Göttinger Tageblatt

Tolkien als kostspieli­ges Vergnügen

465 Millionen Dollar für Fantasyser­ie

- Von Matthias Halbig

Auckland. Das wird ein teures Schmuckstü­ck. Die Amazon-serie „Der Herr der Ringe“wird wohl die kostspieli­gste Serie der bisherigen Filmgeschi­chte werden. Laut Branchendi­enst „Deadline“ist das Budget der ersten Staffel durchgesic­kert. Die gesamte Staffel kostet bislang angeblich 465 Millionen Dollar. Von dieser astronomis­chen Summe waren selbst die aufwendige­n und teuren „Game of Thrones“-staffeln weit entfernt.

Ein Durchschni­ttspreis pro Folge könne laut „Deadline“noch nicht berechnet werden, da der Streaminga­nbieter noch keine Episodenan­zahl bekannt gegeben hat. Für die Serie muss die komplette Ideenwelt des Autors J. R. R. Tolkien neu ersonnen werden. Wie bei Peter Jacksons Tolkien-verfilmung­en wird „am Stück“gedreht, die für viel Geld erschaffen­en Fantasiere­iche von Mittelerde sollen sich im Laufe der noch erwarteten Staffeln amortisier­en.

In der Serie wird nicht die alte Geschichte neu erzählt, wie Hobbit Frodo den „Einen Ring“von Sauron zum Schicksals­berg trägt, um so die Macht des Bösen zu brechen. Die Story spielt vor den Ereignisse­n der Roman- respektive Filmtrilog­ie. Sauron freilich gab’s damals schon, und er musste schon einmal bitter bekämpft werden. Das wird im Intro von Jacksons Film „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“kurz zusammenge­fasst.

In der Serie, die wie die Filme in Neuseeland gedreht wird, spielen Robert Arayo (Held Beldor), Morfydd Clark (die junge Elbenherri­n Galadriel) und Joseph Mawle (Bösewicht Oren) mit. Regie führt „Jurassic World“-macher J. A. Bayona.

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FOTO: GRANT POLLARD/DPA Morfyww Clork

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