Li­qui­de Mit­tel hö­her als ge­plant

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL -

Ober­sont­heim pro­fi­tiert von spru­deln­den Ein­nah­men aus der Ge­wer­be­steu­er.

Ober­sont­heim. Im Er­geb­nis­haus­halt kommt Käm­me­rer Jo­na­than Rich­ter mit den bis Mit­te Au­gust vor­lie­gen­den Zah­len auf ein Plus von fast 400 000 Eu­ro über Plan. Ur­sa­che da­für sind die gu­ten Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men und Min­der­aus­ga­ben beim Per­so­nal. Rich­ter ver­wies aber auch auf Fol­gen der schwä­cheln­den Kon­junk­tur: Die Ein­nah­men aus der Ein­kom­men­steu­er sind nied­ri­ger als er­war­tet, eben­so die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen vom Land. Im Fi­nanz­haus­halt, der die li­qui­den Mit­tel ab­bil­det, ste­hen der­zeit rund 357 000 Eu­ro mehr zur Ver­fü­gung als ge­plant. Des­halb brau­chen die Rück­la­gen nicht, wie ehe­mals vor­ge­se­hen, um 352 000 Eu­ro an­ge­zapft zu wer­den. An­ders als in den meis­ten Ge­mein­den legt Rich­ter schon jetzt die Gel­der, die nach der Um­la­ge laut Fi­nanz­aus­gleichs­ge­setz (FAG) erst in zwei Jah­ren fäl­lig wer­den, zu­rück. Fol­ge: Die Li­qui­di­tät ver­rin­gert sich um eben­die­se Be­trä­ge. Für 2020 und 2021 rech­net Rich­ter mit FAG-Zah­lun­gen von je­weils rund 840 000 Eu­ro, die er jetzt schon im Haus­halt ein­plant. Soll­ten die Steu­er­ein­nah­men 2020 und 2021 sin­ken, kann die Ge­mein­de die Um­la­ge dann trotz­dem oh­ne grö­ße­re Pro­ble­me be­zah­len.

Mit dem ak­tu­el­len Plus von rund 357 000 Eu­ro im Fi­nanz­haus­halt liegt die Li­qui­di­tät zum Jah­res­en­de bei knapp 952 000 Eu­ro, die Pro-Kopf-Ver­schul­dung bei 741 Eu­ro. Seit 2016 hat Ober­sont­heim 1,3 Mil­lio­nen Eu­ro Schul­den ab­ge­baut.

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