STAR­KER GURT

BUF­FA­LO SILVERADO Aus ei­nem Stück Büf­fel­le­der ge­stanz­ter, so­li­der Le­der­gurt mit an­tik Fi­nish. Ver­stell­bar, in ver­schie­de­nen Län­gen lie­fer­bar, 8 cm breit. Far­ben: braun, schwarz / Län­ge: 104 - 119 cm Star­ker Gurt – star­ker Preis: 25,90 ab €

Gitarre & Bass - - Leser Post Post@gitarrebass.de -

• BLACK SPACE RI­DERS: AMORETUM VOL. 1 Müns­ter rockt mal wie­der rich­tig gut! Ein fet­tes tie­fer­ge­leg­tes Gi­tar­ren-riff treibt Bass und Drums nach vor­ne, und mit­ten drin bahnt sich ein un­glaub­li­cher Reib­ei­sen­ge­sang sei­nen Weg, der auch mal ab­taucht in de­epe Growls. Über­ra­schend en­det ,Lo­vely Lo­ve­lie‘ mit ei­nem Pink-floyd-ar­ti­gen Part, der oh­ne Pau­se hin­über glei­tet ins groo­vi­ge ,Ano­ther Sort Of Ho­me­co­m­ing’. Und dann dringt im pa­cken­den ,Soul Shel­ter (In­si­de Of Me)‘ mit kom­pri­mier­ten Bass-läu­fen, Key­board-flä­chen, Gi­tar­ren­Pi­ckings und un­ter­kühl­tem Ge­sang auch mal der 80er-pa­thos von The Mis­si­on nach vor­ne. Be­ein­dru­ckend auch, wie sich das sehr psy­che­de­li­sche ,Mo­ve­ments‘ auf­türmt zu ei­ner mäch­ti­gen Rif­fWand, die in ei­ne ein­gän­gi­ge Gi­tar­ren-me­lo­die über­geht und spä­ter in noch ru­hi­ge­ren Parts mit sich ver­we­ben­den Stim­men mün­det. Trotz der düs­te­ren Grund­stim­mung er­lie­gen we­der Hö­rer noch Band der dunk­len Sei­te der Macht. So ist der Ti­tel ein Kunst­wort aus „Amor“und „Ar­bo­re­tum“, den die fünf Mu­si­ker als Sinn­bild für ei­nen Schutz­gar­ten und ei­ne Keim­zel­le der Lie­be ver­ste­hen. Mit dem fünf­ten Al­bum kann man ei­nen ei­ge­nen und kraft­vol­len Al­ter­na­ti­ve-trip zwi­schen Prog-, Hea­vy- und Goth-rock er­le­ben. am

MY­LES KEN­NE­DY: YE­AR OF THE TI­GER Oh Mann, was für ei­ne gran­dio­se Stim­me! Mit My­les Ken­ne­dy reift seit Jah­ren ein be­reits seit Kar­rie­r­e­be­ginn so­wie­so über­aus cha­ris­ma­ti­scher Sän­ger zu ei­ner ech­ten Sti­li­ko­ne her­an, an der sich zu­neh­mend mehr jun­ge Mu­si­ker ori­en­tie­ren. Ken­ne­dy, mit zahl­lo­sen Slash- und Al­ter-bridge-lob­hu­de­lei­en aus­ge­zeich­ne­ter All­round­mu­si­ker, tritt auf sei­nem So­lo­al­bum ,Ye­ar Of The Ti­ger‘ ei­ne Rei­se in die Welt über­wie­gend akus­ti­scher Gi­tar­ren an und würzt sei­ne blue­sig-sou­li­gen Songs mit al­ler­lei Folk- und Coun­try­Zu­sät­zen. Dass we­der sei­ne Stim­me noch das Song­ma­te­ri­al da­durch an In­ten­si­tät oder Fas­zi­na­ti­on ein­bü­ßen, ist ein Ver­dienst die­ses süch­tig ma­chen­den Tim­bres, das mit Me­lan­cho­lie eben­so läs­sig spielt wie mit Tief­gang und Op­ti­mis­mus. Kein Wun­der, dass Ken­ne­dy im Jahr 2007 auf ei­ner mehr oder min­der ge­hei­men Lis­te mög­li­cher Ro­bert-plant-er­satz­kan­di­da­ten für ei­ne an­ge­dach­te Led-zep­pe­lin-tour­nee oh­ne ih­ren an­ge­stamm­ten Front­mann stand. Und so gibt es auch auf ,Ye­ar Of The Ti­ger‘ ähn­lich wie auf ei­ni­gen Plant-so­lo­schei­ben oder noch be­kann­ter auf ,Led Zep­pe­lin III‘ Kom­po­si­tio­nen mit Pe­dal-steel- und zwölf­sai­ti­gen Klamp­fen, Man­do­li­ne und ähn­li­chem Akus­tik-in­stru­men­ta­ri­um. Viel­leicht kein Al­bum für den hoch­do­sier­ten Ad­re­na­lin-push, da­für aber ein Dut­zend Songs, für die es lohnt, sich ent­spannt zu­rück­zu­leh­nen und ein­fach den wun­der­ba­ren Klän­gen zu lau­schen. mm • TURBONEGRO: ROCKNROLL MACHINE Fu­tu­ris­ti­sche sich über­lap­pen­de Key­board-sounds und ein Er­zäh­ler mit tie­fer Stim­me er­schaf­fen ei­ne hör­spiel­ar­ti­ge At­mo­sphä­re. In ei­ne kur­ze Pau­se kracht ein schnel­les Ach­tel-riff, Gi­tar­re zwei setzt sich drauf, ei­ne Drum-wir­bel und ab geht der nor­we­gi­sche Rock-‘n‘-roll-train. Im Ti­tel­track geht‘s erst­mal Ac/dcs-mä­ßig zur Sa­che, ge­würzt mit Vo­coder-ein­la­gen und ver­schwur­bel­ten Sounds. Un­glaub­lich wie kom­pakt, strai­ght und schnell die Band dann in ,Hur­ry Up & Die‘ rockt, ein ge­wal­ti­ger Hy­brid aus The Who und Airbourne. Ein­fach scharf wie hier wie­der fet­te Gi­tar­ren-over­dri­ve-sounds auf die Key­boards tref­fen. Und in die­sem Stil bie­tet je­der Song bes­te Rock ‘n‘ Roll-un­ter­hal­tung, klas­sisch bis zum An­schlag und mit vie­len An­spie­lun­gen auf die (Hard-)rock-ge­schich­te von den 60ern bis zu den 80ern. Und ge­nau­so wie im Hair-me­tal-zeit­al­ter üb­lich gibt‘s auch im­mer wie­der main­strea­m­i­ge bis ge­ra­de­zu kit-

