Geislinger Zeitung

Aus Liedern werden zauberhae Geschichte­n

- Von Julia Hagmeyer

Die Amadeus-Singschule unter der Leitung von Christel Wittmann zeigt in der Geislinger Jahnhalle bei ihrem Jahreskonz­ert mit Chorwerken, Duetten und Solisten alle Facetten. Neben den Sängern überzeugen auch zwei junge Cellistinn­en.

Die Amadeus-Singschule unter der Leitung Christel Wittmanns zeigt in der Geislinger Jahnhalle mit Chorwerken, Duetten und Solisten alle Facetten.

Das Jahreskonz­ert der Amadeus-Singschule unter der Leitung von Christel Wittmann zeigte einmal mehr, für welch musikalisc­he Klasse die Singschule steht. In dem über zweistündi­gen Konzert zeigten alle Mitglieder ihr Können im breit gefächerte­n Repertoire.

Die elf Kinder des Vorchores begannen das Konzert mit einer Reihe von Schlaf- und Abendliede­rn. Zwei davon, „Die Blümelein, sie schlafen“und „Guten Abend, gut Nacht“sind von Johannes Brahms vertont – die Beschäftig­ung mit den Werken berühmter Komponiste­n beginnt in der Singschule von klein an. Allen Liedern ist gemein, dass sie mit zauberhaft­en Bildern kleine Geschichte­n erzählen – hier kommt ein Sandmännch­en geschliche­n, dort kann im Traum das Paradies gesehen werden. „Kein schöner Land“schloss diesen Teil ab.

Zwei Duette von Antonin Dvorák – „Fliege, Vöglein“und

„Die Taube auf dem Ahorn“stellten einen Höhepunkt des Konzerts dar. Die 23 Sängerinne­n des Hauptchore­s erarbeitet­en sich diese komplexen Duette im vergangene­n Jahr neu und bezauberte­n das Publikum mit gefühlvoll­en, jedoch dennoch dynamische­n Wechseln zwischen piano und forte. Musik abseits des Gesangs boten Farah Grennerth und Aurelia Baur dar. Beide Mädchen spielen Cello und beide haben, jede in ihrer Altersklas­se, einen 1. Preis beim diesjährig­en „Jugend musiziert“-Wettbewerb der Region gewonnen.

Solisten und Solisten-Ensembles der Singschule bildeten einen weiteren Schwerpunk­t des Konzertes. Katharina Strehle und Tina Arnold sangen zwei Duette von Felix Mendelssoh­n-Bartholdy „Abschiedsl­ied der Zugvögel“und „Ich wollt, meine Lieb‘ ergösse sich“. Die Stimmfarbe­n der jungen Frauen harmoniere­n wunderbar in den beiden romantisch­en Stücken. Johanna Bohnstenge­l,

die nach ihrer Ausbildung in der Singschule nun im dritten Semester Gesang studiert, zeigte mit zwei Arien von Wolfgang Amadeus Mozart ihre Entwicklun­g. Mit Sicherheit und weiter wachsender Souveränit­ät in Stimme und Ausdruck sang sie „Ach ich fühl’s, es ist verschwund­en“aus der „Zauberflöt­e“und „S’altro che lacrime“aus „La Clemenza die Tito“.

Komplettie­rt wurde das fein konzipiert­e Programm mit weiteren Partien für den Hauptchor. Passend für die Zeit ist „Freude, schöner Götterfunk­en“von Ludwig van Beethoven auch als Europahymn­e, die der Chor ohne Begleitung klar und schnörkell­os bezaubernd sang. Osteuropäi­sch inspiriert waren die beiden mehrstimmi­gen Volksliede­r „Es saß ein klein wild Vögelein“und „Zogen einst fünf wilde Schwäne“. Der Chor sang hier präzise und stimmig besetzt vier- und fünfstimmi­g. Das Terzett der Engel aus dem Oratorium „Elias“von Felix Mendelssoh­n-Bartholdy „Hebe deine Augen auf“kündete am Ende des Konzertes von großer Hoªnung und Vertrauen, der Chor sang mit großer Spannung und fein intoniert.

Traditione­ll schließt dieses Konzert mit „Der Maulbeeren­busch“, dem Tanzlied von Gunter Erdmann.

Der Chor sang klar und schnörkell­os bezaubernd.

 ?? Foto: Rainer Lauschke ?? Der von Christel Wittmann (am Klavier) geleitete Kinderchor, die Amadeus-Singschule, beim Konzert am Sonntagabe­nd in der Geislinger Jahnhalle.
Foto: Rainer Lauschke Der von Christel Wittmann (am Klavier) geleitete Kinderchor, die Amadeus-Singschule, beim Konzert am Sonntagabe­nd in der Geislinger Jahnhalle.

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