Fach­leu­te mit Blick für das De­tail

Haller Tagblatt - - FERNSEHEN - Von He­ri­bert Lohr

Die Ver­an­stal­tung zum Fest soll­te gut vor­be­rei­tet und auch durch­dacht sein. Die hei­mi­schen Be­trie­be ha­ben viel Er­fah­rung, schaf­fen mit ih­rer Kom­pe­tenz den rich­ti­gen Rah­men und sor­gen für ei­nen rei­bungs­lo­sen Ablauf.

Wer ei­ne Weih­nachts­fei­er vor­be­rei­tet, der ist gut be­ra­ten sich ei­ne Check­lis­te zu ma­chen. Noch bes­ser ist es, die­se Check­lis­te dann mit Pro­fis durch­zu­ge­hen. Die Gas­tro­no­men in der Re­gi­on sind da­für die her­vor­ra­gen­den An­sprech­part­ner.

In je­dem Fall soll­te man sich schnell dar­über klar wer­den, wo die Fei­er statt­fin­den soll und wie ihr Ablauf ist. Im­mer da­ran den­ken: Gu­te Adres­sen sind schnell aus­ge­bucht. Und es ist doch scha­de, wenn die Fei­er mit Be­leg­schaft, Fa­mi­lie oder Freun­den nicht im ge­wünsch­ten Am­bi­en­te statt­fin­den kann, nur weil die An­mel­dung auf die lan­ge Bank ge­scho­ben wur­de.

Wenn ei­ne Weih­nachts­fei­er ge­plant ist, will die­se als sol­che auch gut vor­be­rei­tet sein. Gera­de für Fir­men­fei­ern gilt: Je hö­her die Mit­ar­bei­ter­zahl und je län­ger die Gäs­te­lis­te, des­to grö­ßer der Auf­wand. Ei­ne ge­lun­ge­ne Weih­nachts­ver­an­stal­tung er­for­dert ei­ne ge­ne­ral­stabs­mä­ßi­ge Vor­be­rei­tung. Es sind ei­ne Un­men­ge von De­tails zu be­ach­ten und vor­zu­be­rei­ten. Hier ist fach­män­ni­scher Rat ge­fragt und auch des­halb soll­te recht­zei­tig auf die hei­mi­schen Be­trie­be zu­ge­gan­gen wer­den.

Vor dem ers­ten Tre‘en mit dem gas­tro­no­mi­schen Be­trieb ist es na­tür­lich hilf­reich, sich ein paar grund­sätz­li­che Fra­gen zu be­ant­wor­ten. Zu­vor­derst: Wel­cher Be­trag, wel­ches Bud­get steht zur Ver­fü­gung? Da­ran ori­en­tie­ren sich al­le De­tails der Or­ga­ni­sa­ti­on. Op­ti­mal ist na­tür­lich der letz­te Ar­beits­tag vor den Fei­er­ta­gen, da­mit die ent­spre­chen­de Stim­mung auf­kommt und sich die Mit­ar­bei­ter schon auf die vor ih­nen lie­gen­de Zeit ein­stim­men kön­nen. Gut eig­net sich auch der letz­te Frei­tag vor den Fei­er­ta­gen, da am nächs­ten Tag in der Re­gel nicht ge­ar­bei­tet wer­den muss. Ein Sams­tag ist nicht be­son­ders be­liebt, da die meis­ten Mit­ar­bei­ter so kurz vor Weih­nach­ten noch viel zu er­le­di­gen ha­ben und au­ßer­dem zu­sätz­li­che Fei­ern (et­wa von Ver­ei­nen) statt­fin­den. Des­halb: Recht­zei­tig an­fra­gen, denn die be­son­ders at­trak­ti­ven Ter­mi­ne sind na­tür­lich be­gehrt und die ge­wünsch­te Lo­ca­ti­on hat in der Re­gel auch nur ge­wis­se Al­ter­na­ti­ven zu bie­ten.

Für den klei­nen Rah­men bie­tet sich üb­ri­gens auch der Nach­mit­tag oder die Zeit di­rekt nach Bü­ro­schluss an. Dau­er in die­sem Fall: ma­xi­mal zwei St­un­den, Be­ginn bei­spiels­wei­se um 15 oder 17 Uhr. Ei­ne grö­ße­re Fei­er im je­wei­li­gen Hau­se kann schon mit­tags be­gin­nen. Ei­ne ex­ter­ne Fei­er fängt mit Punsch und Plätz­chen in der Re­gel um 16 Uhr an, an­schlie­ßend fin­det ein Abend­es­sen statt. Oder man tri‘t sich erst zum Abend­es­sen um 19 Uhr.