schi­ge Me­lo­di­en und Parts, wie in ,John Car­pen­ter Pow­der Bal­lad“. Das wird der ei­nen oder dem an­de­ren viel­leicht zu epi­go­nal sein, aber das macht ir­gend­wie im­mer Spaß. Das neue Al­bum nach sechs Jah­ren Pau­se ist ein Knal­ler! am • IMPERIAL STA­TE ELECTRIC: ANYW­HE­RE LOUD Hin­ter der schwe­di­schen Band steckt Sän­ger und Gi­tar­rist Ni­cke An­ders­son, der bei En­tom­bed trom­mel­te und dann in den 90ern als ei­ner der ers­ten mit The Hel­la­c­op­ters auf der skan­di­na­vi­schen Re­tro-rock-wel­le surf­te. Seit 2009 ist er mit mit Imperial Sta­te Electric un­ter­wegs und ver­folgt eben­falls die­sen klas­si­schen Kurs, im Ver­gleich zu sei­ner le­gen­dä­ren Vor­gän­ger-band (die in­zwi­schen wie­der­be­lebt wur­de) fal­len die Songs et­was ein­gän­gi­ger aus, al­so we­ni­ger MC5 und Stoo­ges, da­für mehr Kiss und Thin Liz­zy. Al­ler­dings bleibt der Sound der Band im­mer noch sehr rau, und dies wird auf die­sem Li­ve-al­bum deut­lich, das zwi­schen 2014 und 2016 in Ja­pan, Ma­drid und in Stock­holm mit­ge­schnit­ten wur­de. In Songs wie ,Break It Down‘ zeigt sich dann auch der gro­ße Ein­fluss der Sto­nes. Und mit Stü­cken wie ,So­nic Se­du­cer‘ und dem The-kids-co­ver ,This Is Rock ‘ n‘ Roll‘ wird dann auch noch mal die schnel­le Pun­kMa­schi­ne an­ge­wor­fen. am • FRANZ FER­DI­NAND: AL­WAYS ASCENDING Mi­ni­ma­lis­mus ist an­ge­sagt auf dem fünf­ten Al­bum der schot­ti­schen In­die-band Franz Fer­di­nand. Ul­tra­ge­ra­de Drum-beats mit Dis­co-feel plus ent­spre­chen­de Bäs­se las­sen Platz für den an­ge­schräg­ten und ma­ni­schen Ge­sang von Alex Ka­pra­nos, fun­ky Rhyth­mus­gi­tar­ren und ex­klu­si­ve über­bor­den­de Key­boar­dSounds. Und so lan­den Songs wie das hyp­no­ti­sche ,La­zy Boy‘ oder ,Pa­per Ca­ges‘ di­rekt in den al­ter­na­ti­ven 80ern, mit Re­mi­nis­zen­zen an The Cu­re, Tal­king Heads oder auch mal David Bo­wie. Und hat man sich nach den ers­ten vier za­ckig ge­spiel­ten Num­mern auf die­sen schar­fen Al­ter­na­ti­ve-sound ein­ge­las­sen, ver­brei­tet die trau­rig-schö­ne Bal­la­de ,The Aca­de­my Award‘ ei­nen ge­ra­de­zu war­men Kon­trast – nur um dann mit sto­isch-schrä­gem Synth-pop in ,Lois La­ne‘ ge­ra­de­zu in Käl­te zu er­star­ren. Pa­cken­de Mu­sik zwi­schen Tanz­flä­che und me­lan­cho­li­scher Wucht. am

