Tau­send neue Leh­rer­stel­len für den Süd­wes­ten

Grün-schwar­ze Ver­hand­ler ei­ni­gen sich auf die Gr­und­zü­ge des Dop­pel­haus­halts 2020/21. Auch die Po­li­zei be­kommt Ver­stär­kung.

Haller Tagblatt - - VORDERSEIT­E - Von Jens Schmitz

Die grün-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung hat sich auf ei­nen neu­en Ent­wurf für den Dop­pel­haus­halt 2020/2021 ge­ei­nigt. Er sieht Mehr­aus­ga­ben von 1,35 Mil­li­ar­den Eu­ro vor, teil­wei­se er­mög­licht durch das Daim­ler-Buß­geld im Die­selskan­dal.

3000 neue Po­li­zei­an­wär­ter und mehr als 1000 neue Leh­rer pla­nen die Ko­ali­tio­nä­re in den kom­men­den bei­den Jah­ren un­ter an­de­rem ein. Auf­schlä­ge für Ge­ring­ver­die­ner sol­len den öf­fent­li­chen Dienst at­trak­ti­ver ma­chen. Der Kli­ma­schutz wird mit Maß­nah­men quer durch die Res­sorts zu ei­nem wei­te­ren Schwer­punkt. „Ich bin froh, dass wir nach in­ten­si­ven Ver­hand­lun­gen den Re­gie­rungs­ent­wurf in der Haus­halts­kom­mis­si­on ge­eint ha­ben“, er­klär­te Fi­nanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann (Grü­ne). „Die Aus­ga­ben für zu­sätz­li­che po­li­ti­sche Schwer­punk­te von rund 1,35 Mil­li­ar­den Eu­ro sind mit Blick auf die der­zeit sin­ken­den Steu­er­ein­nah­men nicht oh­ne Ri­si­ko.“Vor­sor­ge sei un­er­läss­lich.

Im Ju­li hat­te das Ka­bi­nett be­schlos­sen, für den nächs­ten Dop­pel­haus­halt Mehr­aus­ga­ben von 1,15 Mil­li­ar­den Eu­ro vor­zu­se­hen. In­zwi­schen hat Daim­ler im Die­sel-Skan­dal ein Buß­geld von 870 Mil­lio­nen Eu­ro ak­zep­tiert. Dem Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um zu­fol­ge möch­te die Haus­halts­kom­mis­si­on ein Vier­tel da­von in Kli­ma­schutz und Bil­dung in­ves­tie­ren; über den Rest soll der Land­tag ent­schei­den. Die Ko­ali­ti­on muss al­ler­dings erst­mals in der Ge­schich­te auch die Schul­den­brem­se be­rück­sich­ti­gen, die 2020 greift.

„Wir ha­ben sehr har­te Haus­halts­ver­hand­lun­gen hin­ter uns“, sag­te Grü­nen-Frak­ti­ons­chef Andre­as Schwarz. „Die fi­nan­zi­el­len Spiel­räu­me sind deut­lich en­ger als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren.“

CDU-Frak­ti­ons­chef Wolf­gang Rein­hart er­klär­te, die 14-Stun­den-Sit­zung in der Nacht zu Mon­tag sei „ein rich­ti­ger Kraft­akt“ge­we­sen. Rein­hart hob eben­falls den Kli­ma­schutz her­vor, au­ßer­dem die Be­rei­che Rechts­staat, Bil­dung und Wirt­schaft. „Erst kommt die Pflicht und dann die Kür.“Am 8. Ok­to­ber soll das Ka­bi­nett den Haus­halt be­schlie­ßen.

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