Geislinger Zeitung

Dürnau macht mit beim E-Car-Projekt

- Inge Czemmel

Auch die Gemeinde beteiligt sich an der öffentlich­en Car-Sharing-Struktur im Landkreis.

Dürnau.

„Deer“heißt auf deutsch Hirsch“, verriet der Mitarbeite­r der Deer GmbH, einem Tochterunt­ernehmen der Stadtwerke Calw, das derzeit in den Gemeinden für ein Projekt wirbt, das Chancen für ein flächendec­kendes Car-Sharing-Angebot im Voralbraum und im Landkreis bietet. Einige Gemeinden sind schon auf den Hirsch aufgesprun­gen, und auch der Dürnauer Gemeindera­t beschloss in jüngster Sitzung den Einstieg in die E-Mobilität und die Beteiligun­g an dem Fördermode­ll einer öffentlich­en E-Carsharing-Struktur im Voralbraum.

„Wir müssen als Kommune auch Vorreiter sein“, waren sich die Gemeindeve­rtreter einig. Zunächst soll die Infrastruk­tur geschaffen werden. Dazu gehört die Installati­on einer Doppellade­säule auf dem Parkplatz des Dürnauer Schlosshof­es. Ein Anschluss ist für die öffentlich­e Nutzung vorgesehen, der andere für ein E-Auto, das vom Betreiber Deer zur Verfügung gestellte E-Auto, das dann künftig von jedermann gegen Gebühr gebucht und genutzt werden kann.

Von den Aufwendung­en von etwa 15 000 Euro, die für die Ladesäulen auf die Gemeinde zukommen, gibt es einen 50-prozentige­n Zuschuss und sie bleiben der Gemeinde auch dann erhalten, wenn das Car-Sharingpro­jekt scheitern sollte.

Zwei Entscheidu­ngen im Zusammenha­ng mit dem Projekt wurden auf die nächste Sitzung vertagt. Die Räte wollen noch darüber nachdenken, ob ein Renault Zoe, ein BMWi3 oder ein VW e-Golf im Schlosshof auf Nutzer wartet. Auch das Thema „Ankermiete“soll noch überdacht werden. Dem Betreiber schwebt vor, dass die Gemeinde gegen eine solche das Fahrzeug in zwei bis drei Tagen in der Woche selbst nutzt. Bürgermeis­ter Markus Wagner stellte klar, dass er dafür in Dürnau keine Notwendigk­eit sehe und dass eine Ankermiete seitens der Gemeinde nicht verpflicht­end sei. Der Mitarbeite­r der Deer erklärte jedoch, dass die Ankermiete nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für andere Institutio­nen, wie beispielsw­eise Pflegedien­ste oder Hotels infrage käme.

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Am Dürnauer Schlosshof soll eine E-Ladesäule installier­t werden.

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