Göttinger Tageblatt

Simons Punkte reichen nicht aus

Damen-basketball: Ehemalige Göttinger Spielerin scheidet mit Marburg im Halbfinale aus

- Von Kathrin Lienig

Göttingen. In der Damen-basketball-bundesliga stehen die Finalisten fest. Auch im Halbfinale waren jeweils nur zwei Siege notwendig für den Einzug in die Endrunde. Die Rutronik Stars Keltern und das Überraschu­ngsteam Girolive Panthers Osnabrück stehen sich in den Spielen um die Deutsche Meistersch­aft gegenüber.

Das erste Aufeinande­rtreffen stand bereits am Mittwochab­end auf dem Plan, am Freitag wird die zweite Partie im Modus „Best of Five“gespielt. Das heißt, wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist neuer Meister. Die Höhe der Siege ist dabei vollkommen irrelevant.

Keltern hatte sich die vierte Finalteiln­ahme in Folge mit zwei Siegen gegen Marburg gesichert. Dreimal zogen die Rutronik Stars bisher den Kürzeren. Zweimal gegen Wasserburg (2016 und 2017) sowie gegen Herne (2019) war man nur zweiter Sieger. Das zweite Halbfinale gegen die Hessinnen startete mit einem Offensivsp­ektakel, das man in einem Play-off-spiel eher selten erlebt. 52 Punkte fielen im ersten Viertel (22:30) durch die Reuse. Bei Marburg waren es vor allem die deutschen Nationalsp­ielerinnen Alexandra Wilke, Marie Berthold und Theresa Simon, die eine Saison auch das Trikot der flippo Baskets BG 74 getragen hatte, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückte­n. Simon machte wohl eines ihrer besten Spiele und erzielte starke 20 Punkte. „Ich weiß, was Theresa zu leisten imstande ist. Nicht umsonst habe ich mich bereits vor Jahren intensiv um sie bemüht – leider erfolglos“so Rutronik-coach Hergenröth­er. Da sich die Guards beider Teams weitestgeh­end neutralisi­erten, fiel die Entscheidu­ng unter dem Korb.

Nach dem knappen Auswärtssi­eg beim Herner TC gewann Osnabrück auch das zweite Treffen (66:62). Dass es angesichts der Personalsi­tuation eng bis unmöglich würde, die Finals zu erreichen, war absehbar. Dass das Herner Team es dennoch bis zur letzten Sekunde spannend machte, verdient eine eigene Medaillenk­ategorie, nicht nur die Möglichkei­t, gegen Marburg am Donnerstag­abend (19 Uhr) um Bronze zu spielen. Angesichts der vielen Verletzten hatte Herne beantragt, die Entscheidu­ng um Platz drei in einem Spiel auszutrage­n. Diesem Antrag wurde stattgegeb­en.

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