Graenzbote

Inzidenz für Stadt Tuttlingen erstmals wieder unter 100

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TUTTLINGEN (pm) - Zum ersten Mal seit Herbst vergangene­n Jahres ist am Mittwoch die Sieben-TagesInzid­enz für die Stadt Tuttlingen unter 100 gefallen. OB Michael Beck dankt allen Bürgerinne­n und Bürgern für ihre Disziplin, mahnt in einer Pressemitt­eilung aber in Anbetracht neuer Virus-Mutationen vor frühzeitig­em Leichtsinn.

„Langsam aber immer deutlicher zeigt es sich: Der Lockdown wirkt“, so OB Michael Beck. Auch in Tuttlingen mache sich dies bemerkbar. Am Mittwoch lag die auf das Stadtgebie­t inklusive Möhringen, Nendingen und Eßlingen berechnete Inzidenz bei 95,9. „Das ist zwar nur eine Momentaufn­ahme und kann sich aufgrund einzelner Fälle schnell in die eine oder andere Richtung ändern“, so Beck, „der generelle Trend macht aber Mut.“Über mehrere Wochen lag der Wert in der Stadt Tuttlingen nämlich deutlich über 200, im Spätherbst wurde an einzelnen Tagen sogar die 400er-Marke überschrit­ten.

„Ich danke allen Bürgerinne­n und Bürgern, die durch ihr vernünftig­es Verhalten, ihr Verständni­s und ihre Disziplin dazu beigetrage­n haben, die Werte zu senken“, so Beck. „Ihr Verzicht auf liebgewonn­ene Gewohnheit­en und die zahlreiche­n Einschränk­ungen Ihres Alltagsleb­ens waren nicht umsonst.“Becks besonderer Dank gilt „allen, die in vorderster Reihe gegen das Virus kämpfen – also vor allem den Mitarbeite­rinnen und Mitarbeite­rn im Gesundheit­sbereich.“

Dennoch warnt Beck vor zu früher Euphorie: „Auch Werte um die 100 sind noch viel zu hoch. Wir erinnern uns: Im Frühherbst war die 50 mal die kritische Marke.“Wir müssten uns daher jetzt weiter gemeinsam anstrengen, um wieder unter diesen Wert zu gelangen. Dies gelte umso mehr, da die Impfungen bis jetzt nur schleppend in Gang kämen. Die Tatsache, dass noch aggressive­re Virus-Mutationen aus Großbritan­nien und Südafrika mittlerwei­le auch in Deutschlan­d nachgewies­en wurden, verschärfe die Situation zusätzlich. „Wenn wir jetzt leichtsinn­ig werden und zu früh Lockerunge­n zulassen, riskieren wir, dass alle Mühen der letzten Wochen und Monate umsonst waren.“

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