• DR. LON­NIE SMITH: ALL IN MY MIND Der Jazz-or­ga­nist Dr. Lon­nie Smith kann mitt­ler­wei­le auf mehr als 20 Al­ben un­ter ei­ge­nem Na­men zu­rück­bli­cken, als Si­de­man kom­men un­zäh­li­ge hin­zu. Ei­nen be­son­de­ren Platz in die­ser lan­gen Lis­te des 75-Jäh­ri­gen dürf­te die neue Li­ve-schei­be ,All In My Mind‘ ein­neh­men, ein­ge­spielt in ei­ner her­vor­ra­gen­den Trio-be­set­zung. „Sie ver­ste­hen mei­nen An­satz, wer­ten mein Spiel auf, pas­sen sich an und sind für mich da“, be­schreibt Smith die Ver­bin­dung zu sei­nen Mit­strei­tern Jo­na­than Kreis­berg (g) und Jo­na­than Bla­ke (dr) auf den sie­ben Stü­cken, die ge­nau­so Ei­gen­kom­po­si­tio­nen wie be­kann­te Stan­dards um­fas­sen. Dass sich der Ham­mond-b3-spie­ler mit dem 30 Jah­re jün­ge­ren Kreis­berg ei­nen ehe­ma­li­gen Progro­cker und ak­ti­ven Jazz-so­lis­ten & -Si­de­man mit an Bord ge­holt hat, er­weist sich als ech­ter Glücks­fall, auch wenn von die­sen Wur­zeln bei dem New Yor­ker Gi­tar­ris­ten in­zwi­schen nicht mehr all­zu viel zu hö­ren ist – ob­schon sein Spiel im­mer et­was an­ders und of­fe­ner als das rei­ner Tra­di­tio­na­lis­ten klingt. Nicht zu ab­ge­dreht, aber auch nicht zu schön. Ein glas­kla­rer Ton, flie­ßen­de Li­ni­en, ge­schmack­vol­le Ak­kord­ein­wür­fe und ei­ne per­fek­te Ba­lan­ce zwi­schen Vir­tuo­si­tät und Me­lo­die. Al­lein wie er das The­ma von Paul Si­mons ,50 Ways To Lea­ve Your Lo­ver‘ in­ter­pre­tiert, ist pu­re Poe­sie. ma­me • JAN-OLAF RODT QU4RTET: SHIMMERING Mit sei­nem Na­mens­ge­ber prä­sen­tiert die­ses Qu4rtet nicht nur ei­nen ganz groß­ar­ti­gen Jazz-gi­tar­ris­ten, der mit Stil, Sou­ve­rä­ni­tät und ganz viel Ener­gie ab­so­lut vir­tuo­se Mu­sik spielt. Das ge­sam­te Al­bum (er­schie­nen bei Unit Re­cor­ds, dem La­bel des Gi­tar­ris­ten Ha­rald Ha­er­ter) ist ein span­nen­des Er­leb­nis: Ab­wechs­lungs­rei­che Kom­po­si­tio­nen, ganz viel Dy­na­mik, mu­si­ka­li­sche Schön­heit und auch mal sehr kraft­vol­le Aus­brü­che. Zeit­lo­ser, mo­der­ner, swin­gen­der bis pul­sie­ren­der neu­er Jazz. Ne­ben Gi­tar­rist & Kom­po­nist Jan-olaf Rodt (*1977) sind hier noch Ignaz Din­né (ts), Ja­kob Drey­er (b) und Pe­ter Gall (dr) zu er­le­ben. Sehr gu­te Mu­si­ker. lt • MAN­FRED JUN­KER OR­GAN TRIO: LOOK OUT! Der Bop­per vom Bo­den­see hat sein neu­es­tes Al­bum mit Or­ga­nis­tin Eli­sa­beth Ber­ner und Drum­mer Tony Reynold ein­ge­spielt – im klas­si­schen Or­gel-trio al­so. Nur Ei­gen­kom­po­si­tio­nen von Gi­tar­rist Man­fred Jun­ker wur­den in­ter­pre­tiert. In an­dert­halb Ta­gen war die­ses viel­sei­ti­ge Al­bum ein­ge­spielt, in­klu­si­ve Vi­deo-pro­duk­ti­on. Swin­gen­de, sou­li­ge Groo­ves, Bal­la­den und schnel­le Bop-num­mern sind zu hö­ren – und im­mer kommt Man­fred Jun­kers sym­pa­thi­sche gi­tar­ris­ti­sche Hand­schrift durch: Ir­gend­wie zu­rück­ge­nom­men, de­zent, aber da­bei trotz­dem auch ir­gend­wie sehr be­stimmt auf den Punkt. Jun­ker stu­dier­te an der Jazz­schu­le St. Gal­len und war u.a. Sti­pen­di­at des Ber­klee Col­le­ge of Mu­sic in Bos­ton. ,Look Out!‘ ist sei­ne drei­zehn­te Cd-pro­duk­ti­on. Ge­lun­gen. lt

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