Le­arn

Gitarre & Bass - - News -

• In Zei­ten von Stress, Druck und men­ta­ler oder psy­cho­so­ma­ti­scher Krank­heit freut sich der Su­chen­de über je­de Hil­fe. Der Grün­der des le­gen­dä­ren Mu­sik­la­bels Def Jam, RUS­SEL SIMMONS, be­schreibt in sei­nem Buch ER­FOLG DURCH STIL­LE, wie er durch die Pra­xis der Me­di­ta­ti­on ge­sund und er­folg­reich ge­wor­den ist. Simmons hat im Lau­fe der Zeit sei­ne ei­ge­ne Me­di­ta­ti­ons­tech­nik ent­wi­ckelt, wel­che er hier in sei­nem Buch be­schreibt. Da­zu gibt er ei­ne Men­ge gu­ter Rat­schlä­ge für ei­ne bes­se­re Ge­sund­heit, mehr Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und ei­ne Be­ru­hi­gung des Ner­ven­sys­tems. Gu­tes Buch! [Iris­a­na Ver­lag, ISBN 978-424-15305-7, 208 Sei­ten, Preis € 16,99] ds

• Wer sei­ne Lie­ben an Weih­nach­ten mit ein paar auf der Gi­tar­re an­ge­stimm­ten Weih­nachts­lie­dern er­freu­en möch­te, der soll­te sich jetzt vor­be­rei­ten, und ein Buch wie die­ses stu­die­ren: DAS WEIH­NACHTS­BUCH FÜR ALT UND JUNG – XXL lie­fert das Ma­te­ri­al für 100 Weih­nachts­lie­der, ar­ran­giert für Gi­tar­re und Ge­sang. Das groß­for­ma­ti­ge Buch ist mit sei­ner Spi­ral­bin­dung sehr prak­tisch ge­stal­tet, wo­durch die auf­ge­schla­ge­ne Sei­te sich nicht von selbst ver­blät­tert. Die Song­be­ar­bei­tun­gen be­ste­hen aus den No­ten und Tex­ten für die Ge­s­angs­me­lo­die, und wer­den mit takt­ge­nau plat­zier­ten Ak­kord­sym­bo­len er­gänzt. Da­zu gibt es noch Schlag- und Zupf­mus­ter, und die Griff­dia­gram­me der ver­wen­de­ten Gi­tar­ren­ak­kor­de. All die­se In­for­ma­tio­nen sind in ei­ner an­ge­neh­men Grö­ße ab­ge­bil­det, da­mit das Spie­len nicht un­nö­tig an­stren­gend wird. Weih­nach­ten kann kom­men. [Schott Mu­sic ISBN 978-37957-1235-8, 165 Sei­ten, Preis € 19,50] ds

• Wer die Gi­tar­ren­per­for­mance an Weih­nach­ten et­was un­kon­ven­tio­nel­ler mag, für den sind die ROCKIN‘ – BLUE­SY – JAZZY CHRIST­MAS TU­NES ge­nau rich­tig. In al­len drei Song­bü­chern sind je 10 be­kann­te Weih­nachts­lie­der in den ent­spre­chen­den Sti­len ar­ran­giert. Ein jaz­zi­ges „ Jing­le Bell“, ein blue­si­ges „Ru­dolph, The Red-no­sed Rein­de­er“, oder ein ro­cki­ges „Al­le Jah­re wie­der“zu spie­len, ist mit Hi­fe die­ser Bü­cher nun kein Pro­blem mehr. Die ein­zel­nen Be­ar­bei­tun­gen be­inhal­ten die No­ten, Ak­kord­sym­bo­le und Ta­bu­la­tu­ren für die Rhyth­mus- und So­lo­gi­tar­ren, so­wie den Hin­weis dar­auf, wo man auf der bei­ge­leg­ten CD das ent­spre­chen­de Play­back bzw. Pla­ya­long fin­det. [Schott Mu­sic, Ro­cking Christ­mas Tu­nes ISBN 978-37957-4909-5, BLUE­SY Christ­mas Tu­nes ISBN 978-37957-4441-0, JAZZY Christ­mas Tu­nes ISBN 978-37957-4442-7, al­le mit CD, Preis je Buch € 17,50] ds n

