Gyps-Apos­tel mit Blick für das Gan­ze

Haller Tagblatt - - GEMEINDEN -

In Kup­fer­zell wird mit ei­nem Fest­akt dem 300. Ge­burts­tag von Pfar­rer Jo­hann Fried­rich May­er ge­dacht.

Kup­fer­zell/Bad Mer­gen­t­heim. Das gro­ße Ge­den­ken an Pfar­rer Jo­hann Fried­rich May­er, der am 21. Sep­tem­ber 300 Jah­re alt ge­wor­den wä­re, wird fort­ge­setzt. Am Frei­tag, 20. Sep­tem­ber, wird May­ers Lehr­buch vor­ge­stellt, am Sams­tag, 21. Sep­tem­ber, ist der Fest­akt in Kup­fer­zell und am Sonn­tag ein Fest­got­tes­dienst mit Kurz­vor­trä­gen und Fest­kon­zert. Be­reits am 1. Sep­tem­ber ist in Kup­fer­zell der neue Pfar­rerMay­er-Rad­weg eröœnet wor­den, schreibt Till­mann Zel­ler. Be­reits zum Auf­takt war in Herbst­hau­sen am 14. Sep­tem­ber ei­ne neue Ge­denk­ta­fel an May­ers Ge­burts­haus im ehe­ma­li­gen Gast­haus Schwa­nen ent­hüllt wor­den.

Wer war ei­gent­lich die­ser Pfar­rer May­er? In ei­nem Vor­trag möch­te Pfar­rer i. R. Gerd Gram­lich drei Haupt­the­men an­spre­chen: die Gast­wirt­schaft. So wie heu­te noch das Gast­haus das Orts­bild von Herbst­hau­sen prägt, hat es auch den jun­gen Fried­rich ge­formt, heißt es. Sein Va­ter war Gast­wirt dort, Post­hal­ter und ho­hen­lo­hi­scher Schult­heiß, die Vor­fah­ren eben­falls Gast­wir­te. Das Pfarr­amt: Jo­hann Fried­rich May­er war als tüch­ti­ger Pfar­rer be­kannt. 53 Jah­re war er al­lein in Kup­fer­zell tä­tig.

Die Land­wirt­schaft: Die Emp­feh­lung, mit Gips zu dün­gen, hat ihm spä­ter den Na­men „Gyps-Apos­tel“ein­ge­bracht. Land­wirt­schaft, Gar­ten­bau, Be­triebs­wirt­schaft, Fi­nanz­we­sen, Haus- und Ofen­bau, Öko­no­mie im wei­tes­ten Sinn, Bet­tel- und Für­sor­ge­we­sen wa­ren in sei­nem Blick.

„Hirsch“noch et­li­che land­wirt­schaft­li­che Län­de­rei­en zähl­ten. Eben­falls seit 1911 sorgt die Ad­ler-Braue­rei Schmet­zer aus Mi­chel­bach/Lü­cke für den flüs­si­gen Nach­schub im „Hirsch“. Sein­er­zeit bil­de­te die Wirt­schaft in Am­lis­ha­gen den west­lichs­ten Vor­pos­ten im Ge­schäfts­be­reich der Braue­rei.

Über Jahr­zehn­te hin­weg pfleg­ten dann Er­win und Li­na Dietrich die Kom­bi­na­ti­on aus Land- und Gast­wirt­schaft. Der al­te Hir­schen­wirt, der 18 Jah­re nach sei­ner Frau im Jahr 2015 im ho­hen Al­ter starb, war ein wür­di­ger Ver­tre­ter der Gat­tung „Ho­hen­lo­her Schlitz­ohr“: Der Schalk saß ihm

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