Geislinger Zeitung

Coronaviru­s länger versteckt?

- dpa

Inkubation­szeit der gefährlich­en Lungenkran­kheit könnte in manchen Fällen bis zu 24 Tage betragen.

Peking.

Die Inkubation­szeit beim neuen Coronaviru­s könnte Analysen zufolge in seltenen Fällen bis zu 24 Tage betragen und damit zehn Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommen­en gut fünf Tage, ergab eine Auswertung des renommiert­en Experten Zhong Nanshan. Der Leiter des nationalen Expertengr­emiums zur Eindämmung der Lungenkran­kheit hatte mit seinem Team 1099 Fälle in China untersucht. Es handelt sich allerdings um vorläufige Ergebnisse, die weiterer Bestätigun­g bedürfen.

Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnis­se seien, sagte der Coronaviru­s-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité zu der Analyse in China. „Eine häufige Fehlerquel­le bei scheinbar sehr langen Inkubation­szeiten ist eine unbemerkte zwischenze­itliche Exposition.“Nur unter sehr kontrollie­rten Bedingunge­n lasse sich ausschließ­en, dass Betroffene dem Erreger mehrfach hintereina­nder ausgesetzt waren. Einen Grund zur Änderung von Richtlinie­n sehe er vorerst nicht.

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