cds• LORDS OF ALTAMONT: THE WILD SOUNDS OF LORDS OF ALTAMONT. Die Lords ro­cken wie die Höl­le als wär‘s 1969. Kra­chi­ge Drums, ein an­ge­zerr­ter Bas­sSound, blue­si­ge harsch ver­zerr­te Gi­tar­ren-riffs, Schwei­ne­or­gel oder rol­len­de Pia­no-li­ni­en ma­chen rich­tig Druck. Da­zu kommt Front­mann Ja­ke „The Pre­acher“Ca­va­lie­re, der mit viel Hall auf der Stim­me wie ei­ne Mi­schung aus Ali­ce Co­oper und Jo­ey Ra­mo­ne klingt. Ein­fach nur scharf sind die Gi­tar­ren-sounds zwi­schen sat­ter Zer­re, Fuz­zDis­tor­ti­on und Wah­wah. Kein Song län­ger als drei­ein­halb Mi­nu­ten, kei­ne Bal­la­den und kei­ne Fil­ler – statt­des­sen wird auf‘s Tem­po ge­drückt in ei­nem hef­ti­gen kom­pri­mier­ten Al­bum-sound. Die Wur­zeln – Sto­nes, Stoo­ges, Chuck Ber­ry und The Ra­mo­nes – sind alt, der Kult­fak­tor der L.a.-band bleibt auch nach über 15 Jah­ren dank Vin­ta­ge-in­stru­men­ten und den ob­li­ga­to­ri­schen Le­der­ja­cken hipp. Groß­ar­ti­ger zeit­lo­ser Rock & Roll, hilft so­fort bei Frü­her-war-al­les-bes­ser-an­fäl­len und „Mu­sik­ein­heits­brei-in-den-me­di­en“-schü­ben. am. • BAX­TER DURY: PRIN­CE OF TE­ARS. Dury? Yepp, Bax­ter ist der Sohn von Ian Dury (19422000), der mit sei­nen Blockheads und Hits wie ,Sex & Drugs & Rock & Roll‘ die eng­li­sche Mu­sik­land­schaft präg­te. Va­ter und Sohn tei­len die Vor­lie­be für ei­ne spar­sa­me In­stru­men­tie­rung und kla­re Ar­ran­ge­ments. Das heißt bei Bax­ter: re­pe­ti­ti­ve Bass-läu­fe über mi­ni­ma­len 4/4-Drum-beats, fun­ky Gi­tar­ren-licks/-riff, ein­gän­gi­ge Key­board-me­lo­di­en und ho­he Back­ground-chö­re. Letz­te­res ver­brei­tet – wie auch Strei­cher- Sounds – viel 70er- Jah­reDis­co-at­mo­sphä­re. Ganz im Kon­trast da­zu singt und spricht Dury im brei­ten Cock­ney-ak­zent mit ei­ner ex­trem läs­si­gen Phra­sie­rung und bleibt da­bei la­ko­nisch, iro­nisch und as­so­zia­tiv. Leb­haf­te­re Songs zei­gen auch Ska- oder Punk-wur­zeln. Letzt­lich be­ein­dru­ckend, wie hier ge­rin­gen Mit­teln viel Dra­ma­tik er­zeugt wird, wie et­wa die Groo­ves mit den sim­plen und den­noch pa­cken­den Bas­sLi­ni­en. Bax­ter Dury ist ein klas­se In­die-pop-al­bum ge­lun­gen, sehr bri­tisch, teils sper­rig und mit Re­mi­nis­zen­zen an die spä­ten 70er/frü­hen 80er. am • NIC CESTER: SU­GAR RUSH. Kaum zu glau­ben, dass hier der sel­be Mu­si­ker singt, der 2003 der Rock-welt ,Are You Gon­na Be My Girl‘ ent­ge­gen schmet­ter­te. Mit den aus­tra­li­schen Jet rock­te Nic Cester im Stil von The Kinks, The Who und AC/DC def­tig ab, 2012 wur­de das En­de des Tri­os ver­kün­det. Auf sei­nem So­lo­al­bum ver­bin­det er nun de­zen­te­ren Rock mit Soul und Blues-wur­zeln zu eher ge­tra­ge­nen Songs. Or­gel-sounds, Gi­tar­ren mit Fuzz-zer­re oder clea­ne Chor­ds mit viel Hall, Kla­vier und knar­zi­ge Bäs­se strah­len Vi­bes der Beat-ära bis zu 70erFunk/dis­co aus. Die­se At­mo­sphä­re ver­dankt die Mu­sik der ita­lie­ni­schen Re­tro-band Ca­li­bro 35, mit der das Al­bum ein­ge­spielt wur­de. Und da ist na­tür­lich die stets leicht an­ge­zerrt wir­ken­de Stim­me Ces­ters, die so­fort