1,3 Mil­lio­nen Eu­ro Zu­schuss für Brü­cken im Land­kreis Hall

Haller Tagblatt - - LANDKREIS HALL - Von Gott­fried Mah­ling

Die Lan­des­re­gie­rung greift Krei­sen und Kom­mu­nen un­ter die Ar­me. Größ­tes Sa­nie­rungs­pro­jekt in Ho­hen­lo­he ist die Ko­cher­brü­cke in Brauns­bach.

ie­le Brü­cken in kom­mu­na­ler Bau­last in Ba­den­Würt­tem­berg be­fin­den sich in ei­nem ma­ro­den Zu­stand und müs­sen drin­gend in­stand ge­setzt wer­den. Das Land un­ter­stützt Land­krei­se und Kom­mu­nen bei der Sa­nie­rung und leg­te für die Jah­re 2017 bis 2019 ei­nen kom­mu­na­len Sa­nie­rungs­fonds mit ei­nem Ge­samt­vo­lu­men von 119,1 Mil­lio­nen Eu­ro auf. Al­lein 2019 ste­hen Lan­des­mit­tel von rund 60 Mil­lio­nen Eu­ro für Brü­cken-Sa­nie­rungs­pro­jek­te zur Ver­fü­gung.

Rund zwei Pro­zent die­ser Sum­me – 1,286 Mil­lio­nen Eu­ro – flie­ßen in den Land­kreis Schwäbisch Hall. 827 000 Eu­ro sind für den Er­satz­neu­bau der Ko­cher­brü­cke in Brauns­bach (Kreis­stra­ße 2560) vor­ge­se­hen. 151 000 Eu­ro gibt das Land für die Sa­nie­rung ei­ner Brü­cke über die Bahn­stre­cke Schwäbisch Hall – Öh­rin­gen am Rand des Hal­ler Orts­teils Gott­wolls­hau­sen (Kreis­stra­ße 2577). Die Lan­des­mit­tel für bei­de Brü­cken ent­spre­chen je­weils 50 Pro­zent der ge­plan­ten Ge­s­amt-Sa­nie­rungs­kos­ten. Die an­de­re Hälf­te muss der Land­kreis stem­men.

Ne­ben den bei­den Brü­cken in Trä­ger­schaft des Land­krei­ses über­nimmt das Land auch rund ein Drit­tel der Kos­ten für die Sa­nie­rung

Vdes Blei­che­stegs über die Jagst in Crails­heim. Die zur Ver­fü­gung ge­stell­ten 308 000 Eu­ro sind et­was we­ni­ger als er­ho¡t. Die Stadt hat­te mit ei­nem Zu­schuss von 350 000 Eu­ro für das rund 930 000 Eu­ro teu­re Sa­nie­rungs­pro­jekt ge­rech­net. Mit dem Bau­be­ginn wird für Som­mer 2020 ge­rech­net.

Furt als Pro­vi­so­ri­um

Eben­falls im kom­men­den Jahr sol­len die Bau­ar­bei­ten an der Ko­cher­brü­cke in Brauns­bach be­gin­nen. Die Brü­cke stammt aus dem Jahr 1946. Vier Mal wur­de sie seit­her in­stand ge­setzt, zu­letzt im Jahr 2002. Schad­haft ist vor al­lem der Über­bau aus Stahl­trä­gern und Stahl­be­ton. Die Stahl­tei­le und die ge­nie­te­ten Ver­bin­dun­gen ros­ten stark. Ei­ne Stahl­sa­nie­rung sei nicht mehr wirt­schaft­lich und nicht mehr nach­hal­tig durch­führ­bar, hieß es be­reits im Früh­jahr aus dem Land­rats­amt. Nun soll der ge­sam­te Über­bau er­neu­ert und die Fahr­bahn von fünf auf sechs Me­ter ver­brei­tert wer­den. Des­halb müs­sen auch die Wi­der­la­ger an den En­den der Brü­cke so­wie die bei­den Pfei­ler samt Fun­da­men­ten ent­spre­chend an­ge­passt wer­den. Die Ar­bei­ten wer­den nicht oh­ne Voll­sper­rung der Brü­cke mög­lich sein, wes­halb ei­ne Furt zur pro­vi­so­ri­schen Ko­cher­über­que­rung an­ge­legt wer­den soll.

Das Brü­cken­sa­nie­rungs­pro­gramm soll 2020 fort­ge­setzt wer­den, heißt es aus dem Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um. Im Lan­des­ge­mein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (LGVFG) sei die För­de­rung der Er­tüch­ti­gung kom­mu­na­ler Brü­cken dau­er­haft ver­an­kert wor­den.

Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ar­nulf von Eyb sieht den In­ves­ti­ti­ons­be­darf noch lan­ge nicht ge­deckt. „Es ist drin­gend not­wen­dig, dass in Ho­hen­lo­he nicht nur die Bun­des­stra­ßen, son­dern auch die Land- und Kreis­stra­ßen in gu­ten Zu­stand ge­bracht wer­den. „Die Wirt­schafts­struk­tur und die Geo­gra­phie un­se­rer Re­gi­on wer­den auch auf mitt­le­re Sicht um­fang­rei­chen In­di­vi­du­al­ver­kehr, aber eben auch Schwer­last­ver­kehr not­wen­dig ma­chen“, schreibt von Eyb. Und er­gänzt: „Dort, wo die Stra­ßen durch an­de­re Lösungen ent­las­tet wer­den kön­nen, soll­ten sie ent­las­tet wer­den. Aber dort, wo dies nicht der Fall ist, muss für un­se­re Zu­kunft in­ves­tiert wer­den.“

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