­men ge­lernt. Noch im­mer wird drin ge­ba­det.

In­tro­zei­leLo­rem ip­sum do­lor sit amet, con­se­te­tur sa­dip­scing elitr, sed diam

BLÜTENHIMMEL Der Ro­sen­schnitt im Früh­ling ge­stal­tet sich müh­sam. Im Som­mer sitzt man da­für aber un­ter ei­nem Ro­sen­dach.

Nimm Platz In die­sem Gar­ten gibt es über 20 Sitz­mög­lich­kei­ten. Und ei­ne schö­ner als die an­de­re.

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