ein­nimmt. Tol­les und viel­schich­ti­ges Al­ter­na­ti­ve-al­bum. am • NO­EL GAL­LAG­HER’S HIGH FLY­ING BIRDS: WHO BUILT THE MOON? Das drit­te Al­bum des Oa­sis-gi­tar­ris­ten ist ein Er­eig­nis. Es geht mo­nu­men­tal los, mit ei­nem fet­ten Gi­tar­ren-loop, über das sich be­droh­lich Flug­ge­räu­sche von Dü­sen­jets le­gen, ein fet­ter Drum­beat und bom­bas­ti­sche Key­boards plus ver­hall­te Ge­s­angs­fet­zen und Ge­räu­sche schich­ten sich auf zur Klang­col­la­ge ,Fort Kn­ox‘. Das In­tro von ,Ho­ly Moun­tain‘ er­in­nert kurz an Bri­an Fer­rys ,Let‘s Stick To­ge­ther‘ um dann ge­ra­de­aus ab­zu­ro­cken in ei­nem opu­len­ten Sound. Mit trei­ben­den Vier­tel-schlä­gen auf der Bass­drum plus Blä­sern has­tet das sou­li­ge ,Keep On Re­aching‘ nach vor­ne. Ein­fach nur klas­se kommt der hyp­no­tisch-blue­si­ge Groo­ve in ,Be Ca­re­ful What You Wish For‘. Viel Re­verb und an­schwel­len­de Klän­ge er­schaf­fen psy­che­de­li­sche Wei­te. Das stram­me ,Black & Whi­te Sunshi­ne‘ geht als klas­si­scher Gal­lag­her-song durch, mit coo­len Pi­cking-parts in der Stro­phe und bom­bas­tisch im Re­frain. Den Ge­gen­pol bil­det das in­stru­men­ta­le ,In­ter­lu­de (Wed­nes­day Part 1)‘, das ei­ne ge­zupf­te Akus­tik­gi­tar­re nach und nach mit elek­tro­ni­schen Sounds ver­webt, was ei­ne Stim­mung er­zeugt, wie man sie et­wa von Air kennt. Fast schon kit­schig wirkt ,If Love Is The Law‘ mit sei­ner Six­ties-mä­ßi­gen schla­ger­ar­ti­gen Me­lo­die, den Strei­chern und der Folk-harp, die wie die Gi­tar­re von John­ny Marr ge­spielt wird. Ei­ne Ent­de­ckung ist der epi­sche Ti­tel­track, der lang­sam nach vor­ne treibt und in dem ver­schwur­bel­te Elec­tro­ni­ca-sounds vie­le Stim­mun­gen er­zeu­gen. Schließ­lich gibt‘s doch noch das ru­hi­ge akus­ti­sche ,De­ad In The Wa­ter‘, das be­ein­dru­ckend zeigt, wel­che Dra­ma­tik und Dy­na­mik ei­ne Stim­me, Akus­tik­gi­tar­re und Kla­vier pro­du­zie­ren kön­nen. Trotz al­ler ge­nann­ter Re­fe­ren­zen: Nach wie vor tra­gen Gal­lag­hers Song ei­ne ei­ge­ne Hand­schrift mit Hang zu me­lo­di­schen und hym­ni­schen Songs, wie man dies seit den Ta­gen mit Hits wie ,Won­der­wall‘ kennt. Je­doch hat No­el das Thema Groo­ve und Elec­tro­ni­ca für sich neu ent­deckt – dies wohl dank Pro­du­zent Da­vid Hol­mes. Das kraft­vol­le Al­bum bie­tet bes­te Brit­pop-un­ter­hal­tung. am • THE DREAM SYNDICATE: HOW DID I FIND MYSELF HE­RE? Die seit den 80ern weg­wei­sen­de In­die-band aus L.A. prä­sen­tiert nach 13- jäh­ri­ger Pau­se ein span­nen­des Al­bum. Schram­mel­gi­tar­ren, So­li in ner­ven­der Ver­zer­rung und der teils ma­ni­sche Ste­ve Wynn am Mi­kro er­ge­ben über strai­gh­ten Beats ei­nen knal­len­de Mi­schung. Me­lo­die und Ein­gän­gig­keit wer­den ger­ne durch Feed­back-noi­se kon­tras­tiert, und ge­le­gent­lich bricht bei voll­kom­men hall­über­la­de­nen Gi­tar­ren-fills der Ton gera­de­zu ab. Schar­fer Al­ter­na­ti­ve-rock-‘n‘Roll, der