Be­rück­sich­tigt wer­den soll­te na­tür­lich auch, dass die Teil­neh­mer bei ei­ner Fei­er au­ßer Haus even­tu­ell ei­nen län­ge­ren An- und Ab­fahrts­weg ha­ben. Es soll­te auch ge­klärt sein, wer ein­ge­la­den wird: Mit­ar­bei­ter mit oder oh­ne Part­ner, ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter, Ge­schäfts­part­ner, wich­ti­ge Kun­den, wich­ti­ge Per­sön­lich­kei­ten. Hier soll­te ei­ne Ein­la­dungs­lis­te er­stellt wer­den.

Wenn die Fei­er ex­tern ab­ge­hal­ten wird, kann da­bei so­gar die Ge­schäfts­be­zie­hung zu den hei­mi­schen Gas­tro­no­men ge­för­dert wer­den. Da­ne­ben ent­steht noch ein wei­te­rer gro­ßer Vor­teil: Man hat kaum Ar­beit mit De­ko­ra­ti­on, Be­wir­tung, Aufräumen und muss sich bei der Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on auch nicht ein­schrän­ken. Die Pro­fis sor­gen hier für die pas­sen­de Stim­mung. Bei ei­ner Fei­er im Re­stau­rant ist der or­ga­ni­sa­to­ri­sche Auf­wand ge­rin­ger, denn die Gas­tro­no­mie ist mit Me­nü- und De­ko­ra­ti­ons­an­ge­bo­ten für Weih­nachts­fei­ern bes­tens ge­rüs­tet. Lädt das Un­ter­neh­men mehr als 100 Gäs­te ein, bie­ten sich auch Ver­an­stal­tungs­hal­len an. Aber gera­de auch dann soll­te man mit pro­fes­sio­nel­len Ca­te­rern und Gas­tro­no­men aus der Re­gi­on zu­sam­men­ar­bei­ten. Auch die Ho­tels in der Re­gi­on bie­ten ent­spre­chen­de Rä­um­lich­kei­ten, ha­ben pas­sen­de Räu­me für ganz un­ter­schied­li­che An­sprü­che.

Ex­ter­ne Rä­um­lich­kei­ten sind für die Mit­ar­bei­ter zu­dem auch im­mer et­was Be­son­de­res und drü­cken ei­nen ge­wis­sen Re­spekt aus. Die Gas­tro­no­men ha­ben zu­dem meist auch her­vor­ra­gen­de Kon­tak­te, wenn es dar­um geht, der Weih­nachts­fei­er selbst noch ei­nen au­ßer­ge­wöhn­li­chen Touch zu bie­ten. Ei­ne Groß­ver­an­stal­tung kann ein Be­trieb oh­ne­hin meist nicht al­lein be­wäl­ti­gen. Wich­tig ist vor al­lem, dass die Mit­ar­bei­ter und Gäs­te we­nigs­tens sechs Wo­chen vor­her über den Ter­min in Kennt­nis ge­setzt wer­den. Denn gera­de in der Vor­weih­nachts­zeit häu­fen sich bei vie­len die Weih­nachts­fei­ern. Wenn bei so ei­ner lan­gen Vor­lauf­zeit noch kein de­tail­lier­tes Fest­pro­gramm ver­sen­det wer­den kann, dann soll­te es spä­tes­tens zwei Wo­chen vor der Ver­an­stal­tung mit ei­nem Be­gleit­schrei­ben ver­schickt wer­den. Gera­de auch beim Durch­ar­bei­ten des Fest­pro­gram­mes sind die Gas­tro­no­men her­vor­ra­gen­de Be­ra­ter.

