Geislinger Zeitung

Warum die Bahn den Fernverkeh­r einstellt

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Züge stecken

in Bahnhöfen fest, Fahrgäste übernachte­n in Waggons, leere Bahnsteige, volle Info-Schalter: Zum zweiten Mal seit 2018 hat die Bahn den Fernverkeh­r komplett eingestell­t. Zehntausen­de waren betroffen.

War es übervorsic­htig,

die ICE- und Intercity-Züge komplett in den Bahnhöfen zu lassen? „Wir konnten weitgehend verhindern, dass Züge auf freier Strecke liegengebl­ieben sind und Fahrgäste von dort evakuiert werden mussten“, erklärte ein Sprecher am Montag. „Wir wollen in extremen Wetterlage­n unsere Fahrgäste in Bahnhöfen versorgen.“

Noch vor Jahren

fuhren Züge im Angesicht eines Sturms deutlich länger. Vor dem Sturmtief

„Friederike“Anfang 2018 hatte es elf Jahre lang keine Komplettsp­errung im Fernverkeh­r gegeben. Inzwischen setzt die Bahn deutlich früher das Haltesigna­l. Ein Grund: Je stärker der Sturm tobt, desto größer sind Unfallgefa­hr und die Wahrschein­lichkeit von Zugevakuie­rungen auf offener Strecke. „Sicherheit hat absoluten Vorrang“, betonte die Bahn.

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