wie ei­ne Mi­schung aus Vel­vet Un­der­ground, So­nic Youth und Neil Young klingt. am • ELECTRIC EYE: FROM THE POISONOUS TREE. Die nor­we­gi­sche Band spielt ei­ne vir­tuo­se Mi­schung aus Prog- und Krau­t­rock. Ein ir­gend­wie ent­rück­ter Ge­sang wird von ei­nem Groo­ve-tep­pich aus dy­na­mi­schen Drums und Bäs­sen, Ham­mond-or­gel, Key­boards oder har­schen Fuzz-gi­tar­ren ge­tra­gen. Dann fin­den auch Si­tar, Per­cus­sions und Elec­tro­ni­ca ih­ren Weg in die­se hyp­no­ti­sche Mu­sik. Das at­met den Geist von Pink Floyd, den 80er-go­thro­ckern The Mis­si­on bis hin zu mo­der­ne­rem Post­rock. Ein sehr kom­pak­tes und düs­te­res Al­bum mit vie­len über­ra­schen­den Zwi­schen­tö­nen und teils opu­len­ten ci­ne­as­ti­schen Qua­li­tä­ten. am • ST­AN­LEY TURRENTINE - GRANT GRE­EN QUINTET: COMPLETE RECORDINGS. Die 2CD ver­eint die re­mas­ter­ten Al­ben , Z. T.‘ s Blues‘, ,Up At Min­ton’s Vol.1‘ und ,Up At Min­ton’s Vol.2‘ (al­le 1961) der bei­den Jazz-gi­gan­ten, hin­zu kom­men drei Bo­nus­tracks oh­ne Gre­en. Te­nor­sa­xo­pho­nist Turrentine (1934-2000) und Gi­tar­rist Gre­en (1935-1979) kann man hier er­le­ben mit zum ei­nen Tom­my Fla­na­gan (p), Paul Cham­bers (b) und Art Tay­lor (dr) und zum an­de­ren mit Hor­a­ce Par­lan (p), Ge­or­ge Tu­cker (b) und Al Har­wood (dr). Ge­gen die Im­pul­si­vi­tät von Turrentine setzt Gre­en kna­cki­ge und schnel­le Li­ni­en, in de­nen er los­legt, kur­ze Pau­sen macht, nur um dann re­gel­recht An­lauf zu neh­men für die nächs­te Phra­se. Und der Mann hat­te wirk­lich den Swing in den Fin­gern, ein groß­ar­ti­ger So­list mit ei­ge­nem Ti­ming und ei­nem dy­na­mi­schen Sound, den er mit ei­ner Gib­son ES-330 pro­du­zier­te, ei­nem volla­kus­ti­schen Thin­li­ne-mo­dell mit P90Sing­le­coil-ton­ab­neh­mern. Tol­le Auf­nah­men, die zum güns­ti­gen

Kurs zu ha­ben sind, al­ler­dings um den Preis, dass die Ein­heit der drei Ori­gi­na­l­al­ben hier nicht mehr vor­han­den ist. Ein 16-sei­ti­ges Book­let ent­hält im­mer­hin die ur­sprüng­li­chen Li­ner No­tes. am • THE SILVERETTES: TALK DIR­TY. Hier passt al­les zu­sam­men: Mu­sik, Art­work, Lo­go und 50erJah­re-out­fit. Ira, Ja­ne und Ni­na sin­gen, be­glei­tet von An­dy Bach (g), Chris­toph Her­der (b) und Bern­hard Weichin­ger (dr) und den Blä­sern des Ba­tol­ba Orche­s­tras schar­fen Ro­cka­bil­ly. Al­ler­dings mit zeit­ge­mä­ßer No­te, wie gleich zu Be­ginn das trei­ben­de ,Dir­ty Talk‘ zeigt. Der hyp­no­ti­sche Beat ver­dich­tet sich durch für das Gen­re hef­ti­ger ver­zerr­te Gi­tar­ren und elek­tro­ni­sche Zwi­schen­tö­ne. In ,Ship­wre­cked‘ wird lo­cker ges­wingt, da­zu strahlt die Num­mer wie auch ,Bet­ter Than That‘ oder die Ver­si­on von Sam Spar­ros , Black And Gold ‘ viel Pop-ap­peal aus. Klas­si­scher wird mit ,Chi­cken‘ in Rich­tung Stray Cats ab­ge­rockt. Und auch ,Kiss Kiss Kiss‘ geht im schnel­len ,Mys­te­ry Train‘-tem­po und mit An­lei­hen