FILM­STARTS DER WO­CHE

Haller Tagblatt - - KINO -

Ge­lobt sei Gott

Seit Jah­ren er­schüt­tert ein Miss­brauchsska­n­dal um den Pries­ter Ber­nard Preynat die ka­tho­li­sche Kir­che in Frank­reich. Der fran­zö­si­sche Star-Re­gis­seur François Ozon hat sich mit sei­nem preis­ge­krön­tem Ber­li­na­le-Film „Ge­lobt sei Gott“(„Grâce à Dieu“) vor al­lem die Per­spek­ti­ve der Op­fer vor­ge­nom­men. An­hand der Schick­sa­le von Alex­and­re (Mel­vil Pou­paud), François (De­nis Mé­no­chet) und Em­ma­nu­el (Swann Ar­laud) er­zählt er, wie un­ter­schied­lich sei­ne Prot­ago­nis­ten mit ih­rem jahr­zehn­te­lan­gen rea­len Schick­sal um­ge­hen, auch wie sie teils kör­per­lich dar­an zer­bre­chen (Frank­reich 2019, 137 Min., FSK 6).

Kann ich das Spiel denn über­haupt ge­win­nen?

Ei­ne völ­lig be­rech­tig­te Fra­ge, ge­stellt von der völ­lig ver­un­si­cher­ten Prot­ago­nis­tin die­ses Films. Gra­ce (ver­kör­pert von Sa­ma­ra Wea­ving) möch­te ei­gent­lich nur hei­ra­ten. Die Fa­mi­lie aber, die sie sich da­mit an­lacht, ist spe­zi­ell: Je­des neue Mit­glied muss sich bei ei­nem Spiel um Mit­ter­nacht be­wäh­ren. Bald gibt es ei­ne ers­te To­te (USA 2019, 95 Min, FSK 16).

Eve­r­est – Ein Ye­ti will hoch hin­aus

In dem Ani­ma­ti­ons­film geht es um ei­nen Ye­ti, der ins Hi­ma­la­ya-Ge­bir­ge zu­rück will. Vor­her aber wird er von ein paar Ju­gend­li­chen auf ei­nem Dach in Shang­hai ent­deckt: Yi, Peng und Jin tau­fen das wei­ße We­sen auf den Na­men Eve­r­est. Zu­sam­men un­ter­neh­men sie ei­ne tur­bu­len­te Rei­se (USA/ Chi­na 2019, 97 Min., FSK 6).

Mel­vil Pou­paud (l) als Alex­and­re Gué­rin in „Ge­lobt sei Gott“.

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