Bo­ris Pal­mer spielt er­neut „Hilfs­she­riff“

Geislinger Zeitung - - Südwestumschau - Sg

Nach dem nächt­li­chen Streit mit ei­nem Stu­den­ten knöpft sich der Tü­bin­ger OB die­ses Mal Ver­kehrs­sün­der vor.

Tübingen.

Der Tü­bin­ger OB Bo­ris Pal­mer (Grü­ne) macht er­neut Schlag­zei­len – als „Hilfs­she­riff im Ein­satz“. Un­ter der Über­schrift be­schreibt er auf Face­book ei­ne Be­ge­ben­heit: Kurz nach Di­enst­schluss um 23 Uhr, nach der Ge­mein­de­rats­sit­zung, sei ihm auf dem Heim­weg ein Au­to auf­ge­fal­len, das mit lau­fen­dem Mo­tor auf dem Geh­weg stand. „In sol­chen Si­tua­tio­nen hat mein Va­ter ein­fach den Schlüs­sel ab­ge­zo­gen und mit­ge­nom­men“, schreibt Pal­mer. Als zwei jun­ge Män­ner zum Wa­gen zu­rück­kehr­ten, ha­be er sie freund­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sie künf­tig den Mo­tor aus­ma­chen sol­len. Die Män­ner hät­ten kei­ne Ein­sicht ge­zeigt, son­dern höh­nisch ge­lacht.

„Was tue ich al­so? Ein Fo­to vom Num­mern­schild und An­zei­ge. Hal­ten auf dem Geh­weg an der Bus­hal­te­tel­le im ab­so­lu­ten Hal­te- ver­bot und Ver­stoß ge­gen das Ver­bot, den Mo­tor un­nö­tig lau­fen zu las­sen“, schreibt Pal­mer wei­ter. „Ist mir völ­lig egal, ob das je­mand spie­ßig fin­det. So geht es ein­fach nicht.“Kürz­lich war Pal­mer mit ei­nem Stu­den­ten an­ein­an­der­ge­ra­ten. Der OB lei­te­te ein Buß­geld­ver­fah­ren ein, die Be­glei­te­rin des Stu­den­ten zeig­te Pal­mer we­gen Nö­ti­gung an. Pal­mer hat schon mehr­fach Falsch­par­ker an­ge­zeigt und Rad­ler in der Fuß­gän­ger­zo­ne an­ge­hal­ten. Für ihn ist es selbst­ver­ständ­lich, das Recht auf Ein­schrei­ten aus­zu­üben.

Fo­to: dpa

Spie­ßig oder nicht: „So geht es ein­fach nicht“, sagt Pal­mer.

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