Kret­sch­manns Be­liebt­heit hebt Grü­ne auf Re­kord­ni­veau

Par­tei­en Um­fra­ge sieht die grö­ße­re Re­gie­rungs­par­tei im Süd­wes­ten bei 38 Pro­zent, zwölf Punk­te vor der CDU. Zwei Drit­tel sind mit der Ar­beit des Re­gie­rungs­chefs zu­frie­den.

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E -

Re­kord­wert für die Grü­nen, dra­ma­ti­sche La­ge für die CDU: Nach der An­kün­di­gung von Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann, zur Land­tags­wahl 2021 wie­der an­tre­ten zu wol­len, sind die Wer­te für sei­ne Par­tei im Süd­wes­ten auf 38 Pro­zent ge­klet­tert. Hin­ge­gen liegt die CDU mit der Spit­zen­kan­di­da­tin Su­san­ne Ei­sen­mann mit 26 Pro­zent ab­ge­schla­gen auf dem zwei­ten Platz. Das geht aus ei­ner Um­fra­ge von In­fra­test di­map für den Süd­west­rund­funk (SWR) und die „Stutt­gar­ter Zei­tung“ her­vor. Ein­ein­halb Jah­re vor der Wahl ist die CDU weit von ih­rem Ziel ent­fernt, den Re­gie­rungs­chef zu stel­len. Kret­sch­mann hat­te am 12. Sep­tem­ber er­klärt, für ei­ne drit­te Amts­zeit an­tre­ten zu wol­len.

Die SPD kommt in der Um­fra­ge auf 8 Pro­zent – das ist für sie ein All­zeit­tief in Ba­denWürt­tem­berg. Die AfD, der­zeit größ­te Op­po­si­ti­ons­frak­ti­on, liegt bei 12, die FDP bei 8 Pro­zent. Die Lin­ke wä­re mit 3 Pro­zent wei­ter nicht im Land­tag.

Kret­sch­manns Ent­schei­dung für ei­ne er­neu­te Spit­zen­kan­di­da­tur stößt bei 71 Pro­zent der Be­frag­ten auf Zu­stim­mung. 77 Pro­zent sind zu­frie­den oder sehr zu­frie­den mit sei­ner Ar­beit. Ei­sen­mann, die der­zeit Kul­tus­mi­nis­te­rin ist, kann 23 Pro­zent der Bür­ger mit ih­rer Ar­beit über­zeu­gen.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Kret­sch­mann sag­te, er wol­le trotz der gu­ten Wer­te auf dem Tep­pich blei­ben. „Wir sind da, um zu ar­bei­ten und die Pro­ble­me zu lö­sen und nicht, sich in Um­fra­gen zu son­nen.“

CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Ma­nu­el Ha­gel teil­te zu den Wer­ten für sei­ne Par­tei mit: „Die­se Mo­ment­auf­nah­me ist für uns kein Grund zur Freu­de – sie ist für uns Ansporn.“Die Wahl wer­de im Früh­jahr 2021 ent­schie­den die Zeit bis da­hin wol­le man nut­zen.

SPD-Lan­des­chef Andre­as Stoch be­zeich­ne­te die Zah­len für sei­ne Par­tei als „äu­ßerst schmerz­haft“. Die SPD dür­fe aber den Kopf nicht hän­gen­las­sen. „Nach wie vor bin ich über­zeugt, dass wir als SPD die rich­ti­gen Ant­wor­ten ge­ben kön­nen.“

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