bei El­vis-gi­tar­rist Scot­ty Moo­re so rich­tig nach vor­ne. Die kna­cki­gen Gi­tar­ren des Al­bums kom­men üb­ri­gens auch von Co-pro­du­zent Adria­no Ba­tol­ba. Im­mer be­ein­dru­ckend ist der fan­tas­ti­sche drei­stim­mi­ge Ge­sang der Silverettes, der zum Ab­schluss in der schö­nen Bal­la­de ,Hey Hey Hey‘ , ver­stärkt von Strei­chern und Pia­no, wirk­lich be­rührt. Tol­les Al­bum. am • WHITESNAKE: 1987 – 30TH ANNIVERSARY EDI­TI­ON. Vor 30 Jah­ren un­ter­zog Front­mann Da­vid Co­ver­da­le den blue­si­gen Hard­rock sei­ne Band Whitesnake ei­nem grund­sätz­li­chen Update. Mit den neu­en Gi­tar­ris­ten John Sy­kes und Adri­an Van­den­berg (der üb­ri­gens ver­let­zungs- be­dingt im Stu­dio nicht mit­spie­len konn­te, aber am Song­wri­ting be­tei­ligt war) klang al­les mo­der­ner. Auch Bass, Drums und Key­boards wur­den fett auf­ge­motzt, wo­mit das Al­bum zu ei­nem Klas­si­ker des 80er- Jah­re- Me­tals avan­cier­te. Die Hits hie­ßen , Still Of The Night‘ und das neu­auf­ge­leg­te ,He­re I Go Again‘. Zum Ju­bi­lä­um kommt das Al­bum in re­mas­ter­ter Form im schi­cken Di­gi­pak. Dar­in steckt auch , Sna­kes­kin Boots‘, ei­ne Samm­lung von Live- Mit­schnit­ten der Jah­re ‘ 87/‘ 88, bei de­nen ne­ben Van­den­berg mit dem da­ma­li­gen Neu­ling Vi­vi­an Camp­bell ( Ex- Dio) ein wei­te­rer Gi­tar­ren­vir­tuo­se zu hö­ren ist. Das Band- Ka­rus­sell ro­tier­te da­mals sehr schnell und oft, wie man im bei­lie­gen­den Book­let nach­le­sen kann. Ei­ne schö­ne Neu­auf­la­ge, für Fans gibt es sie auch als 4CD/ DVD- Ver­si­on, als Dop­pel- LP oder für Be­gin­ner als Ein­zel- CD. am • STONE TEMP­LE PILOTS: CO­RE 25TH ANNIVERSARY EDI­TI­ON. Und noch ein Ju­bi­lä­um ei­nes gro­ßen Rock-al­bums, al­ler­dings aus den 90er-jah­ren, als die Mu­si­ker ge­nug hat­ten von Sta­di­on­rock, Dau­er­wel­len und haut­engen Spandex­ho­sen. Auch die Ka­li­for­ni­er gin­gen auf ih­rem De­büt ,Co­re‘ neue We­ge, klan­gen groo­vi­ger, die Riffs knall­ten an­ders und Scott Wei­land war mit sei­ner en­er­gi­schen Stim­me ei­ner der her­aus­ra­gen­den Front­män­ner des Jahr­zehnts. Songs wie ,Sex Ty­pe Thing‘ oder das bom­bas­ti­sche ,Plush‘ kann man sich jetzt in re­mas­ter­ter Form ge­ben. Die zwei­te CD ,De­mos & B-si­des‘ bie­tet bis­lang un­ver­öf­fent­lich­tes Ma­te­ri­al, das ei­nen Ein­blick in die Ent­ste­hung die­ses Mei­len­steins (s. G&B 11/16) gibt. Die CDS kom­men im schi­cken Di­gi­pak mit eben­sol­chem Book­let. Wem das nicht reicht, für den gibt‘s auch ein 4CDS/DVD/LP-SET. am

