Zu­kunfts­mu­sik

Selbst ge­zo­ge­ne Ta­ge­tes fül­len die Lü­cken zwi­schen dem Buchs, der sich bald zu ei­nem Kno­ten­gar­ten schlie­ßen soll.

Garden Style - - GARTEN REPORTAGE -

Die Ge­sund­heit ih­rer Pflan­zen über­rascht nicht nur im Ge­mü­se­beet, son­dern vor al­lem bei ih­ren Buchs­pflan­zen, die nach wie vor als frisch­grü­ne Skulp­tu­ren den Gar­ten schmük­ken. Hat man in Nie­der­bay­ern al­so noch nichts vom Buchs­baum­züns­ler und -pilz ge­hört? „Doch, aber ich ha­be bis jetzt ein­fach Glück ge­habt und noch ge­sun­de Pflan­zen.“

Für die Zu­kunft hat sich Mag­da­le­na Schwarz aber schon in­for­miert und weiß, dass sie für den Fall der Fäl­le Al­gen­kalk ge­gen den Pilz und die Rau­pen des Züns­lers streu­en wird. Der­zeit wird das na­tür­li­che Pul­ver un­ter Gar­ten­freun­den als Wun­der­mit­tel ge­han­delt. Da es ne­ben­bei den Bo­den ver­bes­sert, wä­re es zu­min­dest ei­nen Ver­such wert. Die en­ga­gier­te Gärt­ne­rin ist je­den­falls op­ti­mis­tisch, dass der Buchs ihr er­hal­ten bleibt: Sie hat so­gar ei­nen Kno­ten­gar­ten neu an­ge­pflanzt – und das ob­wohl sie schon heu­te gut mit dem Klas­si­ker in

Grün be­schäf­tigt ist: Sa­gen­haf­te 50 Ku­geln und rund 60 Me­ter Buchs­he­cke hält sie Jahr für Jahr in Form. Zu­min­dest die letz­ten Me­ter der He­cke fal­len dann selbst ei­ner pas­sio­nier­ten Gar­ten­freun­din schwer, auch wenn der vi­ta­le Buchs ei­gent­lich ein Grund zur Freu­de ist.

Gut be­schäf­tigt ist sie nicht nur in Sa­chen Buchs. Wann im­mer sie sich im Gar­ten ei­ne Pau­se gönnt, dau­ert es nicht lan­ge, bis sie auf­steht, weil ih­re Au­gen et­was ent­deckt ha­ben, das sie er­le­di­gen möch­te. Zum Bei­spiel, dass die Ro­se ‘Con­stan­ce Spry’ am Pa­vil­lon fest­ge­bun­den wer­den muss: „Das ist üb­ri­gens ei­ne der we­ni­gen Ar­bei­ten, die ich nicht ger­ne ma­che“, er­zählt sie. Falls es mög­lich ist, lässt sie sich von der Na­tur hel­fen: Pa­tago­ni­sches Ei­sen­kraut und Kö­nigs­ker­zen sä­en sich selbst aus und er­spa­ren das Vor­zie­hen in Saatscha­len. Wo die Säm­lin­ge stö­ren, wer­den sie ge­jä­tet oder um­ge­pflanzt. Kei­ne Fra­ge, die Na­tur prägt den Ta­ges­ab­lauf von Mag­da­le­na Schwarz, die sich ein Le­ben oh­ne Gar­ten gar nicht vor­stel­len möch­te. Da­bei wird ihr auch im Win­ter nicht lang­wei­lig. „Al­lei­ne mit der Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on bin ich ei­ne gan­ze Wo­che be­schäf­tigt.“Al­les, was sie für ih­re Krän­ze und den Schmuck braucht, fin­det sie drau­ßen im Gar­ten.

Aus­ran­giert und doch se­hens­wert: Al­te First­zie­gel und Milch­schöp­fer wer­den mit Haus­wurz, Ha­ge­but­ten und Lam­pion­blu­men in Sze­ne ge­setzt.

Frucht­spa­lierTo­ma­ten wach­sen hier an Holz­stan­gen. Sie sind ro­bust und pas­sen op­tisch gut zu ei­nem Landgarten.

Zu TischAl­te Din­ge kom­men im­mer wie­der zu De­ko-Eh­ren. Hier wächst die Haus­wurz be­glei­tet von Sup­pen­kel­len. Sor­ten-Lieb­lin­ge TO­MA­TEN Mag­da­le­na Schwarz zieht ih­re To­ma­ten oh­ne Dach oder Ge­wächs­haus groß und hat gu­te Er­fah­run­gen mit fol­gen­den Sor­ten ge­macht: ‘Spar­ta’ (klas­si­sche, run­de To­ma­te), ‘Cu­pi­do’ (Dat­tel-To­ma­te), ‘Och­sen­herz’ (Fleisch­toma­te).

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