Er­fah­run­gen, An­sich­ten, Ein­drü­cke

Haller Tagblatt - - SCHWÄBISCH HALL -

Hans Wer­ner Schmidt, ehe­ma­li­ger Lei­ter des Goe­the-In­sti­tuts, spricht im Haus der Bil­dung über die Tür­kei.

Schwä­bisch Hall. Die Volks­hoch­schu­le Schwä­bisch Hall lädt für Mon­tag, 12. No­vem­ber, um 19.30 Uhr zu ei­nem Vor­trag von Hans Wer­ner Schmidt ein. Der ehe­ma­li­ge Lei­ter des Goe­the-In­sti­tuts spricht aus ei­nem per­sön­li­chen Blick­win­kel über die Tür­kei.

Das Bild der Tür­kei in Deutsch­land ha­be sich laut VHS-Pres­se­mit­tei­lung stark ein­ge­trübt. Das Land wer­de in der öf­fent­li­chen Mei­nung mehr und mehr mit Er­do­gan gleich­ge­setzt. Schmidt ver­deut­licht aber, dass die­ses Bild ein­sei­tig ist: Die Tür­kei ist nicht Er­do­gan und Er­do­gan nicht die Tür­kei. Der tür­ki­sche Prä­si­dent wird von ei­ner Hälf­te der Be­völ­ke­rung un­ter­stützt, von der an­de­ren Hälf­te aber ab­ge­lehnt.

Ein Blick „von in­nen“zeigt trotz al­ler Pro­ble­me ei­ne le­ben­di­ge Zi­vil­ge­sell­schaft, die sich auch künf­tig nicht ab­hal­ten las­sen wird, für Ge­rech­tig­keit, De­mo­kra­tie und den Er­halt der sä­ku­la­ren Ord­nung ein­zu­tre­ten. Man dür­fe laut Mit­tei­lung durch­aus op­ti­mis­tisch sein: Die Er­run­gen­schaf­ten der tür­ki­schen Re­pu­blik wer­den sich nicht ab­schaf­fen, de­ren sä­ku­la­re Ver­fas­sung nicht in ei­ne is­la­mi­schen Ord­nung ver­wan­deln las­sen. Auch die Ori­en­tie­rung auf den Wes­ten und auf Eu­ro­pa wer­de sich letzt­lich ge­gen­über al­len an­de­ren Per­spek­ti­ven als stär­ker er­wei­sen. Eu­ro­pa kön­ne viel da­zu bei­tra­gen. Ein Ab­bruch der Bei­tritts­ver­hand­lun­gen wä­re aber der fal­sche Weg.

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