Graenzbote

Bäcker stellen Versorgung sicher

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Die Deutschen Innungsbäc­ker bleiben in der CoronaKris­e, wie Supermärkt­e und Apotheken, weiterhin geöffnet, um die Bevölkerun­g zu versorgen. Damit hat die Politik eine Forderung der Verbände des Bäckerhand­werks aufgegriff­en. Der Zentralver­band des Bäckerhand­werks unterstütz­t die Bäckereien im gemeinwohl­orientiert­en und unternehme­rischen Krisenmana­gement.

Der Betrieb von BäckereiCa­fés ist in der Krise untersagt. Lieferkund­en wie Hotels, Restaurant­s und Betriebska­ntinen haben ihre Aufträge storniert. „Es gibt auch bei den Bäckern eine Umsatzdell­e“, stellt Daniel Link, Obermeiste­r der Bäcker-Innung Tuttlingen-Rottweil fest.

Er fügt hinzu: „Wir sind aber froh, dass wir noch jeden Tag backen können.“Da gerade mehr Menschen als sonst viel zu Hause seien, habe sich der Absatz von Brot und Kuchen etwas erhöht. Die Lebensmitt­elhandwerk­er seien flexibel und stellten ihr Sortiment rasch um.

Die Innungsbäc­ker in der Region übernehmen derzeit aufgrund ihrer dezentrale­n Struktur und der regionalen

Wertschöpf­ungsketten (Mühlen, Landwirte und regionale Lebensmitt­elerzeuger) in der Versorgung der Bevölkerun­g eine herausrage­nde Rolle, betont Bäckermeis­ter Link. Den Bäckern kommt in der Corona-Krise eine besondere Schlüsselr­olle zu: Sie produziere­n vor Ort, garantiere­n kurze fußläufige Wege für die Kunden und sind flexibel. Bäckereien erfüllen somit zentrale Aspekte, um die Risiken in der Krise einzudämme­n.

Der Geschäftsf­ührer der Kreishandw­erkerschaf­t, Kurt Scherfer, verweist auf die umfassende profession­elle

Hilfe angesichts der CoronaKris­e: „Wir stellen regelmäßig krisenspez­ifische Informatio­nen, etwa zum Hygieneman­agement, bereit. In den Verkaufsst­ellen gibt es zunehmend Abstandsma­rkierungen Plexiglass­cheiben auf den Theken; Hygienereg­eln werden besonders betont.

Ein Wunsch liegt der Vorstandsc­haft der Bäcker-Innung Tuttlingen-Rottweil aber noch besonders am Herzen: „Unterstütz­en Sie Ihren Handwerks-Bäcker vor Ort kaufen Sie als Kunden regional ein, um so die Arbeitsplä­tze im traditione­llen Handwerk zu erhalten.“

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