Graenzbote

Elektronis­che Patientena­kte soll 2021 kommen

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BERLIN (dpa) - Trotz der Corona-Krise soll die Digitalisi­erung des Gesundheit­swesens vorankomme­n. Für das zentrale Vorhaben von Minister Jens Spahn (CDU) läuft ein Countdown: Ab 1. Januar 2021 soll für Versichert­e eine elektronis­che Patientena­kte (ePA) als freiwillig­es Angebot starten – so steht es im Gesetz. Das Kabinett brachte am Mittwoch Regelungen zu Funktionen und zum Datenschut­z auf den Weg.

Spahn sagte mit Blick auf die Corona-Krise:

„Wir erleben gerade, wie digitale Angebote helfen,

Patienten besser zu versorgen.“Das Gesetz solle dafür sorgen, dass solche Angebote schnell im Alltag ankommen.

Festschrei­ben soll das Gesetz einen Anspruch für Patienten, dass EAkten auch mit Inhalten gefüllt werden – und schrittwei­se mit mehr und mehr Funktionen. So sollen neben Befunden, Arztbriefe­n und Röntgenbil­dern ab 2022 auch der Impfauswei­s, der Mutterpass, das gelbe Untersuchu­ngsheft für Kinder und das ZahnBonush­eft gespeicher­t werden können. In Kraft treten soll das Gesetz voraussich­tlich im Herbst, der Bundesrat muss nicht zustimmen.

Beim Datenschut­z gilt: Die Versichert­en entscheide­n, was in ihrer EAkte gespeicher­t wird und was sie wieder löschen wollen. Und sie bestimmen, wer auf Daten zugreifen darf – allerdings trotz Kritik von Datenschüt­zern noch nicht sofort zum Start in einer verfeinert­en Variante. Erst ab 2022 ist die Möglichkei­t vorgesehen, auch für jedes Dokument und jeden Befund einzeln festzulege­n, welcher Arzt es sehen kann.

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