cds• RON­NIE MONTROSE: 10X10. Vor der Fer­tig­stel­lung sei­nes da­mals ak­tu­el­len Al­bums starb Us-gi­tar­ren­i­ko­ne Ron­nie Montrose am 3. März 2012. Kon­zep­tio­nell soll­ten die zehn Songs mit zehn ver­schie­de­nen Sän­gern ein­ge­spielt wer­den. Der bei den Auf­nah­men da­mals in­vol­vier­te Ri­cky Phil­lips (b, g, kb) hat nun die­ses Pro­jekt zu En­de ge­führt. Mit da­bei wa­ren u. a. die Sän­ger Eric Mar­tin, Sam­my Ha­gar, Ed­gar Win­ter, Glenn Hug­hes und Mark Far­ner. Ron­nie hat­te da­mals le­dig­lich sei­ne ker­ni­gen Rhyth­mus­gi­tar­ren voll­endet, und so ka­men für die So­li wei­te­re Gäs­te ins Stu­dio, dar­un­ter Rick Der­rin­ger, Ste­ve Lu­ka­ther, Joe Bo­na­mas­sa, Brad Whit­ford und Phil Col­len von Def Leppard. Und die­ses re­nom­mier­te Fach-per­so­nal hat den klas­si­schen Us-hard­rock von Ron­nie Montrose noch ein­mal mit zum Le­ben er­weckt. Das Al­bum kommt im Di­gi­pak in­klu­si­ve Book­let mit aus­führ­li­chen Li­ner-no­tes. am • THO­MAS BATTENSTEIN: MY CHRIST­MAS GROO­VES AGAIN. Re­spekt, der Mann ist flei­ßig. Die­se neue Weih­nachts-cd ist schon das 18. Al­bum des Düs­sel­dor­fer Gi­tar­ris­ten Tho­mas Battenstein. Es ist die Fort­set­zung von ,My Christ­mas Groo­ves‘ (2014), und wie­der mal hat Battenstein 22 schö­ne Ti­tel zu­sam­men­ge­stellt, die er mit Swing-, La­tin-, Blues-, Rock-, Coun­try- und Klas­sik­ein­flüs­sen ver­se­hen und für E-gi­tar­ren, Bass und Acoustics ar­ran­giert hat. Schö­ne, ru­hi­ge Mu­sik von ei­nem Kön­ner am In­stru­ment. Sie­ben ame­ri­ka­ni­sche Jazz- und Pop- Num­mern, fünf Tra­di­tio­nals aus En­g­land und sechs deut­sche Weih­nachts­klas­si­ker sind hier zu hö­ren, plus zwei Ei­gen­kom­po­si­tio­nen so­wie Paul Mc­cart­neys ,Won­der­ful Christ­mas Ti­me‘ und Rolf Zuckow­skis Hit ,In der Weih­nachts­bä­cke­rei‘. Dann fro­hes Fest! P.S.: Be­stel­len kann man die CD di­rekt beim Künst­ler über www.tom­temu­sic.de, oder im Fach­han­del. hh • VAN­DEN­BERG‘S MOONKINGS: MK II. Wer nach hand­fes­ten In­di­zi­en sucht, wes­halb Whitesnake spe­zi­ell in der Ära des hol­län­di­schen Gi­tar­ris­ten Adri­an Van­den­berg ei­ni­ge ih­rer bes­ten Songs ver­öf­fent­licht ha­ben, fin­det sie zwei­fels­frei auf MK II, dem – man ahnt es be­reits – zwei­ten Al­bum von Van­den­berg´s Moonkings. Die 2014 for­mier­te Band, in der Me­thu­sa­lem Van­den­berg nach ei­ner mehr als zehn­jäh­ri­gen Mu­sik-ab­sti­nenz sei­nen deut­lich jün­ge­ren Grup­pen­mit­glie­dern mit­tels fa­bel­haf­tem Hard­rock-song­wri­ting kräf­tig auf die Sprün­ge hilft, steht künst­le­risch kom­plett in der Tra­di­ti­on von Whitesnake und da­mit auch von de­ren wich­tigs­tem Ein­fluss Led Zep­pe­lin. Dem­ent­spre­chend klingt Moonkings-front­mann Jan Ho­ving wie die jün­ge­re Aus­ga­be ei­nes Hy­brids aus Da­vid Co­ver­da­le und Ro­bert Plant, die Songs auf MK II er­in­nern an Co­ver­da­le/van­den­berg-groß­ta­ten wie ,Slip Of The Ton­gue‘, ,Kit­tens Got Claws‘, ,Jud­ge­ment Day‘ oder ,Rest­less He­art‘. Wer nun ver­mu­tet, dass hier ar­chai­scher Hard­rock mit hart­nä­cki­gem Pa­ti­na-be­satz statt­fin­det, irrt ge­wal­tig: Mo­der­ner als MK II kann klas­si­sche Rock­mu­sik kaum klin­gen, nicht nur we­gen der Co­ver­ver­si­on von One­re­pu­blics ‚Love Runs Out‘. mm n

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