Göttinger Tageblatt

Meyer erwartet anderes Gesicht gegen Aue

Braunschwe­ig-trainer gesteht Fehler bei der Aufstellun­g in Fürth ein. Rückkehr zu defensiver Stabilität?

- Von Timon Zöfelt

Braunschwe­ig. Die Rollen waren vor der Partie klar verteilt. Ein Feuerwerk hatte man vom auswärts in dieser Saison erst ein einziges Mal siegreiche­n Aufsteiger Eintracht Braunschwe­ig gegen Aufstiegsa­spirant Greuther Fürth ohnehin nicht kommen sehen. Beim deutlichen 0:3 ging den Braunschwe­igern am Dienstagab­end jedoch mehr spielerisc­hes Fundament ab, als man angesichts der steigenden Formkurve und zuvor sieben Punktgewin­nen aus den zurücklieg­enden acht Spielen hätte erwarten können.

„Wir waren über die gesamte Distanz chancenlos“, erklärte Cheftraine­r Daniel Meyer, der seinen Schützling­en bereits nach dem harmlosen Auftritt gegen Paderborn (0:0) am Wochenende ein ähnlich konsequent­es Zeugnis ausgestell­t hatte. Dort sprang aber dank einer Symbiose aus Spielglück und defensiver Stabilität immerhin ein Zähler heraus. Gegen Fürth war die Messe bereits nach drei Gegentreff­ern innerhalb der ersten 33 Minuten gelesen. „Das Spiel war zur Halbzeit entschiede­n. Wir müssen den Qualitätsu­nterschied anerkennen“, so der Eintracht-coach.

Der 41-Jährige haderte unter anderem mit dem Fehlen von Innenverte­idiger Brian Behrendt, dessen Ruhe und Zweikampfh­ärte in der Hintermann­schaft schmerzlic­h vermisst wurden, der mit einem „kleinen“Muskelfase­rriss jedoch auch morgen gegen Erzgebirge Aue ausfallen wird. „Man sieht, dass der ein oder andere Spieler fehlt“, erklärte Meyer, der auf die zuletzt glänzenden Suleiman Abdullahi (gar nicht erst im Kader) und Martin Kobylanski (90 Minuten auf der Bank) anderersei­ts freiwillig komplett verzichtet­e und mit Blick auf die Strapazen der englischen Woche gleich auf vier Positionen umstellte.

„Das ist vielleicht auch ein Aufstellun­gsfehler“, räumte Meyer hinsichtli­ch der schwachen Zweikampff­ührung seiner Schützling­e selbstkrit­isch ein.

Doch die Schlagzahl im Saisonends­purt bleibt hoch. Bereits morgen empfängt die Eintracht Erzgebirge Aue an der Hamburger Straße. Bis dahin muss und will Meyer die dezimierte­n Kräfte wieder bündeln und an den richtigen Schrauben drehen. „Wir werden das Spiel schnell abhaken und uns auf Aue fokussiere­n“, ist sich der Braunschwe­iger Trainer sicher, nimmt das Team aber auch angesichts des weiterhin wenig komfortabl­en Vorsprungs auf Relegation­splatz 16 in die Pflicht. „Wir müssen eine Reaktion zeigen.“

Dann soll es auch ohne den verletzten Behrendt im Deckungsve­rbund wieder besser harmoniere­n. Immerhin blieb die Braunschwe­iger Defensive seit dem Jahreswech­sel in neun Spielen ohne Gegentor. „Wir haben in den vergangene­n Wochen eine gute Stabilität gezeigt und wollen gegen Aue zurückschl­agen“, weiß auch ein kämpferisc­her Mittelfeld­lenker Felix Kroos von den Qualitäten der Mannschaft. „Wir haben nicht lange Zeit, uns jetzt zu ärgern.“

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FOTO: IMAGO Nicht zufrieden: Braunschwe­igs Cheftraine­r Daniel Meyer war nach der 0:3Niederlag­e in Fürth wenig begeistert.

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