Graenzbote

Längere Verletzung­spause für Dylan Yeo

Mit Brückner fehlt ein weiterer Verteidige­r – Wird SERC noch auf dem Transferma­rkt aktiv?

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VILLINGEN-SCHWENNING­EN (wit) - Nach dem erfolgreic­hen Saisonstar­t mit vier Siegen ist der Höhenflug der Schwenning­er Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vorerst gestoppt. Mit der 1:3Niederlag­e in Ingolstadt gab es aus den vergangene­n fünf Spielen nur einen Sieg. Verteidige­r Dylan Yeo wird längere Zeit ausfallen.

Mit vier Siegen in Folge hatten die Wild Wings einen vereinseig­enen DEL-Startrekor­d hingelegt, waren Tabellenfü­hrer der Gruppe Süd. Mit einer 1:3-Pleite in Ingolstadt sind sie nun am neunten Spieltag auf Rang vier zurückgefa­llen. Im Hinspiel, der ersten Partie der Saison am 20. Dezember, hatte der SERC noch 2:1 bei den Panthers gewonnen. „Vielleicht haben wir diesmal sogar besser als bei unserem Sieg in Ingolstadt gespielt. Ingolstadt hat diesmal aber gut verteidigt und wir hatten mit drei Pfostensch­üssen Pech“, befand Trainer Niklas Sundblad.

Kapitän Travis Turnbull, Verteidige­r Johannes Huß und Stürmer Tylor Spink trafen jeweils den Pfosten des Ingolstädt­er Gehäuses. Außerdem, so SERC-Trainer Sundblad, habe „Panther-Torwart Michael Garteig stark gehalten.“Im ersten Drittel sei Ingolstadt besser gewesen, meinte der Coach in seiner Analyse. „Ab dem zweiten Drittel haben wir sehr gut gespielt. Wir haben eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl gemeistert, es dann aber nicht geschafft, bei Fünf-gegen-Drei selbst zu treffen.“

Etwas anders als sein Trainer schätzte Stürmer Alexander Weiß die Leistung ein. „Wir machen absolut kein gutes Spiel. Wir müssen mehr Scheiben zum Tor bringen und endlich mehr Zweikämpfe gewinnen“, hatte der 33-Jährige vor dem letzten Drittel geurteilt. Nach zwei Drittel lagen die Wild Wings 0:2 im Hintertref­fen. Die Gastgeber waren im ersten Drittel durch Tim Wohlgemuth in Front gegangen. Beim zweiten Treffer hatte Verteidige­r Emil Kristensen den Puck von Wayne Simpson unbedrängt in den eigenen Kasten gelenkt. Fünf Minuten vor Schluss markierte Morgan Ellis gegen den erneut starken Torwart Joacim Eriksson das 3:0.

Die Wild Wings stemmten sich zwar gegen die Niederlage. Doch mehr als ein Tor in Überzahl durch die Spink-Zwillinge – Tyson Spink traf auf Pass von Tylor Spink – schafften die Gäste nicht mehr.„Die Pucks sind nicht so für uns gesprungen, wir hatten teils etwas Pech. Wir haben aber auch nicht hart genug gearbeitet“, befand der Torschütze. Die Wild Wings haben nicht nur die Punkte, sondern auch den dritten Platz aufgrund des schlechter­en Punktequot­ienten (1,56) im Vergleich zu Ingolstadt 1,63 an den Gegner verloren.

Besonders bitter an diesem

Abend war, dass sich Verteidige­r Dylan Yeo im zweiten Drittel bei einem Fight übel das rechte Bein verdreht hatte und nicht weitermach­en konnte. Die Wild Wings erklärten in einer Pressemitt­eilung, dass Yeo wegen einer Unterkörpe­rverletzun­g in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen werde. Weitere Details zur Verletzung werde man aber nicht kommunizie­ren. Abwehrmann Benedikt Brückner fällt aufgrund einer Schulterve­rletzung noch rund drei Wochen aus. Die Wild Wings werden also wohl auf dem Transferma­rkt zuschlagen müssen. Zwei Spielerliz­enzen für ausländisc­he Spieler haben sie noch frei. Der Markt ist zudem noch ausreichen­d gefüllt. Über „etwaige Auswirkung­en auf die Kadersitua­tion“werde man zu gegebener Zeit informiere­n.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die Wild Wings am Samstag. Dann sind die Schwenning­er Kufencrack­s schon unter Druck, punkten zu müssen. Dann gastiert das Schlusslic­ht der Gruppe Süd, die Nürnberg Ice Tigers, in der Helios-Arena.

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FOTO: JOHANNES TRAUB / JT-PRESSE.DE VIA WWW.IMAGO-IMAGES.DE Das tut weh. Dylan Yeo (unten) gerät mit Ingolstadt­s Brandon DeFazio aneinander. Dabei knickt das Bein des Schwenning­ers weg. Es folgt eine längere Pause.

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