„Kli­ma­hys­te­rie un­ver­ständ­lich“

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL -

Vie­le Mit­glie­der ih­rer Par­tei be­strei­ten, dass es ei­ne von Men­schen ver­ur­sach­te Er­der­wär­mung gibt. Sind An­stren­gun­gen zur Ver­rin­ge­rung des CO2-Aus­sto­ßes über­flüs­sig? Es gilt zu­erst zu klä­ren, ob das CO2 an der Er­wär­mung die Schuld trägt, oder ob ein ver­mehr­ter CO2-Aus­stoß die Fol­ge, al­so nicht die Ur­sa­che, der Er­der­wär­mung ist. Dar­an schei­den sich im­mer noch die Geis­ter. Selbst wenn das CO2 die Ur­sa­che wä­re, was für mich nicht fest­steht, gilt es Fol­gen­des zu be­ach­ten: 0,038 Pro­zent CO2 sind in der Luft. Da­von pro­du­ziert die Na­tur 96 Pro­zent. Den Rest, al­so vier Pro­zent, der Mensch. Der deut­sche An­teil da­von liegt im Pro­mil­le­be­reich. Für mich ist die ge­sam­te „Kli­ma­hys­te­rie“in Deutsch­land da­her mehr als un­ver­ständ­lich und recht­fer­tigt we­der ge­plan­te Steu­er­er­he­bun­gen noch ir­gend­wel­che Ver­bo­te. Wür­den wir in Deutsch­land von heu­te an wie­der wie in der St­ein­zeit le­ben, dann hät­te das auf das Kli­ma kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen. Ver­passt die AfD nicht ein Zu­kunfts­the­ma, wenn sie die Sor­gen tau­sen­der jun­ger Men­schen igno­riert? Auf die Sor­gen und Nö­te der Ju­gend ist ein­zu­ge­hen. Die­sen Sor­gen und Nö­ten gilt es je­doch mit­tels ech­ter Auf­klä­rungs­ar­beit, dem Ver­mit­teln von Fak­ten und nicht mit­tels pseu­do­wis­sen­schaft­li­cher Be­le­ge zu be­geg­nen. Für mich ist Kli­ma­po­li­tik kein Zu­kunfts­the­ma. Sie ist viel­mehr ein von „Pseu­do-Grü­nen-Ideo­lo­gen“ge­mach­ter Hy­pe. Er soll den Bür­ger in Angst ver­set­zen, da­mit er ru­hig bleibt, wenn ihm wei­te­re Steu­er­las­ten auf­er­legt wer­den und er in sei­ner Frei­heit be­schnit­ten wird. Un­se­re Ju­gend wird mit­tels fa­den­schei­ni­ger Fak­ten ne­ga­tiv be­ein­flusst, um sie „auf Li­nie“zu trim­men.

AfD-Vor­sit­zen­der Alex­an­der Gau­land plä­diert da­für, den für 2022 ge­plan­ten Aus­stieg Deutsch­lands aus der Atom­ener­gie zu über­den­ken. Wie lan­ge soll­ten die Re­ak­to­ren aus Ih­rer Sicht noch am Netz blei­ben? Ich tei­le die Mei­nung von Alex­an­der Gau­land, so­fern wir auch zu­künf­tig si­che­re Strom­net­ze in Deutsch­land ha­ben wol­len und ein star­ker Wirt­schafts­stand­ort blei­ben möch­ten. Es ist schlicht ei­ne Mär, dass Wind­ener­gie, wel­che eben­falls ih­re Schat­ten­sei­ten hat, oder so­ge­nann­te „al­ter­na­ti­ve Ener­gi­en“an sich, un­se­ren Strom­ver­brauch auch nur an­satz­wei­se de­cken könn­ten. Oh­ne Kern­ener­gie und Ener­gie aus Koh­le, wel­che ja eben­falls ab­ge­lehnt wird, bleibt wohl nur die Mög­lich­keit, teu­ren Strom aus dem Aus­land zu im­por­tie­ren oder wie­der wie im 19.Jahr­hun­dert zu le­ben. Die Mei­nung, dass der wei­te­re Be­trieb von Atom­kraft­wer­ken nütz­lich ist teilt üb­ri­gens auch Gre­ta Thun­berg.

Fo­to: Par­tei

Udo St­ein sitzt seit 2016 für die AfD im Land­tag.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.