„Das ist der letz­te Ver­such“

Micha­el Dam­ba­cher hör­te als Bür­ger­meis­ter von Büh­ler­tann auf, wur­de OB in Ell­wan­gen. Mög­li­che Nach­fol­ger wer­den in ei­ner Se­rie vor­ge­stellt. Micha­el Trim­born aus Bühler­zell ist ei­ner von fünf Be­wer­bern.

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E - Von Mar­cus Haas

Büh­ler­tann. Wer wird Nach­fol­ger von Micha­el Dam­ba­cher als Bür­ger­meis­ter in Büh­ler­tann? Hand­werks­meis­ter Micha­el Trim­born aus Bühler­zell ist ei­ner von fünf Be­wer­bern.

Micha­el Trim­born nimmt mit sei­ner Kan­di­da­tur ei­nen er­neu­ten An­lauf. Der Hand­werks­meis­ter ging be­reits 2017 ins Ren­nen um ein Bür­ger­meis­ter­amt und trat in Bühler­zell als ei­ner von drei Be­wer­bern an. Das Er­geb­nis war eher er­nüch­ternd, denn er hol­te 54 Stim­men und lan­de­te mit rund 5,4 Pro­zent auf dem drit­ten Platz. „Ich ha­be ei­nen gu­ten Wahl­kampf ge­macht“, sagt der 55-Jäh­ri­ge rück­bli­ckend. Den Grund, war­um es doch nicht ge­klappt hat, will er nicht ö™ent­lich nen­nen. Das The­ma sei ab­ge­hakt. „Das ist der letz­te Ver­such“, macht er zu sei­ner Kan­di­da­tur in Büh­ler­tann deut­lich.

Was ist sei­ne Mo­ti­va­ti­on? Er wol­le ge­stal­ten, mehr di­rekt mit Men­schen re­den, als al­lein im Ser­ver­raum mit vie­len Com­pu­tern zu sit­zen. Die Ent­schei­dung für die Kan­di­da­tur sei ihm nicht leicht ge­fal­len, weil die Ge­fahr be­stün­de, Kun­den zu ver­lie­ren. Der Spe­zia­list für Bü­ro in for­mat ions elek­tro­nik über­nimmt die Pla­nung und In­stal­la­ti­on der In­for­ma­ti­ons­tech­nik in Neu-und Um­bau­ten und ver­spricht zu be­ste­hen­den Auf­trä­gen: Auch im Fal­le sei­ner Wahl zum Bür­ger­meis­ter „bleibt kein Kun­de im Re­gen ste­hen“.

Bei der Fra­ge nach pas­sen­den Kom­pe­ten­zen fürs Bür­ger­meis­ter­amt ver­weist Trim­born auf sei­ne lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung als selbst­stän­di­ger Meis­ter der Bü­ro in for­mat ions elek­tro­nik mit vie­len Be­spre­chun­gen und Pla­nun­gen. „Es ist egal, wie gut der Bür­ger­meis­ter ist, es kommt vor al­lem aufs Team, die Ex­per­ten in der Ver­wal­tung an“, be­tont er.

Oft an sei­ner Sei­te, auch bei der Ar­beit: die vier­jäh­ri­ge Hün­din Gi­ny. Der Sin­gle schaut mit sei­nem Te­le­skop ger­ne in den Ster­nen­him­mel, glaubt an au­ßer­ir­di­sches Le­ben und ist be­geis­ter­ter Mo­tor­flie­ger. Zu­dem macht er nicht nur beim Fa­sching in Bühler­zell mit, son­dern auch bei der Fast­nacht in Büh­ler­tann, wo er zu­letzt als Fi­scher da­bei war.

„Wenn ich et­was ma­che, dann rich­tig“, sagt Trim­born. Er wol­le ein o™enes Ver­hält­nis mit den Bür­gern in der Ge­mein­de, al­le ken­nen­ler­nen, ge­mein­sam et­was be­we­gen und Kom­pro­mis­se bei Streit­the­men fin­den. Als Bei­spiel nennt er die Orts­kern­sa­nie­rung, wo­für er Ide­en hat. Ihm schwebt ein an­de­rer Stand­ort für die Bus­hal­te­stel­le vor, stellt sich ei­nen Krei­sel, ei­ne elek­tro­ni­sche Bus­steue­rung, ei­ne Un­ter­füh­rung für die Kin­der vor. Es brau­che aber Zeit, um Al­ter­na­ti­ven zu prü­fen. Der Kan­di­dat spricht wei­te­re The­men an, die ihn be­we­gen und for­dert nachts von 22 bis 6 Uhr auf der Bun­des­stra­ße ei­ne Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung auf Tem­po 30 durch Büh­ler­tann. Zu­dem feh­le der Ju­gend ein Raum. Da­mit kommt Trim­born wie­der zur Orts­kern­sa­nie­rung und sieht ein Bür­ger­haus im Bank­ge­bäu­de, das nach ak­tu­el­len Plä­nen ei­gent­lich ab­ge­ris­sen wer­den soll.

Fo­to: Gott­fried Mah­ling cus

Micha­el Trim­born nennt Ja­nu­ar 2020 als rea­lis­ti­sches Da­tum, um als Ge­mein­de­ober­haupt zu be­gin­nen. Wenn es passt, dann wür­de er auch noch ei­ne zwei­te Amt­s­pe­ri­ode dran­hän­gen.

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