„Wir ren­nen Gre­ta nicht hin­ter­her“

Haller Tagblatt - - SCHWÄBISCH HALL - Von To­bi­as Würth

Re­bek­ka Benz, Han­nah Tho­mas und Be­ne­dict Zott or­ga­ni­sie­ren in Hall die De­mos. Sie hof­fen heu­te auf ei­ne gro­ße Be­tei­li­gung, se­hen aber Gren­zen der Be­we­gung.

Haal­platz ge­ben. Es lohnt sich, bis zum En­de zu blei­ben. Da pas­sie­ren die span­nends­ten Sa­chen.

In gro­ßen Städ­ten ist es ein­fach, Mas­sen re­gel­mä­ßig auf die Stra­ße zu brin­gen. In Hall ist das an­ders. Es wird „Fri­days for Fu­ture“auch noch hier ge­ben. Wir ha­ben ja auch schon viel er­reicht, wie die Pe­ti­ti­on mit 700 Un­ter­schrif­ten für die Aus­ru­fung des Kli­ma­not­stands in der Stadt.

Wer sich en­ga­giert, muss sich auch über­le­gen, ob er in ei­ner Par­tei­ju­gend oder ei­ner Ju­gend­grup­pe ei­ner Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on noch mehr für die Um­set­zung des Kli­ma­schutz­ge­dan­kens tun kann.

Ich war mit Han­nah zu­sam­men mit dem Au­to in Frank­reich. Aber wir wa­ren zu viert. Das Au­to war voll. Zu­dem war ich mit dem Bus in Spa­ni­en.

Ich bin lei­der tat­säch­lich ge­flo­gen – nach Grie­chen­land. Lei­der war das vor­her schon ge­bucht. Ich ha­be das aber kom­pen­siert. Ich ha­be an Gre­en­peace ge­spen­det, die den Scha­den durch den CO2-Aus­stoß durch Wie­derau‰or­s­tung gut­ma­chen. Im Ur­laub ha­ben wir dar­auf ge­ach­tet, ö‰ent­li­che Ver­kehrs­mit­tel zu be­nut­zen. Man kann in Hall viel tun: we­nig Fleisch essen, das Au­to ste­hen las­sen.

Das se­he ich gar nicht so. Na­tür­lich ist es schlecht, wenn der Re­gen­wald brennt. Aber es ist heuch­le­risch, von Deutsch­land aus Bra­si­li­en zu ver­ur­tei­len. Wenn man den CO2-Aus­stoß pro Kopf nimmt, sieht man, dass ein Deut­scher viel mehr zum Kli­ma­wan­del bei­trägt als ein Bra­si­lia­ner. Deutsch­land ist ein un­glaub­lich rei­ches Land. Es hat Po­ten­zi­al für neue Tech­no­lo­gi­en und muss mu­tig vor­an­ge­hen.

Man muss sich vor Au­gen hal­ten, war­um der Re­gen­wald brennt. Er wird be­wusst ab­ge­holzt,

Es wird ir­gend­wann kei­ne „Fri­days for Fu­ture“-De­mos ge­ben. Je­de Be­we­gung en­det. Man muss den Im­puls nut­zen, sich in an­de­ren Grup­pen en­ga­gie­ren.

Aber so schnell wird es nicht en­den.

In­fo Die Kli­ma­schutz­de­mo star­tet heu­te um 13.30 Uhr auf dem Hal­ler Markt­platz

kam in Lach­wei­ler zur Welt (Haus­ge­burt) und wohnt auch noch dort. Sie be­sucht das So­zi­al­wis­sen­schaft­li­che Gym­na­si­um der Si­bil­la-Egen-Schu­le in Hall und macht 2021 ihr Abitur.

be­sucht das Gym­na­si­um bei St. Micha­el und legt in die­sem Schul­jahr sein Abitur ab. Er war bei der ers­ten „Fri­days For Fu­ture“-De­mo da­bei, hielt Re­den und ist bei der drit­ten Ver­an­stal­tung in Hall ins Or­ga­ni­sa­ti­ons­team ge­wech­selt.

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