Bei ei­nem ex­ter­nen Ver­an­stal­tungs­ort soll­te die De­ko mit dem Ver­an­stal­ter ab­ge­spro­chen wer­den. Die De­ko­ra­ti­on ist Ge­schmacks­sa­che: Vom tra­di­tio­nel­len Tan­nen­baum und Tan­nen­ge­ste­cken auf den Ti­schen bis zum fu­tu­ris­ti­schen De­si­gner­christ­baum in den Fir­men­far­ben ist al­les mög­lich. Die gas­tro­no­mi­schen Be­trie­be ha­ben auch hier viel Er­fah­rung, wie sich et­was stim­mungs­voll in Sze­ne set­zen lässt und wis­sen fast im­mer auch um wei­te­re Kon­takt­adres­sen – wie et­wa von ei­nem Flo­ris­ten. Oder sie ha­ben Kon­takt zu ei­ner Be­hin­der­ten­werk­statt in der Nä­he: Auch die­se fer­ti­gen Weih­nachts­schmuck. Mit der Be­stel­lung wird dann auch gleich ein gu­tes Werk ge­tan. Die Ti­sche soll­ten fest­lich ge­deckt sein mit Tisch­de­cken, kunst­voll dra­pier­ten Ser­vi­et­ten und ei­nem fest­li­chen Ge­schirr. Ker­zen sind zwar nicht un­ge­fähr­lich, ma­chen aber ein stim­mungs­vol­les Licht. Na­tür­lich zeich­nen sich die meis­ten Gas­tro­no­mie­be­trie­be durch ihr ei­ge­nes Flair aus, hier rus­ti­kal, dort mo­disch-ele­gant. Zu­gleich hel­fen sie aber auch bei der wei­te­ren Aus­stat­tung und De­ko­ra­ti­on von Miet­mö­beln bis hin zu Büh­nen und Po­des­ten.

Nach­dem nach der schrift­li­chen Ein­la­dung al­le Zu- und Ab­sa­gen ein­ge­gan­gen sind, soll­te ei­ne Gäs­te­lis­te er­stellt wer­den. Die Gas­tro­no­men hel­fen bei der Ti­sch­ord­nung und ken­nen sich aus mit Eti­ket­te. Denn gera­de auch bei ei­nem grö­ße­ren Ban­kett gel­ten mit­un­ter stren­ge Re­geln.

Vie­le Mit­ar­bei­ter er­in­nern sich ger­ne an ei­ne Weih­nachts­fei­er des Un­ter­neh­mens. Wer macht Fo­tos? Auch bei an­de­ren Fra­gen sind Kun­den bei Ho­te­liers und Gas­tro­no­men bes­tens auf­ge­ho­ben. Was wird zu­sätz­lich be­nö­tigt? Kühl­schrän­ke für die Ge­trän­ke, Warm­hal­te­ge­rä­te fürs Es­sen? Over­head­pro­jek­tor, Flip­chart, Bea­mer, Mi­kro­fon, Laut­spre­cher, Mu­sik­an­la­ge, spe­zi­el­le Be­leuch­tung wie Strah­ler oder Spots? Gibt es am Nach­mit­tag be­reits Ka‘ee und Ku­chen? Wie vie­le Gän­ge wer­den auf­ge­tischt? Ist an Ve­ge­ta­ri­er ge­dacht? Wel­che Ge­trän­ke pas­sen zum aus­ge­wähl­ten Me­nü? Wer­den Me­nü­kar­ten aus­ge­legt? Die kur­ze Lis­te macht deut­lich: Die Fach­leu­te am Tisch, hin­ter dem Tre­sen oder in der Kü­che war­ten mit viel Kom­pe­tenz auf.

Ist die Fei­er ex­tern, gibt es ein Pro­blem we­ni­ger: In der Re­gel sind aus­rei­chend Park­plät­ze für al­le Gäs­te vor­han­den. Au­ßer­dem: Wird au­ßer­halb des Un­ter­neh­mens ge­fei­ert, kann der je­wei­li­ge Gast­wirt auch ei­nen Shut­tle-Ser­vice or­ga­ni­sie­ren. Es ist je­den­falls der si­che­re Weg, denn Al­ko­hol wird be­stimmt flie­ßen. Zu­dem sor­gen die Pro­fis auch für den rich­ti­gen Emp­fang: mit Pro­sec­co und Oran­gen­saft, den et­wa En­gel­chen ser­vie­ren? Soll ein Weih­nachts­mann Ge­schen­ke brin­gen? Auch hier hel­fen die Fach­leu­te aus der Gas­tro­no­mie mit Ide­en oder sie ver­mit­teln ent­spre­chen­de Kon­tak­te. Mit den Gas­tro­no­men kann auch ge­klärt wer­den, wie es nach dem En­de der o¥ziel­len Fei­er wei­ter geht. So man­cher Gast möch­te dann näm­lich noch nicht zu Bett.

Fo­to: Shut­ter­stock

Stil­vol­les Am­bi­en­te: Die hei­mi­schen Ho­tels und Gast­stät­ten sor­gen mit ih­rer fach­li­chen Kom­pe­tenz da­für, dass sich die Gäs­te wohl­füh­len und die Weih­nachts­fei­er ein stim­mungs­vol­ler und ku­li­na­ri­scher Er­folg wird.

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