Geislinger Zeitung

SPD will Amt des Ostbeauftr­agten aufwerten

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Kurz nach dem Rauswurf

des Ostbeauftr­agten Christian Hirte will die SPD das Amt aufwerten. „Mit Blick auf die Bedeutung des Themas halten wir es als SPD-Landesgrup­pe Ost für erforderli­ch, das Büro im Kanzleramt zu etablieren“, sagte Frank Junge, der Vorsitzend­ende der Gruppe, dieser Zeitung. Bislang gehört der Posten zum Wirtschaft­sministeri­um von Peter Altmaier (CDU).

Wer Hirte nachfolgt,

blieb jedoch auch am Montag offen. Junge betonte, dass das Vorschlags­recht bei der CDU liegt. Auch Martin

Dulig, der Ostbeauftr­agte der SPD, wollte sich auf keine Personalde­batte einlassen. Beide sprachen sich jedoch klar gegen eine Abschaffun­g des Amtes aus. „Leider ist die deutsche Politik auch 30 Jahre nach der Wiedervere­inigung insgesamt noch sehr westdeutsc­h geprägt“, sagte Dulig. „Deshalb ist es richtig und wichtig, dass an höchster politische­r Stelle ein solches Amt existiert.“

Die Entlassung

Hirtes durch Kanzlerin Angela Merkel hält Dulig nicht nur wegen dessen Glückwunsc­h an den Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich für richtig. „Wer es als ‚herumjamme­rn’ abtut, wenn man eine Grundrente fordert, die besonders vielen Ostdeutsch­en zugute kommt, der interessie­rt sich nicht wirklich für das Wohl der Menschen“, sagte Dulig mit Blick auf Äußerungen Hirtes.

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Der gerade entlassene Ostbeauftr­agte Christian Hirte.

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