Ei­ne Stim­me für die jun­ge Ge­ne­ra­ti­on

Haller Tagblatt - - STUTTGART UND UMGEBUNG - Dia­na Birk

Das Jun­ge En­sem­ble Stutt­gart macht die Zu­kunft der Ge­sell­schaft zum The­ma.

Stutt­gart. Zu­kunft, Po­li­tik, Nach­hal­tig­keit – das Jes, das Jun­ge En­sem­ble Stutt­gart, hat sich die­ses Jahr da­für ent­schie­den, die Zu­kunft der Ge­sell­schaft zu the­ma­ti­sie­ren und Kin­dern und Ju­gend­li­chen auf der Büh­ne ei­ne Stim­me zu ge­ben. „Ich bin sehr stolz auf die neue Ge­ne­ra­ti­on, die auf die Stra­ße geht und für die Zu­kunft kämpft“, so Bri­git­te De­thier, In­ten­dan­tin und Re­gis­seu­rin des Thea­ters.

Die Sai­son star­tet o¦ziell am Don­ners­tag, 3. Ok­to­ber, mit ei­nem Erö nungs­fest. Auf dem Pro­gramm ste­hen un­ter an­de­rem Jazz für Kin­der, ei­ne Par­ty mit lo­ka­len DJ und zwei Pre­mie­ren: „Die bes­te Ge­schich­te – En Iyi Hi­kâye“ist ei­ne deutsch-tür­ki­sche Pro­duk­ti­on, die in bei­den Spra­chen auf­ge­führt wird. Drei Schau­spie­ler er­grün­den die Kunst des Er­zäh­lens. Am Erö nungs­tag wird auch das „Ar­chiv der Ab­schie­de“ge­zeigt. Es ist gleich­zei­tig ein Ab­schied vom Lei­ter des Thea­ters der Ge­ne­ra­tio­nen, Pe­ter Gal­ka, der seit 2004 fürs Jes als Thea­ter­päd­ago­ge ar­bei­tet. „In wel­cher Form es da wei­ter­geht, wis­sen wir noch nicht. Aber es wird wei­ter­hin ein ge­ne­ra­ti­ons­über­grei­fen­des Pro­jekt ge­ben“, so De­thier.

Hu­mor­voll soll „Als der Baum mit den ro­ten Haa­ren wein­te“sein. Es geht um Ar­mut, Reich­tum, Angst, Gier und Lie­be. „Die zen­tra­le Fra­ge lau­tet: Was pas­siert, wenn die Lie­be in un­se­rer Ge­sell­schaft kei­ne Stim­me mehr hat und Gier und Angst über­hand neh­men?“, er­klärt An­na­le­na Eh­mann, zu­stän­dig für die Ö ent­lich­keits­ar­beit des Thea­ters. Pre­mie­re ist am 9. No­vem­ber.

Auch schu­li­sche Thea­ter­pro­jek­te sind ge­plant, wie das par­ti­zi­pa­ti­ve Stück „Ba­de­wan­nen­re­pu­blik“, das ab dem 29. No­vem­ber auf­ge­führt wird. Ziel ist es, Kin­dern der drit­ten und vier­ten Klas­se ein Ge­fühl für De­mo­kra­tie zu ver­mit­teln.

Für Ju­ni 2020 steht ei­ne Auf­füh­rung auf dem Pro­gramm, für die das JES noch ein leer­ste­hen­des Haus im Raum Stutt­gart sucht. „Ho­tel Eu­ro­pa“por­trä­tiert eu­ro­päi­sche Län­der und ih­re Stim­men in Form ei­ner Fa­mi­lie, die ge­mein­sam in ei­nem Haus lebt. Auch die Dar­stel­ler stam­men aus un­ter­schied­li­chen Län­dern Eu­ro­pas, wie Spa­ni­en, Ru­mä­ni­en, Nor­we­gen und Ös­ter­reich. Des Wei­te­ren sind ein eu­ro­päi­sches Ju­gend­pro­jekt in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Eras­mus­pro­gramm und ein Frei­spiel ge­plant, Thea­ter mit of­fe­nem Er­geb­nis zum The­ma „Männ­lich­keit“.

In­ten­dan­tin Bri­git­te De­thier hat au­ßer­dem an­ge­kün­digt, dass die Sai­son 2021/22 ih­re letz­te sein wird. „Nach 20 Jah­ren hö­re ich auf, wenn es am schöns­ten ist.“Nach ih­rer Zeit im Jes möch­te sie als freie Re­gis­seu­rin und Do­zen­tin an Schau­spiel­schu­len wei­ter­ma­chen.

In­fo Wei­te­re Ter­mi­ne für Fes­ti­vals und Schau­spiel­clubs im Jes gibt es un­ter jes-stutt­gart.de

Fo­to: Jan Merk­le

In­ten­dan­tin Bri­git­te De­thier ver­lässt nach 20 Jah­ren das Jes.

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