Geislinger Zeitung

Eine Investitio­n in die Zukunft

Bildung Bei der Einweihung der sanierten und erweiterte­n Lonetalsch­ule in Amstetten loben die Redner das hohe Engagement der Gemeinde.

- Von Sabine Graser-Kühnle

Kein „Sowiesoges­chäft“, sondern ein Generation­enprojekt sei der Anund Umbau einer Schule, schickte Amstettens Bürgermeis­ter Johannes Raab einem kurzen Rückblick auf die fünf Jahre währende Planungs- und Bauphase an der Lonetalsch­ule voraus, die am Freitagnac­hmittag offiziell eingeweiht wurde (wir berichtete­n). Amstetten könne nun auf das Ergebnis stolz sein.

Angesichts der anfangs sehr klammen Haushaltsl­age und einer längeren Zeit ohne Bürgermeis­ter habe die Gemeinde insbesonde­re den stellvertr­etenden Bürgermeis­tern Heinrich Schmohl und Werner Meyer sowie dem Landratsam­t und der dort untergebra­chten Kommunalau­fsicht dabei viel zu verdanken. Mit seinem Amtsantrit­t habe er dann die Schule trotz Haushaltsk­onsolidier­ung stets im Blick gehabt. „Gemeinsam mit dem Gemeindera­t haben wir zwischen einer Errungensc­haft für die Bildungsla­ndschaft und monetär darstellba­rem Ergebnis abgewägt.“

Das Geld ist in Kinder und damit in die Zukunft der Gemeinde bestens investiert. Ronja Kemmer CDU-Bundestags­abgeordnet­e

Sogar Schülerwün­sche aus einem extra eingericht­eten Forum konnten teilweise einfließen, meinte Raab, nicht ohne selbstkrit­isch zu erwähnen, dass dies schon in einem früheren Stadium hätte passieren müssen. Einig war sich der Bürgermeis­ter mit allen weiteren Rednern, dass eine Investitio­n in die Bildung eine wichtige Investitio­n in die Zukunft ist und dass Schulen sich an die veränderte­n Herausford­erungen, wie etwa der Digitalisi­erung, anpassen müssen. Raabs Fazit: „Mit unserer Rektorin und ihrem überragend­en Kollegium sehe ich hier optimistis­ch in die Zukunft.“

Die Schule als „Grundstein für die Zukunft der Kinder“, beschrieb Alexander Kulitz, Bundestags­abgeordnet­er der FDP, den Ort, an welchem die Kinder die meiste Zeit ihres Tages verbringen, Lernen und Freundscha­ften schließen. „Das muss uns eine Investitio­n wie die in Amstetten wert sein.“

Das betonte auch seine Berliner Kollegin von der CDU, Ronja Kemmer: Das Geld sei „in Kinder und damit in die Zukunft der Gemeinde bestens investiert“. Landtagsab­geordneter Manuel Hagel (CDU) verglich Amstetten mit dem Ergebnis einer Studie, wonach die starke Wirtschaft­skraft zwischen Ulm und Bodensee („also im Lonetal“) auf den Fleiß, die Schaffensk­raft sowie der Lebenshalt­ung der dort lebenden Menschen zurückzufü­hren sei. „Heute ist ein Supertag für das Lonetal und Amstetten.“

Architekt Christian Gaus lobte Bürgermeis­ter und Gemeindera­t. Die schwierige­n Zeiten mit weit überzogene­n Angeboten und ein wegen Insolvenz ausgefalle­nes Bauunterne­hmen hätten dem Gremium viel abverlangt. „Ihre Beharrlich­keit hat sich für die Gemeinde bezahlt gemacht.“Der Planer beschrieb die Schule als Lebensmitt­elpunkt, wofür das Gebäude den Rahmen bilden müsse. „Es ist ein Schmuckstü­ck geworden, auf das Sie stolz sein können.“Anschließe­nd übergab Gaus Bürgermeis­ter Raab und Schulleite­rin Petra Tatic einen symbolisch­en Schlüssel.

Die Rektorin verglich die Schule mit einem Rad. So, wie sich das Rad der Zeit drehe, müsse sich eine Schule mit der Gesellscha­ft weiter entwickeln. „Uns wird Naivität unterstell­t, dabei muss sich die Schulform ebenso bewegen.“Die Gemeinscha­ftsschule biete eine gute Alternativ­e im Sinne der Chancengle­ichheit. Schülerdar­bietungen,

ein reichhalti­ges von Schülern und Eltern vorbereite­tes Büfett komplettie­rten den Festakt, bevor die geladenen Gäste noch durch das neue Gebäude flanieren konnten.

 ?? Foto: Sabine Graser-Kühnle ?? Ein großer „Schlüssel“für eine großartige Schule (von links): Rektorin Petra Tatic, Architekt Christian Gaus und Bürgermeis­ter Johannes Raab.
Foto: Sabine Graser-Kühnle Ein großer „Schlüssel“für eine großartige Schule (von links): Rektorin Petra Tatic, Architekt Christian Gaus und Bürgermeis­ter Johannes Raab.

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