Göttinger Tageblatt

Ökolandbau und Gentechnik

Forschungs­team gibt Empfehlung­en zur Nachhaltig­keit

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Göttingen. Für mehr Nachhaltig­keit auf globaler Ebene sollte die Eu-gesetzgebu­ng geändert und der Einsatz der Gen-schere im Ökolandbau erlaubt werden. Dies fordert ein internatio­nales Forschungs­team unter Beteiligun­g der Universitä­ten Bayreuth und Göttingen in einem Beitrag für die Fachzeitsc­hrift Trends in Plant Science.

Die Eu-kommission hat im Mai 2020 die „Farm-tofork“-strategie vorgelegt, die Teil des „European Green Deal“ist. Ziel ist es, die europäisch­e Landwirtsc­haft und das Ernährungs­system nachhaltig­er zu gestalten. Insbesonde­re soll der Anteil des ökologisch­en Landbaus an der Agrarwirts­chaft erhöht werden. Diese Steigerung gewährleis­tet jedoch, wenn es bei der derzeitige­n Eu-rechtslage bleibt, keineswegs mehr Nachhaltig­keit, wie eine Studie der Wissenscha­ftler zeigt. Zu ihnen zählt Matin Qaim, Professor für Agrarökono­mie an der Universitä­t Göttingen.

Zahlreiche Anwendunge­n neuer biotechnol­ogischer Verfahren werden durch das geltende Eu-recht stark beschränkt. Dies gilt insbesonde­re für die Genom-editierung, bei der die sogenannte Gen-schere zum Einsatz kommt. „Mit Hilfe der Genschere können robustere Pflanzen entwickelt werden, die auch mit weniger Dünger hohe Erträge für eine hochwertig­e Ernährung liefern“, sagt Ko-autor Stephan Clemens, Professor für Pflanzenph­ysiologie an der Universitä­t Bayreuth. r/pek

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