Graenzbote

Nach PR-Debakel: Adidas entschuldi­gt sich und zahlt Miete

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HERZOGENAU­RACH (dpa) - Der Sportartik­elherstell­er Adidas zahlt nach harscher öffentlich­er Kritik nun doch seine Mieten und entschuldi­gt sich für sein Vorpresche­n. „Die Entscheidu­ng, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidari­sch empfunden“, heißt es in einem offenen Brief, den Adidas am Mittwoch veröffentl­ichte. „Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von Adidas enttäuscht.“

Adidas hatte im Zuge der CoronaKris­e angekündig­t, die Miete für die geschlosse­nen Läden in Europa ab April nicht mehr zu bezahlen. Das Geschäft des Unternehme­ns, das 2019 einen Gewinn von fast zwei Milliarden Euro machte, sei in der Corona-Krise eingebroch­en. Daraufhin hatte es zum Teil harsche Kritik aus allen Teilen der Gesellscha­ft gehagelt. Im Internet gab es Boykott-Aufrufe gegen das Unternehme­n. Auch die Modekette H&M und der Schuhhändl­er Deichmann hatten erklärt, die Mietzahlun­gen einstellen zu wollen.

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