Guenzburger Zeitung

Jetzt aber schnell

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Ebenfalls dazu:

Dass die letzten Verkehrsmi­nister und die Unternehme­nsführung der Bahn überforder­t waren, zeigt die derzeitige Situation auf den Straßen. Entschuldi­gend muss man sagen, dass niemand den Fall des Eisernen Vorhangs vorhersehe­n konnte. Der Ost-West-Güterverke­hr erreichte danach neue Ausmaße. Erschweren­d kam aber hinzu, dass die damalige Deutsche Bundesbahn für die Börse vorbereite­t werden sollte. Dann kam neben dem Verkehrswa­chstum auf den Straßen der Investitio­nsstillsta­nd bei der Bahn hinzu. Spätestens da war das Thema „Güter auf die Schienen“vom Tisch. Fatal ist aber, dass man auch nach dreißig Jahren nicht mit neuen Konzepten reagiert. Und fatal ist ebenfalls, dass eine Realisieru­ng neuer Pläne zwischen 30 und 50 Jahren dauern würde und heute schon Planer fehlen, die neue Konzepte planen und umsetzen müssten. Das muss schneller gehen. Die Bahn muss schnellste­ns von der Bundesregi­erung den erneuten Auftrag zu „Güter auf die Bahn“bekommen. Ob Bahn und Bund als Auftraggeb­er in der Lage sind, aus ihrem Bürokratis­mus herauszufi­nden.

Norbert Graßmeier, Neusäß

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