LE­SER POST BASS

POST@GI­TAR­RE­B­ASS.DE GI­TAR­RE Ich hab ein rein akus­ti­sches (un­plug­ged) Ne­ben­pro­jekt wo ich Bass spie­le. Be­set­zung: Gi­tar­re, Bass, Ge­sang. Auf E-bäs­sen spie­le ich aus Sound­grün­den Flat­wound und Ny­lon Ta­pe­wound Sai­ten, vor al­lem aber we­gen des Spiel­ge­fühls. I

Gitarre & Bass - - News - Micha­el Ne­wen

Ol­li

Bei Gib­son Gi­tar­ren kommt es lei­der im­mer wie­der zu Stim­mungs­pro­ble­men. Da macht lei­der auch die Fi­re­bird kei­ne Aus­nah­me. Ei­ner­seits hat man bei Gib­son das Pro­blem mit der ab­ge­win­kel­ten Kopf­plat­te. Hier wird die Sai­te mit ei­nem Knick im Sat­tel nach un­ten ge­führt. Dann sind die Mecha­ni­ken auch noch seit­lich ver­setzt, so­dass ein wei­te­rer Win­kel da­zu­kommt. Die­ser zwei­te Win­kel ist bei der Fi­re­bird nicht so stark, wie z. B. bei der Les Paul, aber trotz­dem ei­ne Hür­de für die Sai­te. Wei­ter­hin lo­ckern sich Mecha­ni­ken ger­ne. Da lohnt es sich, al­le Be­fes­ti­gungs­schrau­ben und Mut­tern auf fes­ten Sitz zu prü­fen. Das nächs­te Pro­blem ist der Sat­tel – d. h. das von Gib­son ver­wen­de­te Ma­te­ri­al da­für. Das ist kör­ni­ges Ma­te­ri­al, das sich zwar im Pro­duk­ti­ons­pro­zess schnell und leicht fei­len lässt. Aber es ist halt auch so po­rös, dass die Sai­ten dar­in schon nach kur­zer Zeit Ril­len aus­bil­den und sie dort ger­ne hän­gen blei­ben. Nun las­sen vie­le Mu­si­ker den Sat­tel mit ei­nem aus Kno­chen­ma­te­ri­al tau­schen, was bei den ein­la­ckier­ten Sät­teln von Gib­son nicht im­mer schmerz­frei ab­läuft. Aber: Auch Kno­chen ist po­rös und kei­nes­wegs ein ho­mo­ge­nes Ma­te­ri­al. Schlecht ge­feil­te Ker­ben, wel­che un­ter Um­stän­den auch nicht die für die ver­wen­de­ten Sai­ten er­for­der­li­che Min­dest­brei­te ha­ben, las­sen die Sai­ten fest­klem­men und sor­gen für Ver­stim­mungs­pro­ble­me. Ab­hil­fe schaf­fen dem­nach or­dent­li­che Sat­tel­ker­ben, wel­che man an­schlie­ßend idea­ler­wei­se noch „schmiert“. Im Fach­han­del wird da­zu „Nut-sau­ce“an­ge­bo­ten. Man kann auch ei­nen sim­plen Blei­stift neh­men, des­sen schwar­zes Gra­phit man in die Ker­ben ein­bringt. Ent­we­der kratzt man Ma­xi­ma­le Laut­heit im rein akus­ti­schen Ein­satz er­zie­len Phos­phorBron­ze Round­wounds, was auch mit ih­rer klang­li­chen Prä­senz zu­sam­men­hängt. Auf ei­nen sta­bil ge­bau­ten Akus­tik­bass kann man zwar auch stäh­ler­ne Flat­wounds für E-bass auf­span­nen, soll­te dann aber mit we­ni­ger Laut­stär­ke rech­nen. Ein gu­ter Kom­pro­miss sind die Black Ny­lons, de­ren Stahl­kern mit Ny­lon-flach­band um­wi­ckelt ist. Sie wür­den die von dir ge­for­der­te glat­te Ober­flä­che auf­wei­sen, zugleich aber we­gen der hö­he­ren Elas­ti­zi­tät mehr akus­ti­sche Laut­stär­ke er­zeu­gen als E-bass-flat­wounds. Mo­men­tan am an­ge­sag­tes­ten sind Round­wounds mit Ny­lon­kern, weil sie de­tail­fei­nen Ton mit un­glaub­li­cher Bas­sent­wick­lung kom­bi­nie­ren (und gar nicht die nor­ma­le Round­wound-schär­fe auf­wei­sen). Al­ler­dings liegt der rein akus­ti­sche Pe­gel der Ny­lon­co­res von al­len Sai­ten­al­ter­na­ti­ven am nied­rigs­ten und elek­tri­sche Ver­stär­kung ist emp­feh­lens­wert. n Dirk Groll

Ich be­sit­ze ei­ne Gib­son Fi­re­bird Bj.2014 (120 Ge­burts­tags-edi­ti­on). Seit­dem ich sie be­sit­ze, be­mü­he ich mich sie stimm­sta­bil zu krie­gen. Im Grun­de muss ich nach je­dem Song nach­stim­men, li­ve sehr un­an­ge­nehm. Ich ha­be ei­nen Kno­chen­sat­tel ein­bau­en und die Bün­de ab­rich­ten las­sen, und zu­sätz­lich ei­nen Rol­len­steg von ABM in­stal­liert. Das hat et­was ge­bracht, ist aber im­mer noch nicht zu­frie­den­stel­lend. Ist die­ses Pro­blem bei Fi­re­birds grund­sätz­lich vor­han­den, evtl. der Kon­struk­ti­on ge­schul­det? Oder sind viel­leicht die St­ein­ber­ger-ge­arless Mecha­ni­ken die Ur­sa­che?

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