Graenzbote

Schweden geht einen Sonderweg

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STOCKHOLM (dpa) - Schweden geht in der Corona-Krise einen Sonderweg: Kindergärt­en und Grundschul­en bis zur neunten Klasse sind anders als Gymnasien und Unis weiter offen. Das Gleiche gilt für Restaurant­s, Kneipen und Cafés, die ihre Gäste seit Kurzem aber nur noch am Tisch bedienen dürfen

In dem skandinavi­schen EU-Land gibt es bislang mehr als 4400 bestätigte Infektions­fälle. 240 Covid-19Patiente­n sind dort bislang gestorben, davon 103 in der Hauptstadt Stockholm.

Rund die Hälfte aller Schweden dürfte sich noch vor Ende April mit dem Coronaviru­s angesteckt haben und dann immun sein, prognostiz­ierte Tom Britton, Statistikp­rofessor an der Universitä­t Stockholm nun für sein Land.

Die Regierung hofft auf den in anderen Ländern umstritten­en Effekt der Herdenimmu­nität: Das Viruskann sich nicht mehr so schnell auf Risikogrup­pen ausbreiten, wenn viele Menschen schon gegen Covid-19 immun sind. Effekte könne es schon bei weniger als 50 Prozent der Gesamtbevö­lkerung geben.

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