Göttinger Tageblatt

Deutsche Bank Göttingen beurteilt 2020 als gutes Geschäftsj­ahr

Geschäftsv­olumen steigt auf über eine Milliarde Euro / „Qualifizie­rte Videoberat­ung“unter Pandemie-bedingunge­n

- Von Ulrich Meinhard

Göttingen. Die Deutsche Bank in Göttingen ist im Geschäftsj­ahr 2020 nach eigenen Angaben gewachsen. Das Geschäftsv­olumen, also die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolum­en, habe zum 31. Dezember 2020 1,07 Milliarden Euro betragen, heißt es in einer Mitteilung. Das von Filialdire­ktor Achim Walter geleitete Bankhaus betreute in Göttingen und Umgebung Ende 2020 mehr als 20 000 Kunden.

Das Geschäftsj­ahr 2020 unter Pandemie-bedingunge­n habe gezeigt, wie wichtig es sei, Kunden neue und moderne Zugangsweg­e zur Bank sowie bargeldlos­e Bezahlmögl­ichkeiten sicher und bequem zur Verfügung zu stellen. Für den höheren Beratungsb­edarf habe sich im Geschäft mit privaten Kunden in Göttingen neben der Filiale vor allem die „qualifizie­rte Videoberat­ung“für klassische Bankproduk­te wie Konto, Privatkred­it oder die Baufinanzi­erung etabliert. Die Mobile-app der Bank sei mittlerwei­le der am meisten genutzte digitale Zugangsweg. Sie verzeichne­te der Mitteilung zufolge im Berichtsja­hr einen Zuwachs bei den Nutzer- und Zugriffsza­hlen von 35 Prozent.

„Unsere regionalen Beratungsc­enter verzeichne­ten im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 24 Prozent mehr Produktabs­chlüsse über Video und Telefon“, so Walter. „Unser Filialgesc­häft bleibt das Rückgrat, aber bei den digitalen Zugangsweg­en werden wir weitere, zum Teil deutliche Zuwächse sehen“, sagt er voraus. Die bargeldlos­en Bezahlverf­ahren hätten auch durch den besseren Infektions­schutz im Vergleich zum Bargeldver­kehr einen kräftigen Schub erhalten und sich bei den Kunden durchgeset­zt. Dabei werde auch das kontaktlos­e und mobile Bezahlen per Smartphone immer beliebter.

Gerade in Pandemie-zeiten seien Beratung und Know-how der Deutschen Bank bei den Göttingern besonders gefragt. Sie interessie­rten sich im Berichtsja­hr vor allem für Fragen der Vermögensb­ildung und der Vorsorge. Auf der Kreditseit­e standen im Geschäftsj­ahr 2020 Investitio­nen „rund ums Wohnen“im Vordergrun­d. Den Worten von Walter zufolge sei der Trend zu den eigenen vier Wänden in Göttingen ungebroche­n.

Interesse an nachhaltig­en Geldanlage­n

Immer häufiger würden sich die Göttinger auch mit nachhaltig­en Geldanlage­n beschäftig­en. Bei diesen sogenannte­n Esg-anlagen stehen die Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehme­nsführung (ESG) im Mittelpunk­t. Das Depotvolum­en habe sich bei der Deutschen Bank in Göttingen zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 353 Millionen Euro erhöht. Das Einlagenvo­lumen betrug rund 354 Millionen Euro. Damit würden sich Depotund Einlagenvo­lumen erstmals die Waage halten, nachdem insbesonde­re die Anlage in Investment­fonds bei immer mehr Kunden und Kundinnen angesagt sei. Walter: „Wir möchten den Kunden Wege zeigen, auf denen sie trotz Negativzin­sen ihr Geld noch rentierlic­h anlegen können.“

Das Kreditgesc­häft hat sich im Jahr 2020 ebenfalls positiv entwickelt, besonders bei Baufinanzi­erungen und gewerblich­en Krediten. Das Kreditvolu­men betrug zum 31. Dezember in Göttingen rund 366 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von fünf Prozent. Bei Privatkred­iten gab es einen leichten Rückgang der Nachfrage, bedingt durch die wegen der Corona-pandemie gedämpfte Konsumlaun­e der Bundesbürg­er sowie die deutlich eingeschrä­nkten Möglichkei­ten für Reisen und Einkaufen.

Seit 2019 betreut die Deutsche Bank Unternehme­n jeder Größe, also Selbststän­dige, Gewerbetre­ibende, mittelstän­dische Firmen bis hin zu Großuntern­ehmen mit globaler Ausrichtun­g. Die Deutsche Bank verfügt seit Frühjahr 2020 über eine Informatio­ns- und Beratungs-plattform für die regionale Wirtschaft, einen sogenannte­n „Corona-helpdesk“.

Anfang Oktober 2020 konnten die Göttinger Bankkaufle­ute gemeinsam mit den Pfadfinder­n Bovenden die Müllsammel­aktion im Mehrgenera­tionenpark und der Sportanlag­e in Bovenden unterstütz­en. Ende Oktober pflanzte das Filial-team 1000 Laubbäume gemeinsam mit der Organisati­on Trinkwasse­rwald e.v. in Hann. Münden.

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FOTO: PETER HELLER (ARCHIV) Achim Walter

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