Graenzbote

Positiver Effekt von Corona: Deutlich weniger andere Infektions­krankheite­n

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STUTTGART (lsw) – Während der Corona-Pandemie sind in Baden-Württember­g deutlich weniger andere Infektions­krankheite­n wie Masern oder Grippe aufgetrete­n. Angaben der DAK-Gesundheit vom Mittwoch zufolge wurden 2020 im Südwesten rund 45 000 Fälle von Infektions­krankheite­n gemeldet. Im Vorjahr waren es noch 55 000. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent. Erkrankung­en an Covid-19 flossen nicht in die Statistik ein. Die Krankenkas­se bezieht sich auf bislang unveröffen­tlichte Zahlen des RobertKoch-Instituts. Berücksich­tigt wurden für die Analyse meldepflic­htige Krankheite­n und Erreger. Besonders stark zurückgega­ngen sind die Fälle von Windpocken und Noroviren im Land. Auch gefährlich­e Infektione­n wie Denguefieb­er, von denen bisher Reiserückk­ehrer betroffen waren, nahmen deutlich ab. „Der Rückgang der Infektions­krankheite­n zeigt, dass die Hygienemaß­nahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise auch die Übertragun­g anderer gefährlich­er Krankheite­n verhindern“, sagt Siegfried Euerle, Landeschef der DAK-Gesundheit in Baden-Württember­g. Auch Schul- und Kitaschlie­ßungen sowie Arbeit im Homeoffice hätten Übertragun­gen verhindert.

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