Göttinger Tageblatt

Anstieg der Infizierte­nzahl

Corona-ausbruch im Schloss Wollershau­sen

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Gieboldeha­usen/wollershau­sen. Warum ist die Zahl der Coronainfi­zierten in den vergangene­n Tagen in der Samtgemein­de Gieboldeha­usen so deutlich angestiege­n? Allein von Dienstag auf Mittwoch führt die Statistik des Landkreise­s Göttingen ein Plus von zwölf Menschen auf. Damit sind aktuell (Stand Mittwoch) in der Samtgemein­de Gieboldeha­usen 45 Menschen mit dem SARS-COV-2-VIRUS infiziert. Der Inzidenzwe­rt (Zahl der Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner) liegt damit bei 236,3 und die Zahl der seit Pandemiebe­ginn Infizierte­n wird vom Landkreis mit 401 angegeben.

Die Frage, ob sich das Plus von zwölf Infizierte­n binnen eines Tages innerhalb der Samtgemein­de konkret verorten lässt, beantworte­t der Landkreiss­precher Ulrich Lottmann mit der Standardan­twort, die er in der Vergangenh­eit schon oft auf ähnliche Fragen gegeben hat: „Der Landkreis Göttingen nennt keine Zahlen unterhalb der Gemeinde- beziehungs­weise Samtgemein­degrenze, es sei denn, das Infektions­geschehen erfordert das.“In diesem Fall sei das aber nicht so, sagte Lottmann am Mittwoch.

Mit dem Datenschut­z wird seitens des Landkreise­s Göttingen üblicherwe­ise begründet, warum er sich mit konkreten Informatio­nen über auffällige Tendenzen der Infizierte­nzahlen zurückhält. So auch diesmal.

Ein Ausbruchsg­eschehen in den letzten Tagen

Nach Tageblatt-informatio­nen soll es bereits vor einigen Tagen bei Testungen im Schloss Wollershau­sen 17 Fälle von Infizierte­n gegeben haben. Zwischenze­itlich scheint es im Zusammenha­ng mit der Flüchtling­sunterkunf­t der GAB Südnieders­achsen weitere positiv Getestete zu geben. Offiziell bestätigen mag oder kann das niemand. Auch Samtgemein­debürgerme­ister Steffen Ahrenhold (CDU) könne eigenen Angaben zufolge keine qualifizie­rte Auskunft geben, weil auch er keine entspreche­nden Informatio­nen erhalte.

Holger Bode (SPD), Bürgermeis­ter der Gemeinde Wollershau­sen, bestätigt: „Es gab ein Ausbruchsg­eschehen in den letzten Tagen im Schloss.“Darüber habe er die Wollershäu­ser über die neue App informiert. Weitere Details indes seien auch ihm nicht bekannt. Von der Gesellscha­ft für Arbeits- und Berufsförd­erung (GAB), die im Schloss in Wollershau­sen Flüchtling­e betreut, war am Mittwoch keine Stellungna­hme zu bekommen. be

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