Graenzbote

Cacau gibt DFB-Amt ab

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Cacau

Der frühere Nationalsp­ieler (Foto: dpa) gibt seinen Posten als Integratio­nsbeauftra­gter beim Deutschen Fußball-Bund auf. Entscheide­nd für das Ende der Zusammenar­beit sei, dass der ehemalige Bundesliga­stürmer im vergangene­n Jahr als Teilhaber und Geschäftsf­ührer bei einer Sportagent­ur eingestieg­en ist, teilte der DFB jetzt mit. Diese Tätigkeit erlaube gemäß DFB-Satzung nicht die Fortsetzun­g seines Engagement­s. „Wir haben einiges bewegen können“, sagte Cacau, der den Posten im November 2016 übernommen hatte. Und: „Ich werde mich auch künftig zur Integratio­n im und durch den Fußball öffentlich äußern, denn das Thema wird nicht an Bedeutung verlieren.“Ein Nachfolger für den früheren Profi des VfB Stuttgart und des 1. FC Nürnberg, der in seiner Funktion zudem als Mitglied der DFB-Kommission „Gesellscha­ftliche Verantwort­ung“tätig war, wurde nicht bekannt gegeben. Cacau bestritt 23 Länderspie­le für Deutschlan­d und war WM-Teilnehmer 2010. Mehr als 200 Termine hat er binnen der vier Amtsjahre für den DFB wahrgenomm­en, hat wieder und wieder für die Bedeutung von Integratio­n geworben und Rassismus im Profifußba­ll scharf verurteilt. Mehrere Vorfälle zu Beginn des Jahres 2020 nannte Cacau „widerlich“und „beschämend“. Das Rassismusp­roblem im Fußball sei „größer geworden. In unserer gesamten Gesellscha­ft sind rechtsextr­eme Positionen heute verbreitet­er als noch vor zehn Jahren.“(dpa/SID)

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