„Oh­ne CO2 kei­ne Nah­rung“

Haller Tagblatt - - LESERFORUM - Zum The­ma Ze­ment und Um­welt

Die Kon­struk­tio­nen der bei­den Pa­vil­lons auf der Bun­des­gar­ten­schau sind wirk­lich se­hens­wert (sie­he Ar­ti­kel „Ze­ment schlim­mer für das Kli­ma als Flü­ge, HT vom

12. Sep­tem­ber, Anm. d. Red.). Die Leicht­bau­wei­se ist durch Form­ge­bung und Baus­to•aus­wahl sehr gut ge­lun­gen. Nach den Kos­ten darf man al­ler­dings nicht fra­gen. Neu ist die Leicht­bau­wei­se nicht: Schon Pro­fes­sor Frei Ot­to hat sie über Jahr­zehn­te prak­ti­ziert.

Was ist beim Ze­ment schlimm für das Kli­ma? Wohl, dass bei der Her­stel­lung von Ze­ment der Kalk­stein (CaCO3) in Kal­zi­um­oxid (CaO) und CO2 auf­ge­spal­ten wird. Ein Teil des CO2 wird spä­ter bei der Kar­bo­na­ti­sie­rung an der Be­to­no­ber­flä­che wie­der auf­ge­nom­men. Ja, das „bö­se“CO2. Al­le Welt ver­teu­felt das Koh­lens­to•di­oxid, ein Spu­ren­gas, das nur zu 0,038 Pro­zent in un­se­rer At­mo­sphä­re vor­kommt. Da­von er­zeugt der Mensch durch In­dus­trie, Kraft­wer­ke, Ver­kehr, Hei­zung und durch sein At­men gan­ze 4 Pro­zent, 96 Pro­zent er­zeugt die Na­tur. (In der Pro­pa­gan­da be­nutzt man heu­te statt Pro­zent pars per mil­li­on, da­mit wird die Zahl 10 000-mal so groß, was na­tür­lich Ein­druck macht.) Noch grö­ße­ren Ein­druck macht die An­ga­be in Ton­nen.

Selbst die pro­mo­vier­te Phy­si­ke­rin Frau Dr. Mer­kel ver­teu­felt wi­der bes­se­res Wis­sen das CO2, es sei so gif­tig, dass man da­mit die gan­ze Mensch­heit aus­rot­ten kön­ne. CO2 ist ein un­gif­ti­ges Gas und für das Le­ben auf der Er­de höchst wich­tig. Oh­ne CO2 gibt es kei­ne Pflan­zen und oh­ne Pflan­zen kei­ne Nah­rung für Men­schen und Tie­re. Wel­chen Ein­fluss hat CO2 auf das Kli­ma, vor al­lem das an­thro­po­ge­ne CO2, das nur et­wa 4 Pro­zent, al­so 0,038 Pro­zent mal 0,04 = 0,00152 Pro­zent, in der At­mo­sphä­re be­trägt? Über­haupt kei­nen. Laut Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ha­rald Eb­ner han­delt es sich schon bei der Er­der­wär­mung von künf­tig un­ter zwei Grad um ei­ne Er­der­hit­zung (sie­he HT vom 6. Sep­tem­ber).

Kunst­sto statt Ze­ment?

Die­se schreck­li­che Er­hit­zung ha­ben wir lan­ge schon an der Wein­stra­ße oder am Kai­ser­stuhl. Die Men­schen le­ben im­mer noch und er­zeu­gen her­vor­ra­gen­de Wei­ne. Und jetzt will man für das CO2 Steu­ern er­he­ben, oder es „be­prei­sen“. Wie­der ei­ne will­kom­me­ne Geld­quel­le.

Al­so zu­rück zum Ze­ment: Der ist ein preis­wer­ter her­vor­ra­gen­der Baus­to• (er wä­re noch preis­wer­ter, wenn die Ze­ment­wer­ke nicht für den CO2-Aus­stoß ei­ne statt­li­che Sum­me für Emis­si­ons­rech­te zah­len müss­ten). Be­reits die Rö­mer kann­ten ei­ne Art Ze­ment. Das Pan­the­on in Rom be­steht aus rö­mi­schem Be­ton. Ze­ment ist das Bin­de­mit­tel für Mör­tel und Be­ton. Wir ha­ben ei­ne Men­ge groß­ar­ti­ger Be­ton­bau­wer­ke, den­ken Sie nur an den Stutt­gar­ter Fern­seh­turm oder an un­se­re Ko­cher­tal­brü­cke. Mit wel­chem Bin­de­mit­tel wür­de man den Ze­ment er­set­zen? Viel­leicht mit Kunst­sto•kle­ber? Kon­rad Frank Mi­chel­bach/Bilz

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