Groß-Raz­zia ge­gen Po­len-Böl­ler

Geislinger Zeitung - - Blick In Die Welt - Dpa

Köln.

Bei ei­ner Raz­zia ge­gen den il­le­ga­len Han­del mit ge­fähr­li­chen Böl­lern ha­ben 500 Zoll­fahn­der 57 Men­schen fest­ge­nom­men – al­le­samt End­kun­den. 53 Woh­nun­gen und Spreng­stoff­la­ger sei­en al­lein in Deutsch­land durch­sucht wor­den, mel­det die Staats­an­walt­schaft Köln. 74 Pa­ke­te mit ge­fähr­li­chen Böl­lern auf dem Weg zu Käu­fern wur­den bei Pa­ket­dienst­leis­tern ab­ge­fan­gen. Der In­halt sei „ab­so­lut le­bens­ge­fähr­lich“, hieß es: „Die Käu­fer wis­sen gar nicht, wor­auf sie da sit­zen.“

Par­al­lel gab es Ak­tio­nen in den Nie­der­lan­den und Po­len. Aus­gangs­punkt soll ein On­li­ne­shop für Py­ro­tech­nik in Po­len sein, der Feu­er­werks­kör­per oh­ne die nö­ti­ge Er­laub­nis ver­trieb.

In Bad Ber­le­burg (Nord­rhein-West­fa­len) muss­ten sie­ben Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser eva­ku­iert wer­den, weil in ei­nem Haus ge­fähr­li­cher Spreng­stoff ge­fun­den wur­de, der nicht ab­trans­por­tiert wer­den konn­te. Er wur­de vor Ort ge­sprengt. Ins­ge­samt wur­den deutsch­land­weit 27 000 Feu­er­werks­kör­per mit 315 Ki­lo Spreng­stoff­mas­se si­cher­ge­stellt. Sie fie­len teils in die höchs­ten Ge­fah­ren­klas­sen des Spreng­stoff­ge­set­zes. Teils fand man auch Stich- und Schuss­waf­fen so­wie Dro­gen.

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