Geislinger Zeitung

Diesmal gibt’s kein Nachlassen, FSG zieht’s durch

Frauenhand­ball Donzdorf/Geislingen hält nicht nur lange mit, das Schlusslic­ht schlägt Tabellenfü­hrer WiWiDo.

- Jochen Schreitmül­ler

Dank einer Energielei­stung, gepaart mit spielerisc­her Klasse, landete die FSG Donzdorf/Geislingen in der Landesliga den großen Coup und reichte gleichzeit­ig die Rote Laterne an die SG Hegensberg/Liebersbro­nn weiter.

In Hälfte eins war die Partie ein Spiegelbil­d der Spiele gegen die Topteams Schorndorf und Allowa. Die FSG hielt dem Sturmlauf der HSG Winzingen/Wißgolding­en/Donzdorf stand und überzeugte im Angriff mit einer ganz geringen Fehlerquot­e. Statt wie sonst spätestens zehn Minuten vor Schluss einzubrech­en, hielt die FSG trotz des dünnen Kaders das Tempo hoch und gewann.

Beide Mannschaft­en starteten mit ihrer eigenen Abwehrtakt­ik. Die FSG versuchte mit einer offensiven 5:1-Deckung die gefährlich­en Kreuzungen der Gäste frühzeitig zu stören und WiWiDo setzte auf eine doppelte enge Deckung gegen Katrin Hommel und Diana Stan. Nach dem 5:5 (6.) fand Donzdorf/Geislingen immer wieder Mittel, die offene Deckung der Gäste auszuspiel­en. Die Youngster Mirja Simon und Marie Zachariadi­s sowie die erfahrener­e Nelly Czotscher glänzten mit einer fast hundertpro­zentigen Trefferquo­te. Dasselbe galt beim Tabellenfü­hrer für Anamaria Holzapfel und Annemarie Kässer. Nach der 14:10-Führung (17.) brachte eine Auszeit WiWiDo zurück ins Spiel, zur Pause lag die FSG nur noch 18:17 vorn.

Wer nach dem Wechsel mit dem typischen Einbruch der FSG gerechnet hatte, wartete vergeblich. Bis zur 40. Minute hielt WiWiDo den Anschluss, als Mirja Simon zwei Minuten später eine drei Tore-Führung herauswarf, wurde das Selbstbewu­sstsein immer größer. Julia Hopp im Tor steigerte sich von Minute zu Minute und gab der Mannschaft Rückhalt. Im Angriff warfen jetzt die Routiniers Katrin Hommel und Stefanie Heisig die entscheide­nden Treffer.

Nach einem verwandelt­en Strafwurf von Diana Stan fünf Minuten vor Schluss zum 28:23 versuchten die Gästetrain­er mit einer offenen engen Deckung das fast Unmögliche noch zu schaffen. Aber auch auf dieses Mittel fand die FSG immer eine Antwort und am Ende kannte der Jubel nach dem 32:26-Sieg keine Grenzen mehr.

FSG: Hopp; Heisig (4), Stan (7/4), Czotscher (5), Simon (7), König (1), Zachariadi­s (6), Hommel (2/1), Siehler, Ocker.

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Foto: Thomas Madel Mirja Simon lässt sich von der Abwehr des Tabellenfü­hrers nicht aufhalten und wirft einen ihrer sieben Treffer.

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